Le Mans: Porsche erzielt absolute Bestzeit am Nachmittag

Bei der traditionellen Le-Mans-Einstellfahrt hat Porsche letzen Endes die Tagesbestzeit erzielt. Allerdings wahrte Audi den Kontakt zur Konzernschwester. Auch während der zweiten Sitzung beeinträchtige wechselhaftes Wetter den Trainingsbetrieb. Frappant: Nissan erreichte die höchste Geschwindigkeit auf der Hunaudières-Geraden.

Bei der traditionellen Le-Mans-Einstellfahrt hat Porsche letzen Endes die Tagesbestzeit erzielt. Allerdings wahrte Audi den Kontakt zur Konzernschwester. Auch während der zweiten Sitzung beeinträchtige wechselhaftes Wetter den Trainingsbetrieb. Frappant: Nissan erreichte die höchste Geschwindigkeit auf der Hunaudières-Geraden.

Auch am Nachmittag hat wechselhaftes Wetter die Vorbereitungen beim traditionellen Le-Mans-Test erschwert. Regenschauer und Trockenphasen lösten einander unentwegt ab. Der Porsche-Werksmannschaft glückte es bei diesen Bedingungen, im geeigneten Augenblick die raschestes Rundenzeit auf dem Circuit de la Sarthe zu erzielen. Ein Umlauf binnen 3:21,061 Minuten genügte Brendon Hartley, um Platz eins im Gesamtklassement zu behaupten.

Damit nahm Porsche gegenüber dem ersten Durchgang eine knapp einsekündige Verbesserung vor. Letzten Endes war der Konstrukteur aus Stuttgart-Zuffenhausen gar imstande, eine Doppelführung zu formieren. Nicholas Tandy trennten allerdings 1,261 Sekunden von seinem internen Kontrahenten. Stallgefährte Romain Dumas sortierte sich wiederum mit einem Rückstand von 2,118 Sekunden an fünfter Stelle ein. 

Widerpart und Konzernschwester Audi beanspruchte hingegen die Ränge drei, vier und sechs. Im innerbetrieblichen Dreikampf platzierte sich Benoît Tréluyer in Front, dem allerdings 1,495 Sekunden zur Bestmarke fehlten. Dahinter ordneten sich Loïc Duval (+1,941 Sekunden) und Filipe Albuquerque (+2,314 Sekunden) ein. Derweil verkürzte Toyota den Abstand zum Klassenprimus geringfügig: Kazuki Nakajima lag 4,260 Sekunden zurück. 

Nissan erreicht höchste Geschwindigkeit auf der Hunaudières-Geraden 

Angesichts der obwaltenden Witterungsverhältnisse erlauben die Resultate allerdings nur bedingt einen Rückschluss auf das tatsächliche Kräfteverhältnis der Hersteller. Allein die Tagesbestzeit illustriert dies: Zwar hat Porsche die letztjährige Toyota-Bestzeit aus der Qualifikation um zirka sieben Zehntelsekunden unterboten, aber die durchschnittliche Verbesserung um drei bis vier Prozent auf den anderen Pisten deutet auf ein eminentes Steigerungspotenzial hin. 

Und Nissan? Der japanische Autobauer haderte einerseits mit der Elektronik, agierte andererseits chancenlos gegenüber der Konkurrenz. Nismo-Werksfahrer Harry Tincknell kam nicht einmal über drei Minuten und fünfzig Sekunden hinaus. Bemerkenswert: Wider Erwarten erreichte der pazifische Prototyp die höchsten Geschwindigkeiten auf der Hunaudières-Geraden. Am Messpunkt betrugt das Tempo 336 Kilometer pro Stunde. 

Bei den Privatiers war neuerlich Rebellion Racing obenauf. Nicolas Prost meisterte den Traditionskurs im Département Sarthe innerhalb von 3:33,958 Minuten, womit sich der ehemalige Formel-1-Testpilot im Vergleich zum Vormittag nicht verbesserte. In der LMP2-Kategorie dominierte unterdessen die Oreca-Sektion, wobei sich Murphy Prototypes mit dem 03-R-Jahreswagen gegenüber TDS Racing mit dem 05-Sportwagen durchsetzte. 

ELMS-Mannschaften dominieren LMP2-Wertung

In der Endabrechnung platzierte sich somit Karun Chandhok an vorderster Stelle, wozu eine Bestleistung von 3:42,405 Minuten ausreichte. Sein Markenkollege Tristan Gommendy verzeichnete wiederum einen Rückstand von 0,939 Sekunden, der sich damit um einen Wimpernschlag vor Jota Sport einsortierte. Denn Oliver Turvey klassierte sich weitere fünfzehn Tausendstelsekunden dahinter. Folglich okkupierten drei ELMS-Rennställe die besten drei Plätze in der Liga der kleinen Prototypen. 

Indes katapultierte sich Aston Martin in der GTE-Pro-Division ans obere Ende des Tableaus. Darren Turner benötigte in seinem flottesten Durchgang 3:58,069 Minuten, um über die Kombination aus permanentem Rundkurs und temporärer Rennstrecke zu fahren. Damit bürdete der Prodrive-Fahrer seinem Corvette-Rivalen Tommy Milner insgesamt 1,090 Sekunden auf, Ferrari-Mitstreiter James Calado sogar 1,351 Sekunden. 

Auch in der GTE-Am-Klasse änderte sich die Konstellation zugunsten von Aston Martin. Auf der ersten Position reihte sich Pedro Lamy mit einer Bestzeit von 3:59,338 Minuten ein. Zweiter wurde Porsche-Lenker Adam Carroll von Gulf Racing. Die Differenz zum Vordermann: 1,870 Sekunden. Die LMP3-Kategorie führte Charlie Robertson im Ginetta-Nissan-Boliden dank einer 3:58,308 Minuten an.


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