Teamchef Matthias Holle: „Die wollen uns aus der Wertung haben“

Mathol Racing entrüstet sich nach dem VLN-Saisonabschluss über einen wiederholten Protest. Daher wettert Teamchef Matthias Holle gegen die Konkurrenz, man solle die eigene Leistung hinterfragen, anstatt die Legalität anderer Sportwagen in Frage zu stellen.

Mathol Racing entrüstet sich nach dem VLN-Saisonabschluss über einen wiederholten Protest. Daher wettert Teamchef Matthias Holle gegen die Konkurrenz, man solle die eigene Leistung hinterfragen, anstatt die Legalität anderer Sportwagen in Frage zu stellen.

Nach dem VLN-Finale empört sich die Mannschaft von Mathol Racing über den zweifachen Protest gegen ihren V6-Erfolg beim Münsterlandpokal. „Die wollen keine Klärung der Performance, sondern uns einfach aus der Wertung haben“, wettert Teamchef Matthias Holle gegen die Konkurrenz von Frikadelli Racing, welche die Legalität des Porsche Cayman wiederholt anzweifelte.

In einem Kommuniqué moniert Mathol Racing, Proteste solcherart stellten in der Langstreckenmeisterschaft mittlerweile „Normalität“ dar. „Für solche Industriellenteams sind natürlich auch die dazu notwendigen 15.000 Euro Protestkosten kein Hindernis“, meint Holle, nachdem das Gespann um einen „bekannten Fleischumformer“ nach dem Saisonabschluss auf der Nürburgring-Nordschleife Protest erhob.

Sodann erklärten die Regelaufseher das Klassement für provisorisch, um eine entsprechende Überprüfung durchzuführen. Das Resultat: keine Unstimmigkeiten am Porsche Cayman von Mathol Racing. Daraufhin ging Frikadelli Racing in Berufung, und die Technikkommissare nahmen weitere Bauteile in Augenschein – mit demselben Ergebnis. In Konsequenz dessen habe sich „ein Fahrer des Protestführers“ jedoch entschuldigt.

Holle: „Mir geht es nicht um den Protest als solches“

Gleichwohl erwartet Teamchef Holle generell sportlicheres Verhalten und ein angemessenes Maß an Selbstreflexion. „Die sollen sich doch lieber mal fragen, was an ihrem Auto oder ihrer Fahrerpaarung falsch ist, wenn nicht nur wir schneller sind, sondern sie sogar von einem V5-Auto überholt werden“, moniert Holle. „Manche hier am Ring beheimatete Teams können es offensichtlich nur schwer verkraften, wenn eine andere Mannschaft ihnen zeigt, wo der Hammer hängt.“ 

Überdies appelliert Holle an seine Mitstreiter, Unklarheiten im persönlichen Dialog zu beseitigen. „Mir geht es nicht um den Protest als solches“, kehrt er hervor. „Die Möglichkeit zu protestieren und mögliche Mogeleien der Gegner aufzudecken, ist richtig und wichtig.“ Aber: „Sind Zweifel an der Leistung oder technischen Bauteilen vorhanden, so wird der legale Bewerber sicherlich keine Probleme damit haben, die Reglementkonformität auf freiwilliger Basis nachzuweisen.“ 

Zumal solche Fehden einerseits dem Ruf der Akteure schadeten, andererseits kostenträchtige Folgen nach sich zögen. „Erst bei einer Verweigerung dessen würde ich persönlich vor dem Wettbewerb einen Protest ankündigen und bei unveränderter Performance im Rennen dann auch durchziehen“, fügt Holle hinzu. Auch Fahrerkollege Claudius Karch bekräftigt, andere Vorgehensweisen widersprächen seinen Vorstellungen von „fairem Motorsport“.

Nichtsdestoweniger gedenkt Mathol Racing, auch in der nächstjährigen Saison in identischer Zusammensetzung und mit demselben Sponsor in der VLN-Langstreckenmeisterschaft anzutreten – allerdings in einer neuen Cup-Klasse der Breitensportserie auf der Nürburgring-Nordschleife. Der naheliegende Schluss: Es handelt sich um den neuen Porsche Cayman GT4 Trophy.


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