Abu Dhabi: Titelverteidiger Black Falcon in der Defensive?

Ferrari tritt mit einem Großaufgebot beim Zwölf-Stunden-Rennen von Abu Dhabi an. McLaren begibt sich wiederum mit Werksfahrern in die Offensive – und feiert das Debüt der GT3-Variante des 650S-Modells. Ist Black Falcon dennoch imstande, seinen Titel auf dem Yas Marina Circuit zu verteidigen?

Ferrari tritt mit einem Großaufgebot beim Zwölf-Stunden-Rennen von Abu Dhabi an. McLaren begibt sich wiederum mit Werksfahrern in die Offensive – und feiert das Debüt der GT3-Variante des 650S-Modells. Ist Black Falcon dennoch imstande, seinen Titel auf dem Yas Marina Circuit zu verteidigen?

Wiederholt Black Falcon seinen Vorjahressieg beim Zwölf-Stunden-Rennen von Abu Dhabi? Um das deklarierte Ziel zu erreichen, treten die Titelverteidiger an diesem Wochenende in derselben Konstellation wie beim Start in der vergangenen Saison an. Erfolgsgarant Bernd Schneider formiert gemeinsam mit Jeroen Bleekemolen und Khaled Al Qubaisi ein Fahrertrio. Die zweite Besatzung bilden Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt und Richard Muscat. 

Als Hauptrivale tut sich Ferrari hervor. Die Roten fordern die AMG-Delegation mit einem Großaufgebot heraus. Ein exponierte Stellung nimmt Langstrecken-Weltmeister AF Corse ein, welcher mit einem Vier-Wagen-Gespann startet. Allerdings verzichtet Ferrari beim zweigeteilten Endurance-Wettstreit auf dem Yas Marina Circuit auf reine Profibesatzungen. Ein Nachteil? Womöglich. 

Allerdings verzeichnet AF Corse fraglos namhafte Piloten auf der Starterliste. Demnach wechseln sich Davide Rigon und Michele Rugolo am Lenkrad mit Steve Wyatt ab, während Marco Cioci sich die Schichten mit Piergiuseppe Perazzini und Filipe Barreiros teilt. Das Ferrari-Lager komplettieren darüber hinaus Kessel Racing mit zwei Sportwagen sowie Dragon Racing und die Scuderia Villorba mit jeweils einem Boliden. 

Ein prominenter Athlet in der Mannschaft von Kessel Racing: der zweifache Motorrad-Weltmeister Jorge Lorenzo. Dessen Einsatz sekundiert Liam Talbot. Ebenfalls mit an Bord: Marco Zanuttini und Jacques Duyver. „Es ist wahrhaftig ein Privileg, an der Seite von Lorenzo erneut für Kessel Racing zu fahren, da es sein erstes Rennen mit dem 458 ist“, stellt Talbot heraus. „Ich freue mich darauf zu sehen, was wir erreichen können.“ 

McLaren debütiert mit 650S GT3

Die Silberpfeil-Fraktion vervollständigt wiederum GT Russian mit dem dreiköpfigen Ensemble Alexey Vasilyev, Marko Asmer und Karim Al Azhari. Die Kontrahenten von Audi spielen höchstwahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle am Persischen Golf. Die Einsatzmannschaften heißen Absolute Racing und I.S.R., welche dennoch international bekannte Piloten wie Ho Pin Tung, Aditya Patel und Filipa Salaquarda aufgestellt haben. 

Zweifelsohne eine Favoritenstellung bezieht McLaren. Denn der Traditionshersteller aus dem Vereinigten Königreich begibt sich mit seinen Werksfahrern Kévin Estre, Álvaro Parente und Robert Bell in die Offensive. Obendrein befindet sich der Konstrukteur aus einem weiteren Grund im Auge des Orkans: In der Arabischen Wüste erfolgt das Debüt des neuen GT3-Modells 650S. Im zweiten Cockpit hantieren indes Peter Kox, Nico Pronk und Gilles Vannelet. 

Außerdem bestreitet Gulf Racing das Langstreckenrennen auf Yas Island mit einem Lamborghini Gallardo FLII. An Bord rotieren Roald Goethe, Stuart Hall und Frédéric Fatien. Die CN3-Wertung fügt sich wiederum ausschließlich aus Prototypen des Typs Wolf GB08 der Teams Avelon Formula, Motionsport und CRM Motorsport zusammen. Jeweils einen Porsche 991 GT3 Cup setzen STP Racing, Larbre Compétition, GDL Racing ein – MRS GT-Racing sogar zwei. 

Den Veranstaltungsablauf haben die Organisatoren auf drei Tage komprimiert. Am Donnerstag und Freitag ermöglichen drei Übungseinheiten, sich auf den Wettbewerb auf dem Yas Marina Circuit vorzubereiten. Anschließend werden in einer viergliedrigen Qualifikation – eine Sitzung pro Fahrer – die Startplätze vergeben. Am Samstag findet schließlich das Zwölf-Stunden-Rennen statt – unterteilt in zwei Abschnitte. 

Zeitplan des Zwölf-Stunden-Rennens von Abu Dhabi (MEZ)

Donnerstag
14.30-15.50 Uhr – Test 1

Freitag
06.15-07.25 Uhr – Test 2
09.25-10.35 Uhr – Test 3
13.00-14.45 Uhr – Qualifikation 

Samstag
06.00-12.00 Uhr – Rennen, Teil 1
15.00-21.00 Uhr – Rennen, Teil 2


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