Rob Huff: „Tausend Euro Studiengebühr für Rennfahrer“

Rob Huff spottet über die Nordschleifen-Zusatzlizenz. „Ich dachte stets, man kann Sicherheit nicht mit einem Preisschild versehen“, wettert der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister. Damit habe er sich jedoch geirrt. „Wie sich herausstellte, kann man Rennfahrern Studiengebühren in Höhe von tausend Euro auferlegen.“

Rob Huff spottet über die Nordschleifen-Zusatzlizenz. „Ich dachte stets, man kann Sicherheit nicht mit einem Preisschild versehen“, wettert der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister. Damit habe er sich jedoch geirrt. „Wie sich herausstellte, kann man Rennfahrern Studiengebühren in Höhe von tausend Euro auferlegen.“

Im Anschluss an das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat sich Rob Huff über die Nordschleifen-Zusatzlizenz mokiert. „Selbstverständlich dachte ich stets, man kann Sicherheit nicht mit einem Preisschild versehen“, wettert der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister. „Aber scheinbar lag ich falsch. „Wie sich herausstellte, kann man vierundsechzig vermeintlich unerfahrenen professionellen Rennfahrern Studiengebühren in Höhe von tausend Euro auferlegen.“ 

Am vorletzten Wochenende bürdete sich Huff ein kräftezerrendes Programm auf. Neben seinem Pflichtprogramm beim Gastspiel der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife startete der Brite anschließend für das Team Premio beim 24-Stunden-Rennen. Die Krux: Obwohl Huff in der Vergangenheit diverse Einsätze auf dem Traditionskurs in der Eifel bewältigte, benötigte er eine entsprechende Erlaubnis seitens des DMSB. 

Um den Nordschleifen-Führerschein – wie er in Szenenkreisen gelegentlich genannt wird – zu erwerben, traf Huff bereits zu Beginn der Veranstaltungswoche am Fuße der Nürburg ein. „Meine Woche begann früh“, berichtet Huff mit ironischem Unterton in seinem Blog. „Ich reiste bereits am Montag in die Grüne Hölle, da ich einige wichtige Dinge zu erledigen hatte, ehe ich am Ring Rennen fahren durfte.“

Angesichts dieser Auflagen verweist Huff auf seine Referenzen und stellt damit das Konzept gleichsam in Frage. „Augenscheinlich genügt es nicht an Erfahrung, einen VLN-Lauf zu gewinnen, das 24-Stunden-Rennen zu bestreiten sowie an diversen offiziellen Testtagen teilzunehmen – ebenso an der WTCC als ehemalige FIA-Weltmeister, um in diesem Jahr an einer Veranstaltung teilzunehmen, ohne eine zweitägige Schule zu besuchen.“ 

Sein Stundenplan war umfangreich. „Darum hatte ich mich damit abzufinden: sieben Stunden im Klassenzimmer, eine Busfahrt um die Strecke zur Eingewöhnung sowie Fahrstunden über acht Runden mit einem Instruktor am Dienstag und Mittwoch“, fasst Huff zusammen und setzt nach: „Die gute Nachricht ist, ich habe bestanden.“ Mit Erfolg. Gemeinsam mit Kenneth Heyer, Philipp Frommenwiler und Christian Krognes belegte Huff den zehnten Gesamtrang.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar