Le Mans: Toyota erwägt Einsatz eines dritten Sportwagens

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Neuausrichtung bei Toyota? Die TMG-Abteilung zieht mittlerweile in Erwägung, bei den 24 Stunden von Le Mans einen dritten Sportwagen einzusetzen. Bislang bekräftigte der Konstrukteur aus Fernost stets, auf eine Erweiterung des Aufgebots zu verzichten, um die Ressourcen stattdessen für die Entwicklung zu nutzen.

Toyota hegt bereits mittelfristige Ziele hinsichtlich seines Engagements in der Langstrecken-WM. Demnach zieht die TMG-Abteilung in Betracht, ihr Le-Mans-Aufgebot künftig um einen dritten Sportwagen zu erweitern. Im nächsten Jahr richtet der japanische Hersteller seinen Fokus jedoch auf die Entwicklung des neuen TS050-Prototyps. „Wir werden 2016 kein drittes Fahrzeug einsetzen“, bestätigte Vizepräsident Rob Leupen gegenüber Motorsport.com. „Für 2017 ist es wiederum eine realistische Option.“

Ein Grund für die Überlegungen: Die Chefetage in Fernost gewährt dem Motorsportressort in Köln in Zukunft ein höheres Budget. Aber: Toyota hadert mit der Termingestaltung des ACO, der eine zusätzliche Veranstaltung in Lateinamerika plant. „Allerdings sind wir durch das neunte Rennen in Mexiko unter Druck geraten“, merkt Leupen an. „Wir verfügen über einige zusätzliche Ressourcen, aber die Bestätigung des neunten Rennens hat uns überrascht – wie auch die anderen.“

Bislang bekräftigte Toyota stets, auf den Einsatz eines dritten Boliden zu verzichten, um die vorhandenen Kapazitäten für die Weiterentwicklung zu nutzen. Daher bleibt TMG skeptisch. „Wir wollen uns Entwicklungsbudget auf keinen Fall kürzen, aber ein Extrarennen bedeutet zugleich eine weitere Aerodynamik-Spezifikation und zudem viele andere Dinge“, fügt Leupen hinzu. „Daher ist es selbstverständliche eine große Aufgabe für die Mannschaft.“