USCC: Bentley prüft seine Optionen

Bei Bentley schweifen die Blicke gen Nordamerika. Ein USCC-Programm sei vorstellbar. Konkrete Pläne nennt der Traditionshersteller aus dem Vereinigten Königreich allerdings nicht. Prototyp oder GTLM? „Wir beobachten mit Interesse, wie sich das Reglement entwickelt“, erklärt Motorsportchef Brian Gush.

Bei Bentley schweifen die Blicke gen Nordamerika. Ein USCC-Programm sei vorstellbar. Konkrete Pläne nennt der Traditionshersteller aus dem Vereinigten Königreich allerdings nicht. Prototyp oder GTLM? „Wir beobachten mit Interesse, wie sich das Reglement entwickelt“, erklärt Motorsportchef Brian Gush.

Nach seinem Einstieg in den GT-Sport trägt sich Bentley mit dem Gedanken, sein Engagement in der Langstreckenbranche auszuweiten. Bei diesen Erwägungen schweifen die Blicke gen Nordamerika. Eine Option: die United SportsCar Championship. Daher schließt der britische Traditionshersteller, ein Programm in der Prototypenklasse nicht aus. „Wir beobachten mit Interesse, wie sich das Reglement entwickelt“, erklärt Motorsportchef Brian Gush gegenüber Sportscar365.

Im Augenblick sind die IMSA-Regelexperten allerdings noch im Begriff, die technischen Richtlinien für die Saison 2017 zu erarbeiten. „In Le Mans wissen wir mehr“, meint Gush. „Wir untersuchen, inwieweit dies eine Möglichkeit für uns darstellt. Die P1 ist aufgrund der größeren Budgets nicht wirklich eine Option. Und falls man in die Langstrecken-WM will, dann muss man letztlich in die P1.“

Ein naheliegender Alternative sei darum ein USCC-Projekt. „Falls man sich dafür entscheidet, nimmt man einen OEM-Motor und entwirft die Karosserie dergestalt, dass sie die seriennahe DNA oder Ähnlichkeiten aufweist“, schildert Gush die Vorgehensweise. Dies entspreche zu dem der Bentley-Philosophie, welche die Direktive des motorsportlichen Aktivitäten vorgebe, wonach der Konstrukteur schlichtweg seine Straßenfahrzeuge vermarkten wolle.

Alternative zum Prototyp: ein Continental GTLM

Ferner zieht Bentley gar in Erwägung, den Vier-Liter-V8-Twinturbo aus dem GT3-Sportwagen in einem potenziellen Prototyp zu verbauen. „In gedrosselter Form erreichen wir 600 PS und drehen den Motor auf über 7 000 Umdrehungen hoch“, merkt Gush an. „Falls dies zukünftig bei einem DP funktioniert, wäre dies die logische Wahl, weil es ein Motor ist, der aus einem Straßenfahrzeug stammt. Je mehr Verbindungen man zu dem Straßenfahrzeug herstellen kann, desto besser.“

Angesichts dieser Überlegungen drängt sich allerdings die Frage auf, inwieweit solch ein werksseitiges Engagement tatsächlich ein realistisches Vorhaben darstellt? Schließlich betätigt sich der Volkswagenkonzern bereits mit Audi und Porsche im Prototypensport. Genügt das Budget dennoch, um eine weitere Entwicklung zu stemmen? Fraglich. Außerdem stünde damit zur Diskussion, wer den Boliden fertigen soll. M-Sport?

Anstelle eines Programms im Prototypenbereich zieht Bentley überdies einen Start in der GTLM-Klasse in Betracht. Dieser Schritt wäre insofern naheliegend, als der Autobauer aus Großbritannien bereits über eine GT3-Basis verfügt. Somit wäre Bentley imstande, das Continental-Modell für den GTLM-Wettbewerb in der USCC-Meisterschaft umzurüsten. Ebendies, gedenkt auch BMW, Motorsport mit dem M6 GT3 zu tun.


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