Zeltweg: Jota Sport triumphiert im Schatten der Alpen

43

Simon Dolan darf ein perfektes Wochenende seiner Mannschaft in den österreichischen Alpen bejubeln. Mit einer fehlerfreien Leistung setzte sich Jota Sport an die Spitze der ELMS-Tabelle. In den beiden GT-Klassen triumphierte Ferrari durch Formula Racing und AF Corse in Zeltweg.

Harry Tincknell, Filipe Albuquerque und Simon Dolan haben den Wertungslauf der Europäischen Le-Mans-Serie auf dem ehemaligen Österreichring souverän gewonnen. Von der Poleposition gestartet, dominierte Albuquerque die Anfangsphase. Trotz zweier Safety-Car-Phasen innerhalb der ersten Stunde fand die Konkurrenz keinen Weg vorbei. Der Audi-Werkspilot konnte sich stets in kürzester Zeit von seinen Verfolgern absetzen.

Tabellenführer TDS Racing musste sich hingegen mit den Widrigkeiten des Vier-Stunden-Rennens herumschlagen. Lediglich von Rang vier losgefahren, mussten sich Ludovic Badey, Pierre Thiriet und Tristan Gommendy den zweiten Rang hart erkämpfen. Während der fünften und letzten Safety-Car-Phase entschied sich das Oreca-Gespann für einen Boxenstopp, allerdings fuhr Gommendy bei roter Ampel zurück auf den Kurs. Dafür gab es eine Stop-and-Go-Strafe.

Dennoch konnte das Trio SMP Racing rund um Kirill Ladygin, Anton Ladygin und Mihail Aleshin auf Distanz halten. Die Russen profitierten von einer Strafe gegen Greaves Motorsport mit Jon Lancaster, Björn Wirdheim und Gary Hirsch. Durch den Sieg liegt Jota Sport nun in der Gesamtwertung hauchdünn vor TDS Racing.

In der GTE-Klasse setzte sich der rein dänisch besetzte Ferrari von Formula Racing gegen die Markenkonkurrenz aus dem AF-Corse-Imperium durch. Mikkel Mac entriss Matthew Griffin auf den letzten Metern den ersten Rang. Griffins Auto konnte das Rennen dennoch als Erfolg verbuchen, da sich die Besatzung aus dem Iren und Aaron Scott sowie Duncan Cameron vom letzten Startplatz nach vorn kämpfte.

Auch bei den GTC darf sich Ferrari über einen Siegerpokal freuen. AF Corse brachte das Auto der Polesitter rund um Francesco Castellaci über die Distanz. TDS Racing verlor die zwischenzeitlich deutliche Führung bei einem Ausflug ins Kiesbett und wurde dadurch Zweiter. In der LMP3-Kategorie kamen Chris Hoy und Charlie Robertson am wenigsten beschadet davon. Die Mitbewerber wurden mehrfach von der Rennleitung zu diversen Strafen zitiert.