Trotz Unfall beim Debüt in Spa-Francorchamps: Jürgen Alzen Motorsport plant weitere Einsätze in der International GT Open. Beim Erstauftritt am vergangenen Wochenende bereitete vorderhand die Abstimmungsarbeit noch Schwierigkeiten, ehe im Samstagsrennen ein Verbremser ein Fortkommen verhinderte.
Obwohl das Debüt in Spa-Francorchamps vorzeitig mit einem Unfall endete, plant Jürgen Alzen Motorsport dennoch weitere Einsätze in der International GT Open. „Auch wenn man dieses Wochenende alles andere als erfolgreich bezeichnen kann, so würde ich in dieser Serie sehr gerne an weiteren Rennen teilnehmen“, meint Teamchef Jürgen Alzen auf seiner Facebook-Seite, der nochmals gegen die „Cracks“ der europäischen Serie antreten wolle.
Zudem möchte Alzen weitere Erfahrungen in der International GT Open sammeln. „Denn ich lerne doch nie aus“, feixt der Leiter der Ford-GT-Mannschaft. Zu Anfang bereitete jedoch die Abstimmungsarbeit aufgrund der Reifen diverse Schwierigkeiten. „In den ersten Runden stellte sich heraus, dass wir ein massives Untersteuern haben, der Wagen lenkte einfach nicht ein“, berichtet Alzen von seinen ersten Umläufen auf dem Ardenner Traditionskurs.
In der Qualifikation beeinträchtigen obendrein Regenschauer den Ablauf. Letzten Endes genügte Alzens flottester Umlauf auf dem Circuit de Spa-Francorchamps für Platz neun. Auf abtrocknendem Asphalt erreichte Alzen im zweiten Qualifikationssegment wiederum den zehnten Rang. „Das ist unterirdisch“, räumte der Ford-Fahrer nach dem Zeitfahren im Ardenner Wald nichtsdestotrotz ein.
Alzen: „Mehr war nicht drin“
Im Samstagsrennen zeitigten die Modifikationen am Set-up des Sportwagens allerdings Ergebnisse – dennoch konkurrierte Alzen noch nicht auf Augenhöhe mit der etablierten Konkurrenz. „Bis zur Rennmitte hielt ich mich auf P9, mehr war nicht drin“, fasst Alzen den ersten Einsatz in der International GT Open zusammen. „Das Auto kann deutlich mehr, aber ich setzte es einfach noch nicht um.“
Als es zu regnen begann, agierte Alzen jedoch zu übermütig. Beim Anbremsen der Les-Combes-Kurvenkombination verlor er die Kontrolle über seinen Ford GT. „Trotz der nur fünfundvierzig Kilogramm Bremskraft geht meine hintere Bremse leicht ins ABS, jedoch blockieren die Hinterräder durch die zusätzliche Bremskraft des Motors beim Runterschalten ganz leicht – für einen Sekundenbruchteil“, schildert Alzen. „Aber das reichte vollkommen aus, meine Hinterachse quer gehen zu lassen. Auch ein Gegenlenken konnte den Einschlag nicht mehr verhindern.“
Aufgrund des Einschlags war Jürgen Alzen Motorsport nicht in der Lage, den Ford GT vor Ort zu reparieren. Daher war die Truppe gezwungen, die Premiere in der International GT Open aufzugeben. „Wenn das Ding nicht so extrem verbogen wäre, hätten wir sicher repariert“, meint Alzen. „Doch so blieb uns nur, die Heimreise vorzeitig anzutreten.“ Was er am wenigsten vermisst habe: „Code 60.“

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