Bei regnerischen Bedingungen hat Lexus sich den Sieg beim Super-GT-Auftakt in Okayama gesichert. Auf dem Circuit Paul Armagnac dominierte V8 Racing die erste GT4-Saisonbegegnung, während Aston Martin zwei Erfolge bei der Eröffnungsveranstaltung im Oulton Park feierte. Das Wochenende im Splash-and-Dash-Überblick.
Super GT: Lexus trotzt dem Wetter in Okayama
Wetterkapriolen haben den Ausgang des Super-GT-Eröffnungsrennens in Okayama beeinflusst. Regenschauer und Trockenphasen lösten einander ab und rangen den Teilnehmern wiederholt eine Entscheiung in der Reifenfrage ab. Profiteure der obwaltenden Umstände: Andrea Caldarelli und Ryo Hirakawa, die für Lexus den Sieg bei der ersten Saisonbegegnung errangen. Damit wiederholte das italienisch-japanische Doppel zugleich seinen Erfolg aus dem Vorjahr.
Im Wettstreit um den Silberpokal erlangte wiederum Honda die Oberhand. Naoki Yamamoto und Takuya Izawa kreuzten die Ziellinie mit einem Vorsprung von anderthalb Sekunden auf das Honda-Ensemble Yuji Tachikawa und Hiroaki Ishiura. Nach anfänglicher Offensive fiel Nissan hingegen einem Bremsdefekt zum Opfer, wodurch Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli ins Hintertreffen gerieten. Die Markenkollegen Hironobu Yasuda und João Paulo de Oliveira beendeten das Rennen an siebenter Stelle.
In der GT300-Klasse triumphierten wiederum Koki Saga und Yuichi Nakayama mit ihrem Toyota Prius. Platz zwei belegten Shinichi Takagi und Takashi Kobayashi. Deren Einsatzwagen: ein Honda CR-Z. Das Podium komplettierten Richard Lyons und Tomonobu Fujii vom Audi Team Hitotsuyama. Nach einem Monat Pause gastiert die Super-GT-Serie am ersten Maiwochenende am heiligen Berg Fuji.
GT4-Europaserie: V8 Racing dominiert Auftakt in Nogaro
Lediglich zwölf Sportwagen umfasste die Meldeliste beim Auftakt der GT4-Europaserie in Nogaro. Allerdings kennzeichnete Markenvielfalt das Teilnehmerfeld bei den beiden Eröffnungsläufen der Saison. Demnach startete Sofia Car Motorsport mit zwei Exemplaren des Sin-R1-Modells. Darüber hinaus erfasste das Herstellerspektrum Fahrzeuge der Marken Aston Martin, BMW, Chevrolet Camaro, Lotus und Porsche.
Den Wettbewerb auf dem Circuit Paul Armagnac dominierte V8 Racing. Sowohl im ersten als auch im zweiten Sprintrennen erstritt die Mannschaft mit seinen Camaro-Schwergewichten einen Doppelsieg. In teilten die beiden Besatzungen die Siegertrophäen untereinander auf: Luc Braams und Duncan Huisman gewannen den ersten Durchgang, die Stallgefährten Marcel Nooren und Jelle Beelen triumphierten im zweiten Kräftemessen.
Nächster Halt auf dem Fahrplan: der Circuit Park Zandvoort an Pfingsten. Anschließend tritt die GT4-Europameistschaft dreimal im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters an – auf dem ehemaligen Österreichring, in Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring. Das Finale findet im Oktober in Misano statt.
Britische GT: Zwei Auftaktsiege für Aston Martin
Die Rennsiege in beiden Läufen des Auftaktwochenendes der britischen GT-Meisterschaft gingen an den heimischen Hersteller Aston Martin. Dennoch war es eigentlich FF Corse, das durch Gary Eastwood und Adam Carroll mit einem Ferrari als Erste das Ziel im Eröffnungsrennen überquerte. Allerdings wurde der Wagen später wegen eines unfairen Manövers gegenüber dem Oman-Aston-Martin disqualifiziert. Dessen Fahrer Liam Griffin und Rory Butcher wurde damit zum Sieger erklärt.
Das zweite Rennen ging an die Markenkollegen von der Beechdean-Mannschaft, die im ersten Lauf vorzeitig die Segel streichen mussten. Trotz einer fünfzehnsekündigen Strafe gegen Jonny Adam konnte Andrew Howard die Spitze im zweiten Stint zurückerobern. Auf dem Podium gesellten sich das Team LNT mit einer Ginetta und die Ecurie Ecosse mit einem BMW hinzu.
Supercar Challenge: Siege für Radical, Wolf und BMW
Beim ersten Aufeinandertreffen der Supercar Challenge in Zandvoort waren am Oster-Wochenende nur die Klassen Sport und Superlights, also die Tourenwagen und CN-Prototypen, am Start. Bei den kleinen Prototypen gingen die Laufsiege an Henk Thuis sowie das Duo York Schumacher und Joey van Splunteren. Koen Bogaerts und Daan Meijer holten die Siege in den beiden Rennen der Sport-Division.
Henk Thuis wurde seiner Favoritenrolle in der Superlights-Klasse gerecht und siegte beim ersten Rennen in Zandvoort mit seinem Radical SR8. Silber ging an York Schumacher, Bob Herber wurde Dritter. Beim zweiten Lauf der Prototypen am Ostermontag musste sich Thuis aber dem Duo Schumacher / van Splunteren geschlagen geben. Die beiden Wolf-GB08-Piloten verwiesen Thuis kurz vor dem Ziel auf den Silberrang. Dritter wurde Paul Sieljes im Praga R1.
Bei den Tourenwagen der Sport-Division gewann Koen Bogaerts das erste Rennen im BMW M3 E90 WTCC. Im zweiten Lauf ging der Sieg hingegen an Daan Meijer im BMW E46 GTR. Beim nächsten Aufeinandertreffen der Supercar Challenge in Zolder greifen dann am zweiten Mai-Wochenende auch die GT-Boliden in das Geschehen ein.
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