ACO und FIA ziehen in Betracht, die Entwicklungsarbeit im Windkanal zu regulieren. Intention: Deckelung der Kosten in der WM-Hybridklasse. Derweil hat ESM Racing seinen LMP2-Podiumsrang in Silverstone verloren. Bei der Le-Mans-Generalprobe erlangt Jota Sport Unterstützung seitens Harry Tincknell. Nachrichten im Überblick.
Kostenreduzierung: Regulierung der Entwicklung im Windkanal?
Die Veranstalter der Langstrecken-WM stehen mit den Herstellern im Dialog, um Maßnahmen zu diskutieren, die eine Kostenreduzierung in der Spitzenklasse für Hybridprototypen ermöglichen. Daher haben FIA und ACO eine Arbeitsgruppe gegründet, welche ebensolche Fragen diskutiert. Eine vorstellbare Maßnahme für die nächstjährige Saison: eine Beschränkung, welche die Entwicklungszeit im Windkanal begrenzt.
Darüber hinaus zieht der Organisator in Erwägung, auch weitere Prozesse, die mit der Aerodynamik im Zusammenhang stehen, zu limitieren. „Es gab ein Treffen, aber wir müssen zunächst eine endgültige Entscheidung abwarten“, bestätigte ACO-Präsident Pierre Fillon gegenüber „Sportscar365“. „Wir arbeiten an der einer Limitierung des Windkanals, und es gibt zahlreiche Parameter, die wir beeinflussen können, um die Kosten zu reduzieren.“
ESM Racing verliert Bronzemedaille
Bei Extreme Speed Motorsports währte die Freude über den Auftakterfolg beim Sechs-Stunden-Rennen von Silverstone nur vorübergehend. Denn ESM Racing scheiterte bei der technischen Abnahme, woraufhin Scott Sharp, Ryan Dalziel und David Heinemeier-Hansson ihren Bronzerang einbüßten. Grund der Entscheidung: Der HPD ARX-03b verfügte im vorderen und hinteren Bereich nicht über die notwendige Bodenfreiheit von zwanzig Millimeter.
Profiteur der Disqualifikation: die Mannschaft von Strakka Racing. Nick Leventis, Danny Watts und Jonny Kane erklommen beim Debüt des Dome-S103-Prototyps mit Nissan-Motorisierung somit die unterste Stufe des Podiums. Den LMP2-Klassensieg beim Eröffnungsrennen in der Grafschaft Northamptonshire errangen wiederum die Ligier-Delegation Oak Racing, welche sogar einen Doppelerfolg feierte.
Generalprobe: Harry Tincknell unterstützt Jota Sport
Um sich auf die Kraftprobe in Le Mans vorzubereiten, unternimmt Jota Sport einen Gaststart in der Langstrecken-WM. Das britische Gibson-Gespann startet daher bei der Generalprobe in Spa-Francorchamps. Neben ELMS-Stammfahrer Simon Dolan und Micht Evans gewährt auch Nissan-Werksfahrer Harry Tincknell Unterstützung. Diese Gelegenheit ergibt sich, da die Nismo-Truppe sich im Augenblick noch intensiven Probefahren widmet.
Algarve Pro Racing sucht Fahrer
Algarve Pro Racing hat wiederum Schwierigkeiten, das notwendige Personal für die bevorstehende Saison aufzubringen. Bislang sicherte lediglich Andrea Roda seine Teilnahme zu. Zudem degradierte der ACO den Ligier-Rennstall aus Portugal auf die Reserveliste für die 24 Stunden von Le Mans, weshalb die Teamleitung den Entschluss fasste, seine Nennung für den Langstreckenklassiker im Département Sarthe zurückzuziehen.
Zudem verzichtete Algarve Pro Racing auch auf einen Start beim Auftaktrennen der Europäischen Le-Mans-Serie in Silverstone am vergangenen Wochenende. „Obwohl wir über ein angemessenes Budget verfügen, das es uns ermöglicht, den Fahrern ein erschwingliches Paket anzubieten, konnten wir nur Andrea Roda für das komplette Programm engagieren“, äußerte sich Teamchef Samantha Cox zur aktuellen Situation.
Greaves Motorsport präsentiert Le-Mans-Kader
Greaves Motorsport befindet sich wiederum im Zeitplan. Die Gibson-Einsatzmannschaft stellte in der Woche vor der ersten ELMS-Begegnung ihre Besatzung vor, welche in ebendieser Konstellation auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans antritt. Das Pilotentrio rekrutiert sich aus Gary Hirsch, Jon Lancaster und Björn Wirdheim, welche in Silverstone bereits ihren ersten Laufsieg davontrugen.

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