Nissan hat sich in der Qualifikation zu den 24 Stunden von Le Mans bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Nun wurden die drei Rennwagen des japanischen Herstellers auch noch in der Startaufstellung zurückversetzt. Der Grund: Keiner der Nismo GT-R LM blieb in der Qualifikation innerhalb der 110-Prozent-Regel.
Beim Start zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans müssen die Fahrer der drei Nissan Nismo GT-R LM die Armada des LMP2-Feldes von hinten betrachten. Da es keiner der Nissan-Piloten geschafft hat, innerhalb einer Zeit von 110 Prozent hinter der Bestzeit des Porsche-Fahrers von Neel Jani zu bleiben, hat der ACO diese Strafe heute ausgesprochen. Nur ein LMP2 wird hinter den Japanern starten. Bei Ibanez Racing haben nicht alle Fahrer die Mindestanzahl an Runden absolviert.
Nissans Motorsport-Chef Darren Cox glaubt aber weiterhin, dass sich seine Mannschaft noch verbessern wird. „Immer, wenn wir am Wagen etwas verändern, werden wir schneller“, so der Brite gegenüber den Kollegen der britischen Autosport. „Harry war auf einer 3:35er-Runde, als er durch gelbe Flaggen gebremst wurde. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir im Rennen bei guten Bedingungen eine 3:30 Minuten als schnellste Runde schaffen.“
Cox erklärte weiterhin, dass er nicht über die Performance bei der Qualifikation enttäuscht sei. „Wir haben einen großartigen Fortschritt gemacht und werden dies weiterhin tun“, meint der Nissan-Chef.
All dies sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Rückversetzung für Nissan mehr als peinlich ist. Vor dem Aufeinandertreffen an der Sarthe versprach Cox großmundig, man sei deutlich schneller als die Boliden der LMP2-Klasse. Tatsächlich war der beste Nissan gerade gut eine Sekunde schneller, als der Oreca 05 der KCMG-Truppe auf der Poleposition der kleinen Prototypenkategorie.
Die Startfahrer Lucas Ordoñez, Harry Tincknell und Jann Mardenborough werden das Rennen von den Startplätzen dreißig, einundreißig und zweiunddreißig in Angriff nehmen.

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