GTE-Am in Le Mans: Vielfalt bei den Herrenfahrern

Die unterste Klasse der 24 Stunden von Le Mans bildet die Amateurwertung auf Basis der GT-Endurance-Kategorie. Fünf Hersteller kämpfen um die Krone des Langstreckensports, darunter bekannte langjährige Teilnehmer, aber auch neue Herausforderer aus Amerika und Asien.

Die unterste Klasse der 24 Stunden von Le Mans bildet die Amateurwertung auf Basis der GT-Endurance-Kategorie. Fünf Hersteller kämpfen um die Krone des Langstreckensports, darunter bekannte langjährige Teilnehmer, aber auch neue Herausforderer aus Amerika und Asien.

Mit vierzehn Teilnehmern ist die Herrenfahrerwertung der GTE-Kategorie zahlenmäßig leicht stärker besetzt als das Pendant für professionelle Mannschaften. Lediglich ein mit Gold oder Platin gewerteter Pilot darf in einem Wagen der LMGTE-Am-Klasse genannt sein. Darunter sind aber auch renommierte Fahrer wie Jeroen Bleekemolen, Pedro Lamy und Patrick Long.

Die Favoriten: Aston Martin

Aus der Historie heraus ist Aston Martin der Favorit auf den erneuten Klassensieg. Im vergangenen Jahr holte der sogenannte „Dane-Train“ für die Briten die Kohlen aus dem Feuer. David Heinemeier Hansson, Kristian Poulsen und Nicki Thiim siegten zwei Runden vor Proton Competition. In dieser Saison ist der rein dänisch besetzte V8-Sportwagen aber in die Pro-Wertung aufgestiegen.

Die Nachfolge des im Jahr 2014 dominanten Trios, die mit vier Saisonsiegen folgerichtig Langstrecken-Weltmeister wurden, haben Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda angetreten. Die drei Athleten konnten bereits beide Rennen der diesjährigen Saison in Silverstone und Spa-Francorchamps gewonnen. Damit haben die eindeutig die besten Chancen, auch an der Sarthe den Siegerpokal in Empfang nehmen zu dürfen.

Die Herausforderer: Ferrari und Corvette

Auf den Verfolgerplätzen der besagten beiden Rennen dieses Jahres landeten Fahrzeuge von AF Corse, gesteuert durch François Perrodo, Emmanuel Collard und Ruí Aguas, und dem Satellitenteam SMP Racing mit Victor Shaytar, Andrea Bertolini und Aleksei Barsov am Volant. Da Ferrari in Le Mans traditionell stark ist, werden diese fahrerisch solide besetzten Mannschaften ein Wort um den Klassensieg mitreden.

Daneben darf man die Corvette von Larbre Compétition nicht vergessen. Vorjahressieger Kristian Poulsen ist zu den Franzosen gewechselt und zeigte sich gemeinsam mit den italienischen Routiniers Gianluca Roda und Paolo Ruberti mehrfach an der Spitze der Klasse – das Glück war ihnen bisher aber nicht hold. Auch die Zweitplatzierten der vergangenen Ausgabe von Proton Competition – Christian Ried, Khaled Al-Qubaisi und Klaus Bachler – habenAmbitionen auf das Podest.

Die Geheimtipps: Dodge Viper und Porsche

Eine Unbekannte wird die amerikanische Riley-Truppe mit ihrer Dodge Viper sein. Die Equipe tritt erstmals an der Sarthe an, nachdem die Werksmannschaft SRT im vorletzten Jahr einen wenig erfolgreichen Anlauf unternommen hatte. Auf der Fahrerseite kann Bill Riley auf die Dienste von Jeroen Bleekemolen vertrauen, der schon jedes Auto auf Siegkurs bringen konnte. Daneben sitzt USCC-Saisonpilot Ben Keating sowie CTSC-Pilot Marc Miller – dort bewegt er ebenfalls eine Viper.

Ferner kann die USCC-Konkurrenz Scuderia Corsa für eine Überraschung sorgen. Stets im Kampf um die GTD-Klassensiege sind William Sweedler und Townsend Bell zu finden. Verstärkt werden sie durch Jeffrey Segal, der im vergangenen Jahr die 24 Stunden von Daytona gewinnen konnte.

Von der Tagesform abhängig ist das Abschneiden von Patrick Dempsey. Der Schauspieler hatte in Großbritannien und Belgien mit Anlaufschwierigkeiten im Porsche 911 RSR zu kämpfen. Ihm zur Seite steht aber Porsche-Werkspilot Patrick Long und der Deutsche Marco Seefried. Ebenfalls ein Fragezeichen steht hinter dem Team AAI. In Europa ein unbeschriebenes Blatt trägt sich die taiwanische Mannschaft in Asien regelmäßig in die Siegerlisten ein. Jun-San Chen und Han-Chen Chen konnten aber Xavier Maassen, Gilles Vannelet und Mike Parisy als Verstärkung gewinnen.

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