Langstrecken-WM: FIA erneuert das sportliche Reglement

FIA und ACO führen ein neues Qualifikationsformat in der Langstrecken-WM ein. Ferner erfolgt eine Fusion der Wertungen LMP1-H und LMP1-L. Zur Kostendecklung limitiert das Reglement künftig die Reifensätze. Andererseits erwarten die Teilnehmer höhere Nenngebühren. Ein Überblick über die Neuerungen im sportlichen Regelwerk.

FIA und ACO führen ein neues Qualifikationsformat in der Langstrecken-WM ein. Ferner erfolgt eine Fusion der Wertungen LMP1-H und LMP1-L. Zur Kostendecklung limitiert das Reglement künftig die Reifensätze. Andererseits erwarten die Teilnehmer höhere Nenngebühren. Ein Überblick über die Neuerungen im sportlichen Regelwerk.

Vergangene Woche hat der FIA-Weltrat Anpassungen am sportlichen Reglement der Langstrecken-WM veröffentlicht. Das hundert Seiten umfassende Dokument enthält Änderungen, die sowohl die Klassen LMP1 und die LMP2 als auch die Kategorien GTE-Pro und GTE-Am betreffen. Weitere Neuerungen, beabsichtigen die Verantwortliche in Paris wiederum, auf der nächsten Tagung Ende März zu verkünden.

Tiefgreifend modifiziert haben die Regelmacher das Qualifikationsformat. Künftig wertet die Rennleitung die jeweils schnellste Rundenzeit zweier Fahrer einer Besatzung anstatt deren zwei raschesten Umläufe. Zudem muss mindestens ein Silber- oder Bronzepilot in der LMP2-Wertung respektive ein Bronzeathlet in der GTE-Am-Division an der Sitzung teilnehmen. Die Dauer beträgt fortan lediglich zwanzig Minuten. 

In der Spitzenklasse planen die Regelhüter eine Fusion der Wertungen LMP1-H und LMP1-L, wodurch Werksmannschaften und Privatiers hinfort gegeneinander antreten. Daher verleihen die FIA und der ACO die Endurance-Trophäe zukünftig an das bestplatzierte LMP1-Gespann, das keine Hybridtechnologie verwendet. Allerdings muss noch eine endgültige Bestätigung dieser Wiedervereinigung erfolgen. 

Zur Kostendecklung limitiert das Regelwerk überdies die Reifensätze an den Wochenenden. Demnach stehen LMP1-Rennställen pro Sechs-Stunden-Rennen sechsmal vier Pneus – acht in Shanghai und Manama – zur Verfügung, vier weitere Reifensätze für die Trainingseinheiten. In der LMP2-Sparte sind es hingegen vier Reifensätze je Wertungslauf, drei weitere fürs freie Fahren. GTE-Teams dürfen wiederum sechs und vier Gummisätze benutzen. 

Um Engpässe zu verhindern, verbietet das Regelwerk den Reifenlieferanten, einer Equipe die Ausstattung zu verweigern. Engagieren sich in einer Klasse zwei Hersteller, müssen diese in der Lage sein, die Hälfte des Teilnehmerfeldes zu beliefern – bei drei Herstellern sind es folglich ein Drittel. Darüber hinaus erhöhen FIA und ACO die Nenngebühren und beziffern jene auf 120.000 Euro für eine Saisonmeldung; ein Gaststart kostet 25.000 Euro.


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