Kremer Racing: „Weltkulturerbe darf nicht angetastet werden“

Kremer Racing hat in einer Stellungnahme nochmals einen Rückzug vom Qualifikationsrennen begründet. Die Kölner Mannschaft stellt das Sicherheitskonzept in Frage, unterbreitet aber einen Gegenvorschlag. „Dieses rennsportliche Weltkulturerbe darf nicht angetastet werden“, betont Eberhard A. Baunach außerdem.

Kremer Racing hat in einer Stellungnahme nochmals einen Rückzug vom Qualifikationsrennen begründet. Die Kölner Mannschaft stellt das Sicherheitskonzept in Frage, unterbreitet aber einen Gegenvorschlag. „Dieses rennsportliche Weltkulturerbe darf nicht angetastet werden“, betont Eberhard A. Baunach außerdem.

In einer Stellungnahme hat Kremer Racing noch einmal begründet, warum der Porsche-Rennstall seine Teilnahme am Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Nordschleife abgesagt hat. „Ein Tempolimit auf einzelnen Teilen einer Rennstrecke ist mit dem Urgedanken im Motorsport nicht vereinbar“, fasst Teamchef Eberhard A. Baunach zusammen, welcher das DMSB-Sicherheitskonzept grundlegend anzweifelt. 

Denn eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit erfasse nicht die eigentliche Problematik. Nicht das Tempo auf den Geradeauspassagen stelle das Hauptrisiko dar, sondern der enorme Anpressdruck, den GT3-Sportwagen und andere leistungsstarken Fahrzeugklassen generieren. Ebenjener aerodynamischer Aspekt ermöglicht extreme hohe Kurvengeschwindigkeiten – diese bärgen die Unfallgefahr, kehrt Kremer Racing hervor. 

Daher unterbreitet das Kölner Gespann auch einen Gegenvorschlag: „Eine signifikante Reduzierung der aerodynamischen Hilfen und eine mit Augenmaß reduzierte Ansaugluftmenge in Verbindung mit größeren Sicherheitszonen.“ Zugleich würde der Veranstalter auf diese Weise die Sicherheit nicht bloß an einzelnen Abschnitten des Traditionskurses erhöhen, sondern an der gesamten Nordschleife. Diese Alternative sei „besser und effizienter“, meint Kremer Racing. 

Eine Modifikation des zwanzig Kilometer messenden Asphaltstreifens, welche die Charakteristik der Strecke ändern würde, lehnt Kremer Racing jedoch kategorisch ab. „Dieses rennsportliche Weltkulturerbe darf nicht angetastet werden“, betont Baunach in dieser Frage. Ob Kremer Racing letzten Endes am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnimmt, steht im Augenblick noch zur Debatte.


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