Frank Kräling: „Der Protest bleibt unsportlich“

SP7-Fahrer Frank Kräling weist die Anschuldigung zurück, Frikadelli Racing habe beim zweiten VLN-Lauf vorsätzlich gegen das Reglement verstoßen. Denn solch eine Vorgehensweise hätte „weitreichende Folgen“ für ihn und seine Kollegen. Aus seiner Sicht bleibe der Protest von Black Falcon „unsportlich“.

SP7-Fahrer Frank Kräling weist die Anschuldigung zurück, Frikadelli Racing habe beim zweiten VLN-Lauf vorsätzlich gegen das Reglement verstoßen. Denn solch eine Vorgehensweise hätte „weitreichende Folgen“ für ihn und seine Kollegen. Aus seiner Sicht bleibe der Protest von Black Falcon „unsportlich“.

Frank Kräling wehrt sich gegen den Vorwurf seitens Black Falcon, seine Mannschaft Frikadelli Racing habe beim DMV-Vier-Stunden-Rennen vorsätzlich gegen das SP7-Regelwerk verstoßen. „Dass wir ganz bewusst mit nicht reglementkonsformen hinteren Seitenteilen gefahren sind, ist schlicht unwahr“, bekräftigt er gegenüber SportsCar-Info. „Für das Team und Connor de Phillippi als Porsche-Junior hätte so etwas weitreichende Folgen gegenüber Porsche.“ 

Mitstreiter Black Falcon erhob nach dem zweiten VLN-Lauf Protest gegen die Klassensieger von Frikadelli Racing, weil deren Porsche 991 GT America im einem illegalen Kotflügel ausgestattet war. Daher missbilligte Kräling diese Herangehensweise als unsportliches Verhalten, woraufhin Black Falcon in einer Replik seinen Standpunkt rechtfertigte – mit der Anmerkung, der Neunelfer der Konkurrenz sei bereits bei der technischen Abnahme bei der Auftaktveranstaltung gescheitert. 

Jedoch habe Frikadelli Racing bereits am Vorabend des ersten VLN-Rennens Modifikationen vorgenommen, um die Richtlinien zu erfüllen. „Bei der Abnahme zu VLN 1 wurden der vordere Splitter und die sich daran anschließenden Radhausabdeckungen an der Vorderachse bemängelt“, schildert Kräling. „Von Freitag auf Samstag hat das die Firma Zimspeed provisorisch umgebaut. Danach erfolgte eine erneute Abnahme.“ 

Kräling: „Es gab keinen Wettbewerbsvorteil“

Daher hat Frikadelli Racing im Anschluss an den Eröffnungslauf umfangreiche Umbauarbeiten am Porsche 991 GT America durchgeführt. „Zu VLN 2 haben wir zusammen mit Zimspeed einen komplett neuen Frontstoßfänger mit Radläufen gebaut“, erläutert Kräling. „Dieser wurde bei VLN 2 von den technischen Kommissaren abgenommen. Die hinteren Radläufe waren weder bei VLN 1, noch VLN 2 ein Thema.“ 

Nach der technischen Überprüfung wegen des Protestes befanden die Verantwortlichen die hintere Radabdeckung – des 991 und des 997 – für unzulässig. Frikadelli Racing räumte den Fehler ein und haben deshalb darauf verzichtet, in Berufung zu gehen. „Das Black-Falcon-Auto war nicht Bestandteil des Protest und wurde daher nicht technisch überprüft“, erläutert Kräling. „Die Protestfrist war abgelaufen. Denn entsprach der Auspuff des Black-Falcon-Autos nicht dem Reglement.“ 

Gemäß des Regelwerks für Spezialklassen muss der Auspuff des Sportwagens nach hinten oder zur Seite gerichtet sein. Darüber hinaus dürfen die Rohre des Auspuffs nicht über die Karosserie herausragen. „Die Mündungen der Auspuffrohre waren nach unten gebogen und ragten deutlich über die Karosse hinaus, was anhand von Bildern leicht nachzuprüfen ist“, weist Kräling auf die Regelverletzung hin.

Nichtsdestoweniger wolle Kräling die Leistung seiner Konkurrenten in Frage stellen. „Wir wollten nur sehr deutlich machen, dass wir uns nie einen Vorsprung verschaffen wollten und weder bewusst, noch vorsätzlich betrogen haben“, schreibt Kräling abschließend in seinem Facebook-Kanal. „Der Protest bleibt aus unserer Sicht unsportlich. Vor allem weil es keinen Wettbewerbsvorteil gab.“


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