Mercedes-Benz stellt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring die größte Abordnung im GT3-Segment und somit im Kampf um den Gesamtsieg. Die DTM-Fahrer Maximilian Götz und Christian Vietoris unterstützen die Kundenmannschaften von Haribo Racing und Zakspeed.
Gesamtsieg 2013, Silberrang im vergangenen Jahr. Ganz klar: Die Flügeltürer befinden sich in der Favoritenrolle beim 24-Stunden-Rennen. Das haben die neuen Sterne-Kunden von Haribo Racing und die Mannschaft von Zakspeed beim Qualifikationsrennen untermauert. Die beiden Teams waren im Training die Schnellsten und die Goldbären dominierten das Sechs-Stunden-Rennen, bis ihr Einsatzgerät fünfzehn Minuten vor dem Ziel den Dienst quittierte.
Auch die Zakspeed-Mannschaft haderte mit technischen Gebrechen des Flügeltürers und trat zum Rennen gar nicht erst an. Für eine erhöhte Kühlwassertemperatur hatten die Techniker auf Anhieb keine Erklärung und die Mannschaft brachte den SLS-Flügeltürer vorsichtshalber nach Hause. Allerdings gilt der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nicht als unzuverlässig. Im Gegenteil: Er genießt den Ruf eines schwer zu zerstörenden Panzers.
Es ist daher eher wahrscheinlich, dass die beiden Mannschaften die Probleme aussortiert haben und am Samstagnachmittag weit vorne in der Startaufstellung stehen und der Konkurrenz Kopfschmerzen zu bereiten.
Bei Haribo Racing teilen sich mit Uwe Alzen, Marco Holzer, Norbert Siedler und DTM-Fahrer Maximilian Götz vier Profis die Lenkarbeit. Der zweite freigestellte DTM-Fahrer Christian Vietoris teilt sich das Zakspeed-Cockpit mit Tom Coronel, Sebasian Asch und Luca Ludwig. Götz, der seine größten Erfolge im Flügeltürer feierte, wäre auch am Ring, wenn er nicht am Rennen teilnehmen könnte.
Vietoris: „Meine erste Runde hätte ich nicht von außen sehen wollen“
„Vergangenes Jahr bin ich mit dem Roller mal auf die Zuschauerplätze im Schwalbenschwanz und Brünnchen gefahren und habe mich etwas mit den Fans unterhalten“, erzählt der Franke. „Wenn ich nicht fahren würde, würde ich auch dort sitzen und mir ein Bratwürstchen nach dem anderen reinziehen.“ Während Götz bereits Erfahrung in der Eifel sammeln konnte ist die Nordschleife für Vietoris noch Neuland.
Obwohl er nur eine halbe Stunde vom Ring entfernt wohnt, hat er noch kein Rennen auf der Nordschleife bestritten. „Meine erste Runde hätte ich nicht von außen sehen wollen“, lacht Vietoris im Nachhinein. „Die zweite und dritte waren schon viel besser und dann konnte ich mich auch schon ans Limit herantasten Die ganze Strecke macht einen riesigen Spaß. Leider kenne ich die Namen der einzelnen Passagen noch nicht.“
Reichlich Erfahrung auf der Nordschleife haben dagegen die Fahrer der dritten neuen Mercedes-Benz-Mannschaft. Im Team-Premio-SLS greifen Kenneth Heyer, Phillip Frommenwiler, Rob Huff und der VLN-Meister des Jahres 2012, Christian Krognes, ins Lenkrad. Rowe Racing und Black Falcon bringen jeweils zwei Flügeltürer an den Start, ein weiterer wird von Car Collection eingesetzt.
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