In Manama hat Porsche eine weitere Einstellfahrt in Vorbereitungen auf die diesjährige WM-Saison unternommen. Die Übungseinheit umfasste neben Reifentests auch Arbeiten an der Aerodynamik sowie weitere Details. Gegenwärtig diskutiert der Zuffenhausener Konstrukteur die Wahl der Hybridklasse.
Am Donnerstag hat Porsche eine vielgestaltige Übungseinheit auf dem Bahrain International Circuit nahe Manama abgeschlossen. „Wir haben Reifentests mit Michelin durchgeführt, außerdem Abstimmungs- und Aerodynamikarbeit betrieben, Einstellungen für das Sperrdifferenzial und die Traktionskontrolle erprobt sowie verschiedene Hybridstrategien untersucht“, fasst Technikdirektor Alexander Hitzinger das Vorbereitungsprogramm in der Arabischen Wüste zusammen.
Neben Neuverpflichtung Nico Hülkenberg und Mark Webber, der nach seinem Unfall beim Finale der Langstrecken-WM wieder ins Cockpit kletterte, griffen auch Marc Lieb, Romain Dumas und Brendon Hartley ins Lenkrad. Summa summarum legten die Porsche-Werksfahrer über fünftausend Kilometer mit dem überarbeiten 919-Hybrid-Prototyp der zweiten Generation zurück, obwohl die Abordnung vorübergehend mit Sandstürmen zu kämpfen hatte.
Daher fasste der Zuffenhausener Konstrukteur gar die Entscheidung, eine Probefahrt um zwei Uhr morgens zu unternehmen. Denn während der Abendstunden herrschten beständige Bedingungen. „Der starke und sandhaltige Wind war ein Störfaktor und hat uns erschwert, bei der Set-up-Arbeit klare Schlüsse zu ziehen“, begründet Hitzinger den Beschluss. „Geholfen hat uns, dass wir zum ersten Mal auf einer Strecke waren, für die wir Vergleichsdaten mit dem Vorjahresauto als Referenz heranziehen konnten.“
Gegenwärtig diskutieren die Verantwortlichen in Weissach allerdings noch die Frage, für welche Hybridklasse sich Porsche in der diesjährigen Saison der Langstrecken-WM entscheidet. „Der nächste Schritt ist jetzt die Homologation Ende Februar, bei der wir uns auch endgültig festlegen, in welcher Megajoule-Klasse wir die Saison 2015 am effizientesten bestreiten wollen“, erklärt Fritz Enzinger, der den Einsatz im Sportwagen-Oberhaus leitet.
Somit absolvierte Porsche nach den Einstellfahrten in Abu Dhabi in der bahrainischen Kapitale bereits die zweite Testsitzung. „Es ist wichtig, dass nun alle Fahrer das 2015er Auto kennengelernt haben“, kehrt Teamchef Andreas Seidl hervor. „Das Testprogramm umfasste neben den vielen technischen Aspekten auch das Einarbeiten der neu hinzugekommenen Mechaniker und Ingenieure, die wir für den Einsatz des dritten Autos in Spa und in Le Mans an Bord holen durften.“

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