In einem turbulenten Samstagsrennen auf dem Hockenheimring hat Yaco Racing seinen ersten ADAC-GT-Masters-Sieg ertrotzt. Zuvor vertagte wiederum eine Kollision zwischen dem Team Zakspeed und Schütz Motorsport die Titelentscheidung. Obendrein führte ein schwerer Unfall zu einer Rotunterbrechung.
Yaco Racing hat im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters errungen. In einer tumultuarischen Anfangsphase eroberte Startfahrerin Rahel Frey die Führung, sodann wehrte Stallgefährte Philip Geipel im Endspurt eine Bentley-Offensive ab. Beim Zieleinlauf behauptete das Audi-Gespann aus Plauen letzten Endes einen beinahe viersekündigen Vorsprung.
Folglich sicherten Fabian Hamprecht und Clemens Schmidt ihrer Mannschaft von HTP Motorsport den Silberrang. Die Stallgefährten Tom Dillmann und Luca Stolz fielen dagegen einem Brand anheim. Von der Poleposition begonnen, verteidigte Stolz vorderhand die Spitzenposition, ehe Rauchentwicklung die Fahrt beendete. Als der britische Nobelsportwagen obendrein Flammen fing, schritten die Löschkräfte umgehend zur Tat.
Das Siegertreppchen komplettierte wiederum C. Abt Racing. Dank eines raschen Boxenbesuchs beförderten sich Vorjahresmeister Kelvin van der Linde und Stefan Wackerbauer auf Platz drei. Bedingt durch eine konservative Vorgehensweise beim Pflichtstopp, fiel Schubert Motorsport dagegen auf den vierten Rang zurück. Während der ersten Halbzeit bewegte sich BMW-Spezialist Bruno Spengler noch auf Podiumskurs.
Kollision vertagt Titelentscheidung, schwerer Unfall sorgt für Rot
Dennoch wahrt Stallgefährte Dominik Baumann somit seine Meisterschaftschancen. Der Rückstand auf die Tabellenführer Sebastian Asch und Luca Ludwig: neunzehn Punkte. Allerdings vertagte bereits eine Kollision zu Anfang die Titelentscheidung. Denn ausgerechnet AMG-Pilot Asch kollidierte nach einem Verbremser in der Einfahrt zur Parabolika-Kurve mit Porsche-Rivale Christian Engelhart.
Sowohl der weiß-blaue Mercedes-Benz-Flügeltürer als auch der gelb-schwarze Porsche-Neunelfer trugen Beschädigungen davon, weshalb das Team Zakspeed und Schütz Motorport den Wettstreit im badischen Motodrom anschließend nicht fortsetzen konnten. Somit büßte Stammfahrer Klaus Bachler – an diesem Wochenende seitens Engelhart unterstützt – sämtliche Erfolgsaussichten im Meisterschaftskampf ein.
Obendrein verursachte zuvor ein schwerer Unfall eine Rotunterbrechung. Im Tumult der ersten Kurve verlor Niklas Mackschin die Kontrolle über sein BMW-Gefährt und schlug infolgedessen vehement in die Leitplanke ein. Glücklicherweise verließ der ADAC-GT-Masters-Debütant das Wrack unverletzt. Nach einer zehnminütigen Zwangspause erfolgte schließlich der Neustart hinter dem Sicherheitsfahrzeug.
Callaway Competition gelingt Galavorstellung
Eine Galavorstellung leistete unterdessen Callaway Competition. Obwohl Andreas Wirth ein Dreher während der Startphase des ersten Durchgang ans unter Ende des Klassements degradierte, kämpfte sich die Corvette-Equipe infolge einer beispiellosen Aufholjagd zurück in die Spitzengruppe. Kollege Daniel Keilwitz kreuzte den Zielstrich schlussendlich auf dem fünften Platz – in Schlagdistanz zu Baumann.
Sechste wurden Edward Sandström und Daniel Sandström von MS Racing. Damit rangen die Audi-Mannen in Orange die Rückkehrer von Lambda Performance nieder. Obgleich das Erbenheimer Gespann zu Beginn attackierte, sich gar in Reichweite zum Spitzenreiter manövrierte, gerieten Frank Kechele und Nicolas Verdonck letztlich ins Hintertreffen. Ergebnis der Ford-GT-Rückkunft: Position sieben.
Andreas Weishaupt reüssiert in der Herrenfahrerwertung
Dahinter sortierten sich Jordan Lee Pepter und Nicki Thiim ein, welche für C. Abt Racing im Einsatz sind. Molitor Racing belegte indes den neunten Platz. Am Nissan-Lenkrad: Florian Strauß und Marc Gassner. In der Herrenfahrerwertung herrschte vor dem Finale noch Punktegleichstand, ein Klassensieg verschaffte Audi-Fahrer Andreas Weishaupt, welcher mit der Hilfe von Christer Jöns Gesamtzehnter wurde, allerdings die bessere Ausgangslage für die morgige Endrunde.
Die allerletzte Begegnung der diesjährigen ADAC-GT-Masters-Saison startet am Sonntagmittag turnusgemäß um 13.15 Uhr. Das obligatorische Warm-up um neun Uhr ermöglicht den Protagonisten nach dem turbulenten Samstagslauf noch einmal letzte Feinabstimmungen vorzunehmen.

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