Der ACO betrachtet den Terminkonflikt zwischen dem Großen Preis von Aserbaidschan und den 24 Stunden von Le Mans als Provokation seitens Bernie Ecclestone. „Es ist ein offensichtlicher Angriff auf uns und dieses Rennen“, äußerte sich WM-Geschäftsführer Gérard Neveu. Insbesondere die Fans seien die Leidtragenden.
Die Terminüberschneidung zwischen dem Grand Prix in Baku und den 24 Stunden von Le Mans hat eine kontroverse Debatte entfacht. Der Planungskonflikt beschäftigt auch den ACO. Die Veranstalter der Langstrecken-WM bewerten die Entscheidung des Organisatorengespanns um Bernie Ecclestone gar als Provokation. „Es ist ein offensichtlicher Angriff auf uns und dieses Rennen“, äußerte sich WM-Geschäftsführer Gérard Neveu gegenüber Autosprint.
Zudem tadelt Neveu die Vorgehensweise der FIA, welche dies hätte verhindern sollen. Schließlich habe es ein Gentlemen’s Agreement zwischen den Verantwortlichen geben, wonach Formel 1 und Le Mans nicht an einem Wochenende stattfinden sollen. „Ecclestone macht nichts ohne Hintergedanken“, meint Neveu. „Es ist schade, weil man damit F1-Stars die Möglichkeit nimmt, an einem Rennen teilzunehmen, das nach wie vor das wichtigste der Welt ist.“
Zwar hege Neveu keinerlei Bedenken hinsichtlich der Entwicklung der Traditionsveranstaltung im Département Sarthe, aber er bedaure die Terminkollision für die Liebhaber des Sports. „Ich bin nicht besorgt über Le Mans, aber es ist eine Enttäuschung für die Fans. Denn ich denke, es hat ihnen gefallen, Formel-1-Fahrer zu sehen – wie es früher einmal war“, fügt Neveu hinzu. „Letztlich leiden die Fans darunter.“
Folglich ist auch Nico Hülkenberg als diesjähriger Sieger des Langstreckenrennens an der Sarthe außerstande, seinen Titel in der nächstjährigen Saison zu verteidigen. Gleichwohl hält sich der Force-India-Pilot die Option offen, in Le Mans zu starten, falls die FIA den Kalender abermals modifiziert. Porsche hofft indes ebenfalls auf eine neuerliche Terminverschiebung, um Hülkenberg eine neuerliche Teilnahme zu ermöglichen.

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