Detroit: Chaosrennen auf der Belle Isle

Das USCC-Rennen auf der Belle Isle in Detroit bot alles für kurzweilige Unterhaltung. Durch drei Safety-Car-Phasen und unstetes Wetter kämpften sich Dane Cameron und Eric Curran zum Sieg. Teamkollege João Barbosa verlor dagegen noch den sicheren zweiten Rang mit Trockenreifen auf nasser Fahrbahn.

Das USCC-Rennen auf der Belle Isle in Detroit bot alles für kurzweilige Unterhaltung. Durch drei Safety-Car-Phasen und unstetes Wetter kämpften sich Dane Cameron und Eric Curran zum Sieg. Teamkollege João Barbosa verlor dagegen noch den sicheren zweiten Rang mit Trockenreifen auf nasser Fahrbahn.

Action Express Racing hatte den Doppelsieg schon fast in der Tasche – dann drehte sich João Barbosa in der letzten Runde. Seine Teamkollegen Eric Curran und Dane Cameron retteten jedoch die Ehre der in Detroit, in der Blickweite der Chevrolet-Büros, dominanten Mannschaft, während nach dem Zieleinlauf reihenweise Teilnehmer in der Bande landeten. Was war passiert?

Barbosa bestimmte die Anfangsphase des nur eine Stunde und vierzig Minuten dauernden USCC-Rennens. Dahinter schafften es die Konkurrenten, Curran eingeschlossen, auf gleichem Material von Corvette nur schwer den Anschluss zu halten. Damit mussten höhere Kräfte helfen, in dem Fall die erste Safety-Car-Phase. Sie wurde ausgelöst durch Ben Keating, der im Kampf mit Aston-Martin-Pilotin Christina Nielsen seine Viper in die Mauer bugsierte. Diese verlor daraufhin Teile auf dem Kurs.

So ging es für das gesamte Feld noch vor der Hälfte zum Boxenstopp. Gleichzeitig begann es auf Teilen der Belle Isle zu regnen, was Tom Kimber-Smith (PR1/Mathiasen Motorsports), Bruno Junqueira (RSR Racing) und Andy Lally (Magnus-Porsche) beim Neustart schon in der ersten Kurve zum Verhängnis wurde – das Safety Car durfte sofort wieder zurück auf den Kurs. An der Spitze hatte sich Jordan Taylor aber schon gegen seine Corvette-Markenkollegen mit einem sehenswerten Manöver durchgesetzt.

Die freie Sicht nutzte er anschließend kurz, doch zeigte seine Performance-Kurve nach unten. Hinter ihm hatte unterdessen Cameron die Action-Express-interne Hackordnung zu seinen Gunsten gedreht. Daher griff er nach der Führung und machte sich auf und davon. Barbosa musste dagegen hinter Taylor und damit vor Richard Westbrook auf das nächste Safety Car warten. Für dieses sorgte Taylor dann selbst, indem er Townsend Bell und seinen Ferrari von der Strecke schob. Dafür gab es konsequenterweise eine Durchfahrtsstrafe.

Auf Trockenreifen im Regen

Damit war, eigentlich, der Weg zum Doppelsieg für die Action-Express-Truppe bereitet – bis Petrus sich noch einmal ins Geschehen einschaltete. Kaum hatten die ersten Fahrer über große Regentropfen an ein paar Stellen berichtet, verlor der amtierende Titelträger Barbosa die Kontrolle über seine Corvette. Cameron fuhr dem Sieg entgegen, der Michael-Shank-Ligier erbte Platz zwei und Barbosa betrieb als Dritter Schadensbegrenzung.

Vom Chaos unbeeindruckt zeigten sich Mirco Schultis und Renger van der Zande in der Prototype Challenge. Mit einem fehlerfreien Rennen gewinnen die Starworks-Piloten vor der Konkurrenz von JDC/Miller Motorsports und Performance Tech Motorsports. Der Rest der Klasse verzeichnete Rundenrückstand.

Auch Alex-Job-Pilot Mario Farnbacher profitierte von den Ereignissen und Bedingungen. Mit einem frühen Boxenstopp manövrierte sich die Porsche-Truppe in Front und konnte sich beim Neustart vom GTD-Feld absetzen. Keating, anfangs ebenfalls an der Spitze, nahm sich selbst aus dem Rennen und Bell, nach dem Stopp hinter Farnbacher, wurde herausgeschoben – somit durfte der Deutsche in Ruhe Richtung Sieg fahren.

Dahinter wurde es nach dem Zieleinlauf noch einmal turbulent. Die GT-Renner überquerten als Letzte die Linie als es bereits stark regnete. Dadurch verlor unter anderem der Zweitplatzierte James Davison die Kontrolle über sein Gefährt. Er hatte sich aus dem Mittelfeld zurück aufs Podium gekämpft, nachdem Teamkollegin Nielsen einen starken Start fuhr. Christopher Haase brachte den Paul-Miller-Audi auf Rang drei.


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