Nürburgring: Der Neuling bezwingt den Routinier

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Audi hat die diesjährige Ausgabe des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife gewonnen. Das W Racing Team erkämpfte im neuentwickelten Audi R8 LMS einen knappen Sieg vor der Marc-VDS-BMW-Mannschaft. Bronze ging an Falken Motorsports und Porsche. 

16.05 Uhr: Eine fulminante Schlussattacke von Maxime Martin reichte am Ende nicht, um den neuen Audi R8 LMS zu schlagen. Christopher Mies, Edward Sandström, Nico Müller und Laurens Vanthoor vom W Racing Ream aus Belgien haben das 24-Stunden-Rennen gewonnen. Mit lediglich gut vierzig Sekunden Rückstand kamen Maxime Martin, Lucas Luhr, Markus Palttala und Richard Westbrook im BMW Z4 GT3 bei seiner Abschiedsvorstellung als Zweite ins Ziel. Bronze ging an die Porsche-Mannschaft von Falken Motorsports mit Martin Ragginger, Wolf Henzler, Peter Dumbreck und Alexandre Imperatori.

Ein dramatisches Rennen zweimal rund um die Uhr, mit großem Favoritensterben in den Abendstunden und einem neuen Rekord, was die Führungswechsel angeht, ist damit Geschichte. SportsCar-Info verabschiedet sich hiermit aus dem Live-Blog.

Eine ausführliche Zusammenfassung und Marken- und Klassen-Rückblicke folgen in den kommenden Tagen.

15.45 Uhr: Der Falken-Porsche kam erneut kurz in die Box. Es wurde aber nur ein Reifen gewechselt. 

15.36 Uhr: Maxime Martin erhöht den Druck. Runde um Runde verringert er den Rückstand auf Christopher Mies im führenden Audi. Der Rückstand nach dem letzten Umlauf: siebenundfünfzig Sekunden.

15.30 Uhr: Bei Anbruch der letzten halbe Stunde beträgt der Abstand zwischen der erst- und zweitplatzierten Mannschaft lediglich eine gute Minute. Auch zwischen dem Falken-Porsche auf dem dritten Rang und dem zweiten BMW von Marc VDS Racing auf dem vierten Platz liegen nur zwei Minuten. Bentley und Nissan liegen sicher in den besten Zehn.

15.14 Uhr: Drama bei Schulze Motorsport: Der Nissan GT-R Nismo GT3 der Truppe ist im Bereich Steilstrecke mit Getriebeproblemen stehen geblieben. Gut fünfundvierzig Minuten vor dem Rennende wurde die Mannschaft auf dem dreizehnten Rang geführt.

Auch bei der Scuderia Cameron Glickenhaus häufen sich die Probleme. Der SCG003C steht zum zweiten Mal kurz hintereinander in der Box.

15.00 Uhr: Auch bei WRT wurde nun der letzte planmäßige Stopp absolviert. Christopher Mies hat für die letzte Stunde die Lenkarbeit übernommen.

14.50 Uhr: Hektik in der Falken-Box: Die Motorsteuerung des Neunelfers hat eine Fehlermeldung herausgegeben. Daher steuerte Martin Ragginger eine Runde vorzeitig die Box an. Die Fehler wurden von den Technikern ausgelesen und Wolf Henzler hat das Steuer übernommen. Der frühe Stopp diente als Weckruf für den zweiten Marc-VDS-BMW auf dem vierten Rang, in dem Jörg Müller gerade das Steuer übernommen hat. Sein Partner Dirk Adorf äußert die Hoffnung auf Regen.

Im zweitplatzierten Schwesterwagen bleibt Maxime Martin nach dem finalen Tankstopp am Steuer und wird demnach bis zur Zieldurchfahrt im Wagen bleiben. 

14.04 Uhr: In der Klasse Cup 5 führt der BMW M235i Racing von Sorg Rennsport mit Kevin Warum, Thorsten Kratzm Michele di Martino und Moritz Oberheim. Während der Manga-Baby-BMW-330i der Wuppertaler Mannschaft auf dem Silberrang der Klasse V5 rangiert, liegen die beiden anderen Wagen des Teams jeweils auf Rang drei ihrer Klasse. Der zweite Cup-Zweier der Sorg-Brüder musste nach einem Unfall bereits gestern Abend die Segel streichen.  

13.42 Uhr: Audi-Fahrer Nico Müller erklärt seinen Dreher: „Mein Stint war ganz gut. Einmal habe ich beim Überrunden einen Fehler gemacht und habe mich gedreht. Schade um die zehn Sekunden, aber glücklichweise ist nichts weiter geschehen.“

Derweil wechselt die Führung regelmäßig, wenn die Mannschaften an der Spitze ihre Boxenstopps absolvieren. Bis gerade führte daher noch Marc VDS Racing, aber mit dem Überfahren des Zielstrichs holte sich die WRT-Truppe den Führungsrang zurück.

Bemerkenswert: Still und unauffällig hält sich Falken Motorsports auf dem dritten Podiumsrang als Porsche-Privatmannschaft im Haifischbecken der Werksabordnungen. Bliebe es so, würde sich die Truppe gegenüber dem Vorjahr um einen Rang verbessern.

Im BMW hat Maxime Martin das Steuer für die letzte Schicht übernommen. Bei Audi sitzt jetzt Laurens Vanthoor im Cockpit. Wir erleben also ein rein belgisches Endspiel. Im Falken-Porsche hantiert derweil Martin Ragginger am Volant.


12.40 Uhr:
Der Vorsprung der Audi-Mannschaft beträgt nunmehr weniger als zwei Minuten und die beiden Führenden Teams liefern sich einen offenen Schlagabtausch der Rundenzeiten. Bas Leinders, Teamchef bei Marc VDS Racing gibt sich dementsprechen angriffslustig. „Wir haben schon im letzten Jahr in Spa einen spannenden Kampf bis zum Ende mit WRT gehabt. Diesmal wollen wir das bessere Ende Haben.“ Aktuell konnte Nico Müller aber im Audi kontern und war im letzten Umlauf fünf Sekunden schneller als sein Verfolger.

11.58 Uhr: Feuer bei der führenden Mannschaft. Beim Tankstopp bricht am WRT-Audi ein Feuer aus. Der Brand konnte gelöscht werden, und der Audi R8 LMS ist bereits wieder auf der Strecke. Derselbe Renner hat bereits gestern Abend in der Box gebrannt. René Verbist, Team-Direktor beim W Racing Team erklärte was passiert ist: „Es scheint, dass die Kupplung der Tankkanne nicht sauber geschlossen hat und so Benzin auslaufen konnte und sich am heißen Auspuff entzündete. Nico sitzt im Auto und hat im Moment kein Problem.“

Nach dem Tankstopp führt nun Marc VDS Racing, der aber seinerseits noch zum Tanken einrollen muss. Dann dürfte die alte Reihenfolge wieder hergestellt sein. Die asynchrone Tankstrategie könnte sich aber zum Ende des Rennens entscheidend auswirken.

11.20 Uhr: Der führende WRT-Audi dreht sich in der NGK-Schikane einmal im Kreis und nimmt den Notausgang durch die Wiese. Das Ganze läuft aber ohen Einschlag ab und die Spitzenreiter können das Rennen ohne nennenswerten Zeitverlust fortsetzten.

10.53 Uhr: Ein paar Stimmen aus dem Fahrerlager …

Lucas Luhr: „Unser Auto ist gut, aber uns fehlt etwas Drehmoment im Verkehr. Der Audi ist etwas schneller als wir.“

Maxime Martin: „Ich hatte in der Nacht wenig Schlaf, weil ich einen Doppelstint gefahren bin. Als nächstes werden ich beimn Schlussstint im Auto sitzen.“

Laurens Vanthoor, nachdem er den Audi, in Führung liegend, an Nico Müller übergeben hat: „Wir versuchen alles um zu gewinnen. Wir pushen stark, um gegen den BMW gewinnen zu können.“

Bentley-Fahrer Marco Seefried: „Wir hatten bisher eigentlich keinen Zwischenfall. Eben hatte ich Vibrationen hinten links und da ich einen Lagerschaden befürchtete, hatte ich Gas rausgenommen. Aber es hatte nur Luft im Reifen gefehlt.“

Christian Bollrath von Walkenhorst Motorsport: „Wir sind bisher ohne größere Probleme durchgerollt. Wir haben großes Vertrauen in das Auto und fahren alle konstante Zeiten.“

10.41 Uhr: Die Gesamtführenden nach achtzehn Rennstunden:

  1. #28 | W Racing Team | Audi R8 LMS
  2. #25 | Marc VDS Racing | BMW Z4 GT3
  3. #44 | Falken Motorsport | Porsche 997 GT3 R
  4. #26 | Marc VDS Racing | BMW Z4 GT3
  5. #5 | Black Falcon | Mercedes-Benz SLS AMG GT3
  6. #23 | ROWE Racing | Mercedes-Benz SLS AMG GT3
  7. #17 | Walkenhorst Motorsport | BMW Z4 GT3
  8. #11 | HTP Motorsport | Bentley Continental
  9. #29 | W Racing Team | Audi R8 LMS
  10. #33 | Team Premio | Mercedes-Benz SLS AMG GT3     

10.31 Uhr: Auf dem vierten Platz liegend, dreht Nicky Catsburg im BMW von Marc VDS Racing gerade die schnellsten Runden im Feld.

Guten Morgen, SportsCar-Info begleitet die Schlussphase des 24-Stunden-Rennens im Liveblog. Nachdem gestern Abend dreimal Fahrzeuge, in Führung liegend, ausgefallen sind, hat sich nun ein Trio, bestehend aus Audi, BMW, und Porsche an der Spitze festgesetzt. Die Mannschaft vom belgischen W Racing Team mit Christopher Mies, Edward Sandström, Nico Müller und Laurens Vanthoor führt derzeit das Rennen an.