LMP2 in Spa: Bewegung in der zweiten Liga

Extreme Speed Motorsports debütiert mit zwei Ligier JS P2 beim WM-Lauf in Spa-Francorchamps. Jota Sport unternimmt auf dem beglischen Kurs einen Gastauftritt um seine Le-Mans-Vorbereitungen zu forcieren. SARD-Morand schickt nach dem Fehlen beim ersten Rennen ein Fahrzeug auf die Ardennen-Achterbahn. Ein Überblick der zweiten Liga der Prototypen.

Extreme Speed Motorsports debütiert mit zwei Ligier JS P2 beim WM-Lauf in Spa-Francorchamps. Jota Sport unternimmt auf dem beglischen Kurs einen Gastauftritt um seine Le-Mans-Vorbereitungen zu forcieren. SARD-Morand schickt nach dem Fehlen beim ersten Rennen ein Fahrzeug auf die Ardennen-Achterbahn. Ein Überblick der zweiten Liga der Prototypen.

Während ESM beim Saisonauftakt in Silverstone mit dem Vorjahreswagen den dritten Rang erklomm, greift der Rennstall fortan auf ein neues Einsatzgerät. Nach einer ersten Testfahrt mit dem Ligier JS P2 tritt Extreme Speed Motorsports die Reise in die Ardennen mit zwei LMP2-Coupés an. Am Montag absolvierte die amerikanische Mannschaft auf dem Circuit de Nevers in Magny-Cours eine Probeeinheit.

Zwar fand die Testfahrt nur unter nassen Bedingungen statt, doch Scott Sharp zeigte sich von den ersten Eindrücken des neuen Sportwagens durchaus angetan. „Es war in Magny-Cours zwar kalt und regnerisch, das konnte unsere Freude über den neuen Ligier aber keineswegs dämpfen. Das ganze Team war sehr beeindruckt von der Leistung.“

Auch Ed Brown war der Meinung, dass der Bolide auch auf trockener Piste konkurrenzfähig ist. „Zwar konnten wir aufgrund des Regens keine allzu hohen Geschwindigkeiten erzielen, doch wenn ein Fahrzeug im Regen zurecht kommt, dann auch auf trockener Strecke“, resümierte Brown die Testfahrten in Frankreich. Als Motor dient eine V6-Maschine von Honda, mit welcher ESM ebenfalls den Saisonauftakt bestritt.

Jota Sport forciert Vorbereitungen für Le Mans

Für Jota Sport ist das zweite Rennen der Langstrecken-WM eine weitere Etappe in Richtung Le Mans. Der Rennstall aus dem Vereinigten Königreich unternimmt in Spa-Francorchamps erneut einen Gaststart, um seine Vorbereitungen für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans fortzuführen. Außerdem hat die Mannschaft beste Erinnerungen an die Traditionsstrecke im Ardenner Wald: In den letzten drei Jahren erreichte Jota Sport immer eine Podiumsplatzierung und trug vor drei Jahren sogar den Sieg davon.

Dementsprechend zuversichtlich gehen Simon Dolan, Harry Tincknell und Mitch Evans die Generalprobe in Belgien an. Für den 20-Jährigen Evans markiert das Sechs-Stunden-Rennen zudem sein Debüt im Sportwagen-Oberhaus. Nissan-Werksfahrer Tincknell warnt den Jungspund bereits vor, denn „die Konkurrenz ist definitiv stärker als im letzten Jahr.“ Der Rundkurs in den Ardennen ist auch für Simon Dolan „einer meiner Lieblingsstrecken“, der denk der schnellen Passagen bei vielen Fahrern äußerst beliebt ist.

Nicolas Lapierre startet für KCMG, G-Drive Racing in der Favoritenrolle?

KCMG baut auch in Spa-Francorchamps auf prominente Unterstützung. Toyota-Schützling Nicolas Lapierre nimmt den Platz von Nick Tandy ein, der noch in Silverstone das 05-Coupé von Oreca pilotierte. „Es ist gut, endlich wieder zurück zu sein“, fasst Lapierre seine Vorfreude in Worte. Gemeinsam mit Richard Bradley und Matt Howson teilt sich der Franzose die Lenkarbeit des LMP2-Boliden.

Kann G-Drive Racing der Favoritenrolle gerecht werden? In Silverstone fuhr die Ligier-Truppe einen Doppelsieg ein. Roman Rusinov, Julien Canal und Sam Bird überquerten die Ziellinie vor dem Schwesternfahrzeug. Demnach gilt es den Ligier-Nissan auf der Ardennen-Achterbahn zu schlagen um sich eine gute Ausgangslage für das Gipfeltreffen in Le Mans zu verschaffen.

Signatech Alpine und OAK Racing reisen jeweils mit einem LMP2-Fahrzeug im Gepäck nach Belgien. Strakka Racing unternimmt mit seinem Dome S103 den zweiten Auftritt in der Weltmeisterschaft und strebt nach dem vierten Platz in Silverstone erstmals das Podium an.

SARD-Morand: Saisonauftakt im Ardenner Wald

Ursprünglich hegte SARD-Morand den Plan, mit zwei Morgan-Evo über die komplette Saison der Langstrecken-WM anzutreten. Doch nach der Trennung von Kairos Technologies zog der LMP2-Rennstall eine Nennung für Le Mans zurück und verzichtete auch auf den Start beim Auftaktrennen im Britischen Königreich.

Zudem sagte SARD-Morand auch den Talentwettbewerb „Race to 24“ ab. In der teameigenen Show sollte noch ein weiterer Fahrer für den Auftritt in Le Mans gesucht werden. Demnach absolvieren Pierre Ragues, Oliver Webb und Zoel Amberg ihr erstes Rennen in Spa-Francorchamps. 

 


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