Toyota krönte sich erstmals zum Sportwagen-Weltmeister, Audi triumphierte während der Endurance-Wochen in Le Mans und auf dem Nürburgring. Im Sommer fiel schließlich die Acht-Minuten-Marke, während in Nordamerika die USCC ihre Premieresaison beging. SportsCar-Info blickt auf das Motorsportjahr 2014.
Januar: Überraschung in Dubai, Auftakt zur USCC-Meisterschaft
Das Jahr 2014 begann – wie inzwischen schon üblich – früh, sehr früh. Und zwar in der Wüste von Dubai. Den Auftakt in das Motorsportjahr bildete das fast schon traditionelle 24-Stunden-Rennen im Emirat. Die Entscheidung fand in der Nacht statt. Black Falcon, als Titelverteidiger angetreten, kam in große Schwierigkeiten, womit der Porsche von Stadler Motorsport die Spitze übernahm. Schließlich konnte die Mannschaft durch Konstanz den Überraschungssieg ins Ziel retten.
Weiter im Kalender ging es mit dem zweiten Ein-Tages-Rennen, welches ein echter Klassiker ist: die 24 Stunden von Daytona. Es war der mit Spannung erwartete Auftakt für die neue United SportsCar Championship – der Zusammenschluss aus ALMS und Grand-Am. Für den Saisonbeginn war inklusive Gaststartern ein enormes Feld gemeldet.
Bereits beim „Roar before the Rolex“, den Testfahrten zum Beginn des Jahres, legte Corvette die Zeiten vor. Dies setzten die Mannschaften, angeführt von Action Express Racing auch in den Trainings fort, womit sie zu den großen Favoriten gehörten. Überschattet vom schweren Unfall von Memo Gidley in den Anfangsstunden, fuhr João Barbosa im Duell der Altmeister gegen Max Angelelli zum zweiten Sieg für AXR nach 2010. Die GTLM-Klasse ging an Porsche, die somit einen gebührenden werksseitigen Einstand in Nordamerika feierten. (Daniel Stauche)
Februar: Herzschlagfinale in Bathurst
Nach einer turbulenten Saisoneröffnung flauen die Ereignisse im Februar zumeist ab. Nicht anders in diesem Jahr: Die einzige Großveranstaltung ereignete sich in Down Under. In einem nervenaufpeitschendem Endspurt triumphierte Maranello Motorsport beim Zwölf-Stunden-Wettbewerb in Bathurst über HTP Motorsport. Letztlich kreuzte das Ferrari-Quartett Mika Salo, Craig Lowndes, Peter Edwards und John Bowe vor Maximilian Buhk, Harold Primat und Thomas Jäger. (Maximilian Graf)
März: Chip Ganassi Racing obsiegt in Sebring
Im März startete schließlich auch der Betrieb auf den deutschen Rennstrecke in die Saison 2014. Auf der Nordschleife begannen die Breitensportserien VLN und RCN mit ihren Test- und Einstellfahrten. BMW hatte zur Austragung eines neuen Markenpokals zudem eine Rennversion des M235i angekündigt, bekam aber deutliche Probleme mit der Auslieferung. Erst drei Tage vor dem ersten Wertungslauf der VLN – damit sprichwörtlich auf den letzten Drücker – erhielt ein Großteil der Teams zumindest ein Einsatzfahrzeug.
Aufgrund der Lieferprobleme entschieden sich die Verantwortlichen aber, den ersten Saisonlauf nicht mit in die Meisterschaftswertung für den BMW M235i Racing Cup aufzunehmen. Am Ende der gewohnt vierstündigen Distanz stand indes einem souveränen Triumph von Phoenix Racing nichts mehr im Wege. Die Audi-Mannschaft setzte sich gegen Uwe Alzen und Philipp Wlazik im BMW Z4 durch. Den letzten Podiumsplatz sicherte sich Black Falcon mit einem Mercedes-Benz Flügeltürer.
Auch die Langstrecken-WM startete ihre Saison wiederum im März. Beim Prolog und damit dem ersten Aufeinandertreffen der drei großen Kontrahenten Audi, Toyota und Porsche gelang es der Abordnung aus Zuffenhausener, mit einer Bestzeit ein erstes Ausrufezeichen mit dem erst kurz zuvor vorgestellten 919-Hybridprototyp zu setzen.
Ein Klassiker ereignete sich in Sebring. Das traditionsreiche Zwölf-Stunden-Rennen von Sebring fand erstmals unter der Flagge der USCC statt – und erstmals seit langer Zeit ohne die Teilnahme der schnellsten Le-Mans-Prototypen der LMP1-Kategorie. Nachdem in der letztjährigen Ausgabe noch Audi mit dem R18 e-tron quattro gewann, sah die diesjährige Veranstaltung schlussendlich Chip Ganassi Racing als Sieger. (Tim Keuler)
April: Reger Betrieb auf der Nürburgring-Nordschleife
Im April des Jahres 2014 stand in der Eifel alles im Zeichen der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, dem 24-Stunden-Rennen, welches der ADAC im Juni terminierte. Es herrschte Hochbetrieb auf der Nordschleife des Nürburgrings. Sowohl zwei VLN-Wertungsläufe als auch das erstmals ausgetragene 24-Stunden-Qualifikationsrennen stellte die teilnehmenden Teams vor eine logistische Herausforderung.
Als Sieger ging hieraus die BMW-Einsatzmannschaft Marc VDS Racing hervor. Uwe Alzen, Maxime Martin und Marco Wittmann gewannen vor drei weiteren BMW-Gespann und machten damit einen eindrucksvollen BMW-Vierfachtriumph perfekt. Die Truppe von Marc van der Straaten gewann auch den dritten Wertungslauf der VLN, wobei Dirk Adorf und Nick Catsburg das Siegerfahrzeug pilotierten. Den zwei Wochen zuvor ausgetragenen zweiten VLN-Lauf gewann hingegen Frikadelli Racing.
In der Langstrecken-WM entschied der spätere Weltmeister Toyota auf Anhieb das erste Rennen des Jahres mit einem Doppelsieg für sich. Nicolas Lapierre, Anthony Davidson und Sébastien Buemi behielten dabei in Silverstone die Nase vor Alexander Wurz, Kazuki Nakajima und Stéphane Sarrazin im Schwesterfahrzeug. Porsche schlug sich bei seinem ersten Renneinsatz in der Saison der Rückkehr nach Le Mans mit einem Podestplatz achtsam. Audi erlebte unterdes ein Debakel beim Saisonauftakt. Beide Fahrzeuge schieden aus. (Tim Keuler)
Mai: Generalprobe zu den Langstrecken-Klassikern
Der Mai des vergangenen Jahres stand ganz im Zeichen der Generalproben auf die großen Langstrecken-Klassiker. In Spa-Francorchamps traf sich die Elite der Langstrecken-WM, und den vierten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft nutzten über zweihundert Starter zum letzten Test vor dem Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife. Aber auch der Rest des Monats hatte es in sich.
In der Qualifikation der Sechs Stunden von Spa-Francorchamps setzte Porsche das erste Ausrufezeichen. Den Zuffenhausenern gelang es, die Poleposition zu erlangen. Am Ende musste der Traditionshersteller aber den Abordnungen von Toyota und Audi den Vortritt lassen. Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastien Buemi holten den zweiten Saisonsieg für die Japaner. Derweil verlief die Rennpremiere des Rebellion R-One holprig. Fern ab von guten Rundenzeiten hatte der erste Auftritt des Schweizer LMP-Boliden eher den Charakter einer Testfahrt.
Am gleichen Wochenende feierte die Mannschaft von Extreme Speed den ersten LMP-Sieg in der noch jungen United SportsCar Championship. In Laguna Seca zeigten Johannes van Overbeek und Ed Brown, dass die LMP2-Rennwagen auf technisch anspruchsvollen Kursen durchaus eine Chance gegen die bis dahin dominierenden DP-Boliden haben.
Eine Woche später schaffte die Porsche-Delegation von Schütz Motorsport in den Dünen von Zandvoort einen Doppelsieg. Jaap van Laagen gewann mit seinem Partner Kévin Estre beide Rennen bei widrigen Wetterbedingungen. Der Niederländer übernahm die Führung in der Tabelle und kämpfte anschließend bis zum Saisonende um den Titel.
Die Nordschleife lockte am Wochenende darauf ein Mammutfeld von über zweihundert Startern zum vierten VLN-Rennen. An die dreißig siegfähige Wagen aus dem GT-Lager nutzten die Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy als Generalprobe vor dem 24-Stunden-Rennen. Lance David Arnold, Andreas Simonsen und Christian Menzel sicherten sich im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon sowohl die Bestzeit in der Qualifikation als auch den Sieg im Rennen. Der Lauf wurde allerdings nach einem schweren Unfall auf der Döttinger Höhe vorzeitig abgebrochen.
In Brands Hatch gewann die Truppe von Grasser Racing beide Rennen der Blancpain Sprint Series und Jota Sport sicherte sich den Sieg beim zweiten Lauf der ELMS in Imola. Am letzten Mai-Wochenende dominierte Schubert Motorsport beim Auftritt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring. Dominik Baumann und Claudia Hürtgen ließen der Konkurrenz beim Hauptrennen keine Chance. Zugleich schafften Guy Smith, Andy Meyrick und Steven Kane beim Lauf der BES-Serie in Silverstone einen historischen Sieg. Für die Bentley-Boys war es der erste Sieg in heimischen Gefilden nach achtzig Jahren Pause. (Ralf Kieven)
Juni: Endurance-Wochen in Le Mans und auf dem Nürburgring
Den Monat Juni kennzeichneten die Endurance-Wochen. Denn die Verantwortlichen in Paris, Le Mans und Köln fasst bei ihrer Terminplanung den Entschluss, die 24-Stunden-Rennen von Le Mans und auf dem Nürburgring auf zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Schlussendlich beendete Audi diesen Marathon triumphal, indem die Ingolstädter Delegationen binnen sieben Tagen zweimal den Erfolg für sich reklamierten.
Im Département Sarthe trugen Benoît Tréluyer, André Lotterer und Marcel Fässler den Sieg davon, woraufhin Phoenix Racing in der Eifel mit Christian Mamerow, Christopher Haase, René Rast und Markus Winkelhock reüssierte. Zuvor kehrte Callaway Competition auf dem ehemaligen Österreichring zurück in die Erfolgsspur: Mit einem Doppelsieg manifestierte die Corvette-Mannschaft ihre Ambition, den Titel im ADAC GT Masters zu verteidigen.
Ein weiterer Höhepunkt im Juni: das Nachtrennen der SRO-Langstreckenmeisterschaft auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Den Zweikampf zwischen Bentley und McLaren entschied der Traditionshersteller aus dem Vereinigten Königreich zu seinen Gunsten. Guy Smith, Andrew Meyrick und Steve Kane erblickten die Zielflagge vor Grégoire Demoustier, Nicolas Lapierre und Álvaro Parente von ART Grand Prix. (Maximilian Graf)
Juli: Audi feiert dritten 24-Stunden-Triumph
Der Juli begann am Nürburgring mit einem Donnerwetter. Beim morgendlichen Zeittraining zum fünften Saisonlauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft missachteten zahlreiche Piloten eine Gelbphase auf dem Eifelkurs. Die Folge: Mehr als fünfzig Strafen wurden seitens der Regelhüter ausgesprochen. Aufgrund der zahlreichen Vorfälle wurde die Veranstaltung auf rund zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten verkürzt. Das eigentliche Rennen gewann letztlich die Mannschaft von Frikadelli Racing.
Zum Ende des Monats traf sich die GT-Szene zum Gipfeltreffen beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. In einem spannenden Zweikampf duellierten sich Audi und die BMW-Mannschaft von Marc VDS bis in die letzten Rennstunden. Letztlich behielten Laurens Vanthoor, Markus Winkelhock und René Rast vom W Racing Team die Oberhand und bescherten Audi nach dem Sieg auf dem Nürburgring und in Le Mans den dritten Triumph im Langstrecken-Sommer.
Allerdings hatte das Rennen auf der Ardennen-Achterbahn einen faden Beigeschmack. Nahezu die Hälfte der ersten vier Stunden verbrachte das Feld hinter dem Safety-Car. Ein Unfall zwischen zwei Ferrari-Fahrzeugen bescherte letztlich einen zwischenzeitlichen Rennabbruch und eine längere Zwangspause für die Protagonisten. (Daniel Schnichels)
August: Negativschlagzeilen im ADAC GT Masters
Beim 37. RCM-DMV-Grenzlandrennen auf der Nordschleife feierten Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman ihren dritten Saisonsieg in der VLN. Zudem war es für Frikadelli Racing der zweite Saisonsieg in Serie. Den Sieg beim Saisonhöhepunkt, dem Sechs-Stunden-Rennen, sicherte sich hingegen Rowe Racing. Gleichzeitig war es der dritte Triumph in Folge für die Abordnung mit dem AMG-Flügeltürers.
Doch auch das ADAC GT Masters hatte zahlreiche Schlagzeilen parat. Dabei avancierte HTP-Schützling Maximilian Buhk zum unfreiwilligen Hauptdarsteller. Beim Lauf auf dem Slovakiaring missachtete Buhk bei der Bergung seines Mercedes-Benz die Anweisungen der Sportkommissare. Für den DMSB griff das junge GT-Ass somit unfreiwillig in den Rennverlauf ein und sah sich gezwungen, Buhks Fehlverhalten mit der Entziehung seiner Lizenz zu ahnden.
Für ein Kuriosum sorgte auch der ADAC-GT-Masters-Lauf auf dem Nürburgring. Obwohl noch eine Restzeit zu absolvieren war, winkte der zuständige Rennleiter den Wettkampf mit dem karierten Tuch ab. Letztlich konnte RWT Racing das Rennen zwar gewinnen, doch ein fader Beigeschmack bei den zweitplatzierten von Zakspeed blieb dennoch. (Daniel Schnichels)
September: Mammutwochenende im Herbst
Im September kam es zur größten Terminkollision des Jahres. An einem Wochenende fanden das Saisonfinale der BES-Serie auf dem Nürburgring und die Begegnung des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring statt, während die Langstrecken-WM und die USCC ihre Rennen im texanischen Austin austrugen.
Zuvor siegten Maximilian Götz und Maximilian Buhk beim Auftritt der Blancpain Sprint Series in Portugal und nahmen den Kurs in Richtung Meisterschaft auf. Eine Woche darauf traten über hundertsiebzig Teams unverrichteter Dinge den Heimweg aus der Eifel an. Dichter Nebel, der sich auch im Laufe des Tages nicht lichten wollte, machte den Start des achten VLN-Laufs unmöglich.
Am erwähnten Mammutwochenende dominierte Audi anschließend auf allen Strecken. René Rast und Kelvin van der Linde machten im Audi von C. Abt Racing mit ihrem Doppelsieg auf dem Sachsenring einen großen Schritt in Richtung GT-Masters-Titel. Derweil siegten Laurens Vanthoor, Christopher Mies und César Ramos im WRT-Audi beim Tausend-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Der Belgier sicherte sich somit den Titel der BES-Serie.
In Austin profitierten die Audianer Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer von Wetterkapriolen und taktierten sich zum Sieg auf dem Circuit of The Americas. Der Sieg beim Rennen der USCC an gleicher Stelle ging an Chip Ganassi Racing. (Ralf Kieven)
Oktober: Monat der Entscheidung
Der Oktober war einer der ereignisreichsten Monate – in jeglicher Hinsicht. Er begann politisch damit, dass die Super-GT-Organisatoren GTA mit der DTM ein Abkommen über eine gemeinsame Zukunft schlossen. Auf der Strecke hingegen feierten die ersten Meisterschaften ihr Saisonfinale. Die erste prominente davon war die United SportsCar Championship beim Petit Le Mans. Während der Sieg auf der Road Atlanta an Wayne Taylor Racing ging, holten die Corvette-Markenkollegen von Action Express Racing bereits nach einer Stunde – ab diesem Zeitpunkt ging das Auto in Wertung – den Titel.
Anschließend beging das ADAC GT Masters in seine entscheidende Runde. C. Abt Racing mit den Fahrern René Rast und Kelvin van der Linde konnte den Titel der deutschen GT-Meisterschaft holen. Den Abschluss machte die ELMS, die in Estoril an die Titelverteidiger Signatech-Alpine ging. Die Langstrecken-WM, die einen etwas anderen Zeitplan verfolgt, kam dagegen erst richtig in Fahrt. Am Fuji begann die zweite Saisonhälfte – und damit der Siegeszug von Toyota.
Auch die VLN organisierte ihr Finale im Oktober, den Titel errangen aber schon im vorletzten Lauf das Team Derscheid, während Bentley auf der Nordschleife debütierte, um im nächsten Jahr das 24-Stunden-Rennen zu bestreiten. Ferner gelang Jürgen Alzen Motorsport der erste Erfolg mit dem Ford GT. Für den größten Aufreger sorgte allerdings wieder eine politische Entscheidung. Viktor Charitonin kaufte zwei Drittel an der Capricorn-Nürburgring-Beteiligungsgesellschaft und löste damit viele Diskussionen aus. (Daniel Stauche)
November: Toyota kürt sich zum Weltmeister
Auch im November war einiges geboten. Angefangen hat der Monat mit einem dominanten Toyota-Doppelsieg in Shanghai. Als nächstes stand die Baku World Challenge an, welche die belgische Audi-Equipe WRT gewann. Die erfolgreichen Fahrer waren Laurens Vanthoor und César Ramos. Darauf folgte das Finale der International GT Open in Barcelona. Dort holten sich Roman Mawlanow und Daniel Zampieri im Ferrari von SMP Racing den Titel. Auch abseits der Strecke bot die International GT Open für Gesprächsstoff. Denn ab 2015 wird die Serie eine reine GT3 Meisterschaft.
Ein weiterer Meister wurde in Austin gekürt. Denn in Texas gewann der Neuseeländer Earl Bamber den Porsche-Supercup. Aber auch am anderen Ende der Welt wurde ein Titel vergeben. Richard Muscat hieß am Ende der Titelträger in der australischen GT-Serie.
Daraufhin vermeldete die hiesige VLN-Veranstaltergemeinschaft positive Nachrichten. Zuerst wurde die VLN in den internationalen Rang erhoben und zweitens wurden die Verträge mit Capricorn unterzeichnet. Danach wanderte Blick wieder nach Fernost. Denn es stand das Finale der Super-GT-Serie auf dem Twin Ring Motegi an. Nissan triumphierte nicht nicht nur in der Teamwertung, sondern holte auch den Fahrertitel mit Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarlli. Kaum später absolvierte Nissan seinen ersten LMP1-Test mit Michael Krumm am Steuer.
Ein weiterer Höhepunkt im November: der Macao-Grand-Prix. Auf dem chinesischen Stadtkurs feierte Mercedes-Benz einen Doppelsieg mit Maro Engel und Renger van der Zande. Anschließend fiel in der Arabischen Wüste in Bahrain die Titelentscheidung der LMP1-Fahrerwertung: Die neuen Titelträger sind die Toyota-Werksfahrer Anthony Davidson und Sébastien Buemi. Zwischen dem Halbfinale und der WM-Endrunde wurden außerdem einige interessante Fahrerentscheidungen getroffen. Zu einem erklärte „Mister Le Mans“ Tom Kristensen seinen Rücktritt. Darauf feierte eine andere große Persönlichkeit sein kurzes Comeback. Emerson Fittipaldi fuhr in São Paulo einen GTE-Am-Ferrari. Und zum Schluss verkündete Porsche die Verpflichtung von Nico Hülkenberg für den nächstjährigen Le-Mans-Einsatz.
Das letzte wichtige Ereignis im November: das Finale der Langstrecken-WM in São Paulo. Zunächst hatte Mark Webber einen schweren Unfall, den der ehemalige Formel-1-Pilot ohne größere Verletzungen überstand. Kurze Zeit später begoss Porsche den ersten Sieg in der LMP1-Division mit Champagner. (Gereon Radomski)
Dezember: Erstauflage des 32-Stunden-Rennens an der Algarve
Auch im Dezember wurde Motorsport betrieben. Neben dem zweigeteilten Zwölf-Stunden-Rennen in Abu Dhabi fand im Dezember auch das erste 32-Stunden-Rennen an der Algarve statt. Des Weiteren begannen vielerorts bereits die Vorbereitungen auf die nächstjährige Saison – beispielsweise forciert das Porsche-Werksteam bereits die Weiterentwicklung des Porsche-919-Hybrid-Prototyps.
In Abu Dhabi gewann schlussendlich die Ferrari-Werksmannschaft AF Corse. Davide Rigon, Michele Rugolo und Steve Wyatt setzten sich im finalen Dreikampf gegen Bernd Schneider, Jereon Bleekemolen und Khaled Al Qubaisi im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon durch. Kévin Estre, Álvaro Parente und Robert Bell sicherten sich beim Debüt des neuen Modells McLaren 650S GT3 den Bronzerang.
Beim 32-Stunden-Rennen an der Algarve triumphierte wiederum Formula Racing. Mikkel Mac, Lars Steffensen, Bo McCormick und Johnny Laursen sicherten sich in einem Seat Leon Supercopa den Sieg. Die zweitplatzierte Intersport-Mannschaft überquerte die Ziellinie mit ihrem BMW M3 CSL mit zwanzig Runden Rückstand. Mit dem Cor-Euser-Racing-Team sicherte sich ein weiteres BMW-Team den letzten Podestplatz.
Porsche führte zu Winterbeginn zusammen mit Werksfahrer Marc Lieb schon einen ersten Funktionstest auf der hauseigenen Rennstrecke im neuen Porsche 919 Hybrid durch. Der Ausfahrt mit der neuen Konfiguration stellte gleichzeitig quasi den Beginn der neuen Langstrecken-WM-Saison da. Einen ersten Test auf einem offiziellen Rundkurs wird Porsche Ende Januar durchführen. Zeitgleich begannen auch andernorts ? beispielsweise in Veirano ? bereits die Vorbereitungen … (Nick Preylowski)
Die SportsCar-Info-Redaktion wünscht an dieser Stelle einen guten Rutsch ins neue Motorsportjahr.

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