Porsche hofft auf weitere Änderungen im Formel-1-Kalender, um Nico Hülkenberg eine weitere Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans zu ermöglichen. Derzeit kollidiert das Langstreckenrennen an der Sarthe mit dem Grand Prix in Baku. Eine möglicher Ersatz könnte mittels des Rookie-Tests rekrutiert werden.
Trotz des Terminkonfliktes mit dem Großen Preis von Aserbaidschan sieht Porsche keine Veranlassung, den Fahrerkader für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans eilfertig zu modifizieren. Stattdessen hofft die Weissacher Werksmannschaft auf neuerliche Korrekturen im Formel-1-Kalender, die eine Überschneidung zwischen dem Traditionsrennen an der Sarthe und der Veranstaltung in Baku abwenden würden.
Denn im Augenblick müsste Nico Hülkenberg auf eine Teilnahme verzichten, womit der Force-India-Pilot seinen Titel nicht verteidigen könnte. „Wir erlebten in diesem Jahr eine späte Änderung des F1-Kalenders“, erklärt Teamchef Andreas Seidl gegenüber Autosport. „Und wir hoffen, dass es ebenso Änderungen für die nächste Saison geben wird. Wir müssen es abwarten und uns nach Alternativen umsehen. Aber es bricht keinerlei Hektik aus. Denn der Rest der Besatzung ist fixiert.“
Derweil räumte Hülkenberg selbst seinem Engagement in der Formel 1 Priorität ein. „Ich habe meine Verpflichtungen in der Formel 1“, äußerte sich Hülkenberg in Sotschi gegenüber verschiedenen Medienvertretern. „Das ist meine Haupttätigkeit, mein Hauptziel.“ Falls es die Gegebenheiten ermöglichen, wolle der diesjährige Le-Mans-Sieger allerdings wieder im Département Sarthe antreten.
Indes trifft Porsche dennoch Vorkehrungen, um nötigenfalls einen Personalwechsel für das Langstreckenrennen im Nordwesten Frankreichs vorzunehmen. Daher nimmt der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen zum Saisonende an der Rookie-Probefahrt der LMP1-Hersteller in Bahrain teil. Mittlerweile haben FIA und ACO auch die Fahrer für den Nachwuchstest kommuniziert: Sam Bird, Mitch Evans und Richie Stanaway.

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