Beendet Porsche sein werksseitiges Engagement in der GTE-Kategorie der Langstrecken-WM? Offenbar erwägt Manthey-Racing, sein Programm nicht fortzusetzen. Proton Competition erteilte als alternative Einsatzmannschaft eine Absage. Richtet der Weissacher Hersteller seinen Fokus auf den GT3-Sport?
Derzeit ist Porsches werkseitiges Engagement in der GTE-Pro-Klasse der Langstrecken-WM noch mit einigen Fragezeichen markiert. Bislang äußerte sich der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen noch nicht zu seinen Zukunftsplänen, jedoch drang wiederholt die Nachricht an die Öffentlichkeit, die Einsatzmannschaft von Manthey-Racing aus Meuspath wolle ihr Programm nicht fortführen.
Folglich würde fortan an keine Porsche-Delegation mehr in der GTE-Pro-Klasse antreten. Zwar zog Proton Competition einen Aufstieg in die professionelle Liga in Betracht, legte das Vorhaben aber wieder ad acta. Teamchef Christian Ried bestätigt gegenüber Sportscar365, dies stelle aufgrund der immensen Kosten keine Option dar. Stattdessen werde Proton Competition neuerlich mit zwei Neunelfern in der GTE-Am-Liga starten.
Voraussichtlich verkündet Porsche sein Programm für die nächstjährige Saison wieder bei der Night of Champions in Weissach. Über die Gründe, warum Manthey-Racing auszusteigen gedenkt, kann im Augenblick nur spekuliert werden. Eine Möglichkeit: Die Entwicklung des neuen GT3-Sportwagens auf 991-Basis befindet sich mittlerweile im Endstadium. Einen ersten Probeeinsatz absolvierte Porsche schon beim vorletzten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft.
Als Einsatztruppe fungiert ebenfalls Manthey-Racing, welche dementsprechend das Debüt auf der Nürburgring-Nordschleife leitete. Höchstwahrscheinlich beabsichtigt Porsche überdies, sich bei den renommierten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps der Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes-AMG zu stellen. Allerdings müssen noch finale Entwicklungsschritte getätigt werden. Denn beim Erstauftritt verwendete Porsche das Triebwerk des Vorgängers.

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