Bereits die zweite Teilnahme mit Lexus zeitigte für Farnbacher Racing Erfolg: Silber beim VLN-Halbzeitrennen. Gestartet von Rang fünf, beförderten sich die Brüder Mario und Dominik Farnbacher vorübergehend sogar in Führung. „Wir sind vollkommen sprachlos und überglücklich“, jubelte Hannes Gautschi.
Farnbacher Racing hat beim VLN-Halbzeitlauf ein erstes Etappenziel erreicht: Die Lexus-Entwicklungsmannschaft errang die Silbertrophäe. Damit glückte dem Brüderduo Mario und Dominik Farnbacher gleichsam ein historischer Erfolg. Denn erstmals seit Ende der siebziger Jahre erzielte ein asiatischer Konstrukteur ein Podiumsergebnis. „Wir sind vollkommen sprachlos und überglücklich“, jubelte Hannes Gautschi von der Schweizer Niederlassung der Toyota-Edelmarke.
Bereits in der Qualifikation schuf Farnbacher Racing die Basis für den Erfolg beim Barbarossapreis auf der Nürburgring-Nordschleife. Nach der schnellsten Umrundung des Eifelaner Traditionskurses stoppte die Uhr bei 8:14,314 Minuten, womit sich die Lexus-Delegation den fünften Platz in der Startaufstellung sicherte. „Meine Runde war frei und nahezu perfekt, das Auto funktioniert tadellos“, rapportierte Mario Farnbacher nach dem Zeitfahren.
Im Renne manövrierte sich Familie Farnbacher vorübergehend sogar in Führung – bedingt durch die verzögerten Tankstopp. „Mein Stint hat richtig viel Spaß gemacht“, berichtete Mario Farnbacher, welcher während der Anfangsphase am Steuer des RC-F-Sportwagen hantierte. „Das Auto ist konstant schnell zu fahren und sehr zuverlässig.“ Dank einer konstanten Leistung überquerte Farnbacher Racing die Ziellinie schließlich an zweiter Stelle.
Gautschi: „Dieses Ergebnis ist der verdiente Lohn“
Damit reüssierte Farnbacher Racing bereits beim zweiten Einsatz mit Lexus in der Vulkaneifel. „Dieses Ergebnis ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Wochen und zeigt, dass wir mit unserem Lexus RC-F GT3 schon heute konkurrenzfähig sind“, bilanziert Gautschi. Einziger Zwischenfall: eine kleine Berührung mit der Konkurrenz von Phoenix Racing, die aber keinerlei Konsequenz nach sich zog.
Dementsprechend herrscht Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft. „Wir sind super zufrieden mit dem zweiten Gesamtplatz“, fasst Teamchef Dominik Farnbacher zusammen. „Das ist viel mehr, als wir erwartet haben. Wir wollten immer unter die Topten, aber damit haben wir nicht gerechnet. Das Auto ist schließlich immer noch ein Prototyp. Aber der Lexus fährt super, ist zuverlässig, und vor allem die Zweikämpfe haben richtig Spaß gemacht.“
Einziger Wermutstropfen bei Lexus: Emil Frey Racing vermeldete bereits nach der Qualifikation einen Unfall in der Passage Schwalbenschwanz. Die zweite Einsatztruppe des japanischen Herstellers war außerstande, den Renner zu reparieren. Daher mussten sich Lorenz Frey, Markus Oestreich und Jordan Tresson zurückziehen. „Der Verlust des Schwesterautos ist schmerzhaft“, räumt Gautschi ein, der daraufhin seine Hoffnung auf Farnbacher Racing setzte.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.