Aston Martin: „Der Rennsieg ist das ultimative Ziel“

Aston Martin zeigt sich keineswegs gewillt, am kommenden Wochenende die Position des Außenseiters zu beziehen. Mitnichten. Stattdessen trachtet die Prodrive-Delegation nach dem Gesamtsieg auf der Nürburgring-Nordschleife. „Der Rennsieg ist das ultimative Ziel“, kündigt Prodrive-Teamchef John Gaw an.

Aston Martin zeigt sich keineswegs gewillt, am kommenden Wochenende die Position des Außenseiters zu beziehen. Mitnichten. Stattdessen trachtet die Prodrive-Delegation nach dem Gesamtsieg auf der Nürburgring-Nordschleife. „Der Rennsieg ist das ultimative Ziel“, kündigt Prodrive-Teamchef John Gaw an.

In diesem Jahr begnügt sich Aston Martin keineswegs mit der Rolle das Außenseiters. Nein, der Traditionshersteller aus dem Vereinigen Königreich meldet stattdessen seine Anwartschaft auf den Gesamtsieg bei der 24-Stunden-Wettfahrt auf dem Nürburgring an. „Der Rennsieg ist das ultimative Ziel“, formuliert Prodrive-Teamchef John Gaw hochfliegende Ziele für die alljährliche Endurance-Machtprobe in der Eifel.

Um diesen Plänen ins Dasein zu verhelfen, hat Aston Martin zwei Besatzungen à drei Werksfahrern aufgestellt. Stefan Mücke, Darren Turner und Pedro Lamy tragen neuerlich die blau-gelben Bilstein-Farben, wogegen die Stallgefährten Jonathan Adam, Richie Stanaway und Matthias Lauda mit weiß-oranger Lackierung antreten. Eine erste Standortbestimmung ermöglichten bereits der Qualifikationslauf und die zweite VLN-Begegnung.

Trotz der ambitionierten Maßgabe, die Vulkaneifel als Gewinner zu verlassen, mahnt die Chefetage zur Vorsicht. „Die schlimmste Sache, die man am Nürburgring tun kann, ist ihn zu unterschätzen“, warnt Gaw. „Jedoch haben wir während der letzten zwei Jahre gezeigt, dass wir über das Potenzial verfügen, letztlich den Sieg zu erringen. Wir haben hier eine Menge gelernt, und in diesem Jahr starten wir mit zwei altbewährten Fahrzeugen mit fantastischer Zuverlässigkeit – und zwei starken Fahrerbesatzungen.“

Zweifelsohne konsternierte Aston Martin dann und wann die arrivierten Hersteller am Fuße der Nürburg. In der vorletzten Saison beanspruchte die Prodrive-Delegation zunächst den zweiten Startplatz, ehe die AMR-Athleten sich schließlich der Führungsposition bemächtigten. Die Mannschaft behauptete den ersten Rang, ehe ein Aufruhr der Elemente die Verantwortlichen zu nächtlicher Stunde zwang, den Wettbewerb zu unterbrechen.

Minimalziel: Zielankunft mit beiden Sportwagen

Die Mischbedingungen am Montagmorgen bereiteten dem Vantage-Sportwagen jedoch Schwierigkeiten, wodurch Aston Martin seinen Platz an der vordersten Stelle im Klassement einbüßte. Ebendiesen Einsatz unterstützte in jenem Jahr auch Allan Simonsen, der wenige Wochen später in Le Mans tödlich verunglückte. Im darauffolgenden Jahr stemmten Mücke, Turner und Lamy das Programm am Fuße der Nürburg daher allein. 

Nach einer gleichermaßen unauffälligen wie zurückhaltenden Darbietung erreichte die Prodrive-Equipe den fünften Platz. Eine weitgehend fehlerfreie Leistung begünstigte den Erfolg des britischen Konstrukteurs. Lediglich ein kleines Intermezzo beim Nachtanken und ein direkter Zweikampf in der Schlussphase brachte die Werksabordnung noch einmal in Bredouille. Diese Widrigkeiten meisterte Aston Martin jedoch bravourös. 

In der diesjährigen Saison trachtet die Sportwagen-Manufaktur aus Großbritannien jedoch nach anderen Zielen. Daher rüstet Aston Martin auf und vergrößert sein Aufgebot um ein zusätzliches Einsatzfahrzeug. Doch genügt dies, um die etablierten Konkurrenten ernstlich zu gefährden? „Dies ist eine einzigartige Veranstaltung, bei der unser professioneller AMR-Rennstall und unser in Gaydon ansässiger Ingenieurstab zusammenkommt, um als eine Einheit anzutreten“, schildert Projektleiter David King die Herangehensweise. 

Als Minimalziel deklariert Aston Martin, zumindest seine bisherige Erfolgsquote zu bewahren. „Der Mannschaftsgeist ist wirklich etwas Besonders. Und wir erleben jedes Jahr eine großartige Zusammenarbeit – sowohl technisch als auch organisatorisch“, setzt King nach. „Ich bin wirklich stolz, dass wir mit einer Ankunftsquote von hundert Prozent den Rekord der letzten zehn Jahre halten. Und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, diesen aufrechtzuerhalten.“

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