BMW: Reicht es für den lang ersehnten Gesamtsieg?

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BMW tritt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erneut mit einem starken Aufgebot an. Sowohl Schubert Motorsport, als auch Marc VDS Racing treten mit einem Zwei-Wagen-Gespann an. Dazu gesellt sich Walkenhorst Motorsport mit zwei privat eingesetzen GT3-Boliden. Gelingt es dem Münchener Konstrukteur, sich gegenüber den Konkurrenten zu behaupten?

Auch in diesem Jahr präsentiert sich BMW bestens gerüstet, um den Gesamtsieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring davonzutragen. Wie auch im letzten Jahr erhalten Schubert Motorsport und Marc VDS Racing werksseitige Unterstützung und greifen somit auf einen starken und zugleich erfahrenen Fahrer-Pool zurück. Walkenhorst Motorsport setzt ebenfalls zwei BMW Z4 GT3 ein, womit die Mannschaft im letzten Jahr der Sprung unter die besten Zehn gelungen ist.

Bei der letztjährigen Ausgabe des Traditionsrennens in der Vulkaneifel agierte BMW eher glücklos und vermeldete nahezu einen Totalausfall. Beide Fahrzeuge von Marc VDS mussten vorzeitig die Segel streichen. Dazu bedeutete ein Aufhängungsschaden beim Schubert-Quartett bereits in der Anfangsphase des Rennens das Aus. Lediglich Jens Klingmann, Dominik Baumann, Claudia Hürtgen und Martin Tomczyk sahen als sechstplatzierte das Ziel der werksunterstützten Mannschaften.

Schubert Motorsport setzt auf Kontinuität

Dirk Müller, Alexander Sims, Dirk Werner und der amtierende DTM-Meister Marco Wittmann teilen sich die Lenkarbeit am Schubert-Fahrzeug mit der Startnummer 19. Die Umgewöhnung von Sprintrennen auf Langstrecke stell für Wittmann eine besondere Herausforderung dar. „Das 24-Stunden-Rennen ist im Langstreckensport das Highlight des Jahres. Die Fannähe, die unzähligen Zuschauer und die einzigartige Nordschleife machen diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem.“ Außerdem hofft der Werksfahrer darauf, „um den Sieg fahren zu können.“

Mit Dominik Baumann, Claudia Hürtgen, Jens Klingmann und Martin Tomczyk schickt der Oscherslebener Rennstall jene Abordnung ins Rennen, mit der im letzten Jahr der sechste Platz errungen wurde. Außerdem agierte die Delegation bereits beim Qualifikationsrennen äußerst erfolgreich und konnte den Sieg nach dem Haribo-Ausfall letztlich für sich beanspruchen.

Dadurch sind die jeweiligen Abläufe klar und die Rollen im Team verteilt. „Unser Quartett kennt sich sehr gut. Wir sind bereits im vergangenen Jahr zusammen gefahren und ein eingespieltes Team“, äußert sich Jens Klingmann vor dem Eifel-Klassiker. Außerdem absolvieren die Bayrischen Motoren Werke mit dem aktuellen GT3-Modlel die Abschiedsvorstellung bei dem 24-Stunden-Rennen in der Eifel. Für Klingmann gibt es daher nur eine Marschrichtung: „Den Gesamtsieg bei diesem Langstreckenklassiker zu BMW zurückzuholen.“

Dirk Adorf: „Bereits auf die ersten eineinhalb Stunden kommt es an“

Marc VDS schickt ebenfalls ein hochkarätig besetztes Gespann mit zwei Fahrzeugen in die Eifelwälder. Maxime Martin, Lucas Luhr, Markus Palttala und Richard Westbrook teilen sich das Cockpit in einem Fahrzeug. Besonders der Belgier Martin konnte nach seinem Husarenritt vor zwei Jahren die sympathien vieler Zuschauer gewinnen. Dementsprechend motiviert geht Martin ab Donnerstag zu Werke.

„Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind eine ganz besondere Veranstaltung. Wir sind gut gerüstet und werden versuchen, den Gesamtsieg zu holen. Wir haben eine starke Fahrerbesetzung sowie ein hervorragendes Auto und das Team hat sich sehr gut vorbereitet. Ich freue mich darauf, dort anzutreten und zu versuchen, ganz vorne anzugreifen.

Die Stallgefährten von Martin hingegen sind nicht minder Prominent. Augusto Farfus, Jörg Müller, Nicky Catsburg und Dirk Adorf pilotieren den zweiten GT3-Boliden des belgischen Rennstalls. Dirk Adorf glaubt den Schlüssel zum Sieg zu kennen. Laut dem Michelsbacher ist es besonders wichtig, die hektische Anfangsphase des Rennens schadlos zu überstehen.

„Bereits auf die ersten eineinhalb Stunden kommt es an. Da herrscht noch viel Hektik, und es ist wichtig, gut durchzukommen, sich nicht beirren zu lassen und schnell einen guten Rennrhythmus zu finden“, mahnt Adorf vor einem zu forschen Auftritt zu Beginn des Rennens. „Nach zwölf Stunden hat sich das Feld schon etwas aussortiert, und wenn man nach 18 Stunden immer noch gut im Rennen liegt, dann spielt man am Ende vorne mit.“ Außerdem schätzt der Werkspilot dank der „schlagkrräftigen Fahrerbesetzung“ die Chance auf den Gesamtsieg dementsprechend gut ein.

Neben den vier Werksmannschaften gesellt sich Walkenhorst Motorsport mit einem Zwei-Wagen-Gespann ebenfalls in die BMW-Riege. Das Fahreraufgebot setzt sich zum einen aus Felipe Fernández Laser, Michela Cerruti, John Edwards und Daniel Keilwitz sowie zum anderen aus Henry Walkenhorst, Ralf Oeverhaus, Christian Bollrath und Stefan Aust zusammen. Der Rennstall versucht möglichst das Ergebnis aus dem Vorjahr zu bestätigen.