Fuji: KCMG strebt zweiten LMP2-Saisonsieg an

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Die KC-Motorengruppe will beim WM-Lauf am Fuji an die gute Leistung aus Texas anknüpfen das Gespann aus Hong Kong holte seinen ersten Sieg in der LMP2-Kategorie. Dagegen beabsichtigen die Konkurrenten von Oak Racing das vorhandene Potential des Ligier-Prototyp in einen ersten Erfolg ummünzen.

Durch den Sieg im texanischen Austin ist die Truppe von KCMG zurück im LMP2-Meisterschaftskampf. Mit 33 Punkten Rückstand geht es für die Stammpiloten Richard Bradley und Matt Howson am Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Auf dem viereinhalb Kilometer langen Rundkurs am Fuße des Mount Fuji unterstützt Alexandre Imperatori wieder das Fahrerduo, nachdem er schon in Spa-Francorchamps und Le Mans für den chinesischen Oreca-Rennstall fuhr.

Zudem tritt Imperatori auch bei den verbleibenden Läufen für KCMG. „Ich bin glücklich, für den Rest der Saison die Rennen bei KCMG fahren zu dürfen. Wir wollen das Momentum aus Austin mitnehmen“, gibt sich Imperatori kämpferisch. „Fuji ist ein bisschen wie ein zweites zu Hause für uns alle, durch unsere Erfahrungen in der Formel-Nippon, japanischen F3 und der Super GT. Wir wollen den japanischen Fans eine gute Schau liefern und möglichst ganz oben auf dem Podium landen.“

Oak Racing will ersten Sieg mit Ligier

Um den zweiten Sieg in Folge Wirklichkeit werden zu lassen, muss sich KCMG insbesondere gegen Oak Racing durchsetzen. Das französische Equipe rund um Roman Rusinov, Olivier Pla und Julien Canal konnte in Austin fast vollends überzeugen. Sie fuhren mit dem neuem Ligier-Prototyp, der aus der Feder von Onroak entstammt, sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen die schnellsten Rundenzeiten. Nur Pech bei der Reifenwahl verhinderte einen Sieg. 

Oak Racing formuliert seine Ziele daher unmissverständlich- „Wir haben ein starkes Auto mit sehr viel Potential und dieses Wochenende wollen wir ganz klar nur eins: den Sieg“, stellt Roman Rusinov klar. ,,Wir werden unser Bestes geben, um den Sieg bei den Sechs Stunden von Fuji zu feiern. Aber unsere Priorität liegt auf dem LMP2 Titel.“ Primäres Ziel: Die Tabellenspitze. ,,Das Team ist motiviert und nun liegt es an uns die Meisterschaftsführung zurückzuholen“, fügt Julien Canal hinzu.

Das die Ligier-Mannschaft reist mit 27 Punkten Rückstand in der Fahrerwertung sowie in der Teamwertung ins Land der aufgehende Sonne. Den Rückstand handelte man sich durch den Ausfall bei den 24 Stunden von Le Mans ein. In Silverstone und Spa-Francorchamps war das russisch-französische Gespann schon erfolgreich. Damals gewannen sie allerdings auf einem Morgan-Nissan-Renner. Nun soll der erste Sieg mit dem Ligier-Sportwagen folgen.

Oak Racing setzt zweiten Prototyp ein

Indes kommt SMP Racing als Tabellenführer nach Fernost. Dabei hat SMP nur ein Eisen im Feuer, da der Führende Sergey Zlobin mehrmals mit anderen Fahrern das Volant des Oreca-Nissan-Boliden mit der Startnummer 27 teilte. Beim bevorstehendem fünften Lauf zur Langstrecken-WM heißen seine Teamkollegen Nicolas Minassian und Maurizio Mediani. 

Zu den vier Fahrzeugen von KCMG, Oak Racing und SMP Racing, betreut Oak Racing den Einsatz eines zweiten Gefährtes. Als Einsatzfahrzeug fungiert nicht der in Eigenregie gebaute Ligier JS P2, sondern Oak Racing greift auf die altbewährte Morgan-Judd-Kombination mit der Startnummer 35 zurück.

Zudem wird die Japanerin Keiko Ihara ein Heimspiel am Fuße des Vulkans Fuji haben. „Ich bin überglücklich, die Sechs Stunden von Fuji in meinem eigenen Land fahren zu dürfen. Vor einem Monat habe ich noch die Frei Stunden von Fuji, ein Rennen der Asiatischen Le-Mans-Serie an genau dieser Stelle gewonnen. An dieses Ergebnis würde ich sehr gerne anknüpfen“, verkündet die Japanerin.

An ihrer Seite hat Oak Racing den Briten Alex Brundle und den Kolumbianer Gustavo Yacamán aufgestellt. Das Dup Brundle und Yacaman fährt gemeinsam in der USCC und erkämpfte in dieser Saison zwei Polepositions sowie zwei Silberränge. „Die Nennung eines Morgan-Judds für die nächsten drei WM-Läufe soll das Potential unserer zwei LMP2-Fahrzeuge zeigen“,f asst Nicolet die Entscheidung der Rückkehr zusammen. „Wir werden neben dem Ligier in G-Drive Lackierung auch unseren Morgan auf einer großen Bühne präsentieren können, die die Weltmeisterschaft mit ihrem extrem hohem Level an Wettbewerb bietet.“