Beim ADAC-GT-Masters-Samstagslauf haben Jens Klingmann und Dominik Baumann einen souveränen Taktiksieg für Schubert Motorsport errungen. Stallgefährte Uwe Alzen verlor wiederum auf der Zielgerade den Silberrang an Andreas Simonsen. Zuvor verursachte eine Ölspur eine einstündige Zwangspause auf dem Lausitzring.
Schubert Motorsport hat im Samstagsrennens des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring den Erfolg für sich reklamiert. Nach einer einstündigen Rotunterbrechung bezogen Jens Klingmann und Dominik Baumann zunächst die Position der Verfolger, während des obligatorischen Boxenstopps taktierte sich das BMW-Gespann allerdings in Führung. Fortan steuerte das Duo einem ungefährdeten Laufsieg entgegen.
Obendrein war Schubert Motorsport im Begriff, einen Doppelerfolg davonzutragen. Allerdings büßten Uwe Alzen und Claudia Hürtgen buchstäblich auf der Zielgerade den Silberrang ein. Stattdessen erfocht HP Racing den zweiten Platz auf dem Stockerl. Gestartet von Position sechs, arbeiteten sich Harald Proczyk und Andreas Simonsen mit einer offensiven Vorgehensweise sukzessive im Klassement empor.
In der Schlussphase entbrannte letztlich ein Zweikampf zwischen BMW-Werksfahrer Alzen und AMG-Kontrahent Simonsen, welcher seinen Vordermann massiv unter Druck setzte. Im letzten Umlauf wähnte sich Alzen sodann in Sicherheit, doch Simonsen attackierte abermals. Mit Erfolg. Die Widersacher fuhren Seite an Seite über die Start-Ziel-Gerade. Beim Erblicken des schwarz-weiß karierten Tuches betrug die Differenz nur neununddreißig Tausendstelsekunden.
Ölspur sorgt für einstündige Rotunterbrechung
Die Markenkollegen des Teams Zakspeed beendeten den Wettstreit in der Niederlausitz an vierter Stelle. Das Mercedes-Benz-Doppel Sebastian Asch und Luca Ludwig behauptete sich somit gegenüber Schütz Motorsport. Zwar starteten Martin Ragginger und Klaus Bachler von der Poleposition, aber schlussendlich mussten das Porsche-Ensemble mit Platz fünf in der Endabrechnung vorliebnehmen.
Zu Anfang verwandelte Neunelfer-Spezialist Ragginger seine Ausgangslage vorderhand in die Spitzenposition, aber ein Zwischenfall beim Start führte zu einer Unterbrechung, die fast eine Stunde andauerte. In der ersten Kurven kollidierte Patrick Assenheimer von Callaway Competition mit Stefan Wackerbauer, der seinen Audi-Sportwagen daraufhin an die Box schleppte. Die Konsequenz: Wackerbauer verteilte über die gesamte Strecke eine Ölspur.
Nach einer Safety-Car-Phase fassten die Verantwortlichen letzten Endes den Entschluss, das Sprintrennen mit der roten Flagge zu unterbrechen. Ferner verkürzte die Rennleitung den Wettbewerb auf vierzig Minuten. Bei der Wiederaufnahme des Rennens verteidigte Ragginger seinen Führungsrang erneut, musste sich aber bereits den beherzten Angriffen Daniel Dobitschs von MS Racing erwehren.
MS Racing fällt mit technischem Problem aus
Schütz Motorsport traf jedoch die Entscheidung, den Pflichtstopp hinauszuzögern, wodurch die Porsche-Mannschaft den ersten Platz verloren. Zudem war Bachler nicht imstande, das Tempo der Konkurrenz mitzugehen. Derweil zwang ein technisches Problem die Truppe von MS Racing zur Aufgabe. Kämpfte Dobitsch noch um vordere Positionen, konnte Audi-Stallgefährte Edward Sandström keinen Gang mehr einlegen.
Indes sicherten HTP Motorsport und Bentley die Plätze sieben und acht. Intern bezwangen Jereon Bleekemolen und Luca Stolz ihre Markenkollegen Fabian Hamprecht und Clemens Schmid. In der Herrenfahrerwertung siegte Jakub Knoll von Šenký? Motorsport, der sich das BMW-Lenkrad mit Lennart Marioneck teilt. In der Gesamtwertung erreichten die BMW-Piloten das Ziel als Zwölfte – vor dem direkten Rivalen Remo Lips von RWT Racing.
In der Tabelle führen weiterhin die Zakspeed-Athleten Asch und Ludwig, die ihr Punktekonto auf 121 Zähler erhöht haben. Dahinter verharrt Porsche-Mitstreiter Bachler mit 91 Punkten. Der zweite Wertungslauf auf dem Lausitzring findet am Sonntagmittag statt – ebenfalls um zwölf Uhr. Zuvor ermöglicht den Protagonisten ein viertelstündiges Warm-up, letzte Vorbereitungen für den zweiten Durchgang zu treffen.

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