Michael Flehmer: „Gewinnen wollen wir immer“

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Das Team Derscheid führt derzeit komfortabel die Wertung der VLN-Langstreckenmeisterschaft an. Aber die Konkurrenz liegt auf der Lauer und hofft auf einen Fehler der BMW-Truppe. SportsCar-Info hat sich mit Derscheids Fahrerkollegen Michael Flehmer eine Bestandsaufnahme vor dem Halbfinale vorgenommen.

Rolf Derscheid und Michael Flehmer sind auf einem guten Weg, VLN-Meister der Saison 2014 zu werden. Und das nicht ohne Grund. In sechs von sieben Rennen der Eifel-Serie gewannen die deiden ihre Klasse V4 für Serienwagen bis zweieinhalb Litern Hubraum. Nur einmal leisteten sie sich eine kleine Schwäche und mussten sich mit einem zweiten Platz begnügen.

Dieses Ergebnis fließt nach derzeitigem Stand der Dinge am Ende der Saison allerdings als Streichergebnis in die Wertung ein. Mit einem weiteren Klassensieg könnte das rheinische Duo bereits beim DMV-250-Meilen-Rennen für eine Vorentscheidung sorgen. SportsCar-Info hat bei Michael Flehmer erfragt, wie die Privatmannschaft mit der Situation umgeht.

SportsCar-Info: „Ihr könnt am Samstag mit einem weiteren Klassensieg einen großen Schritt in Richtung VLN-Meisterschaft machen. Hat man das am Steuer im Hinterkopf?“

Michael Flehmer: „Gewinnen wollen wir immer. Bewusst fahre ich aber nicht mit dem Gedanken an einen Titel Rennen. Wenn es klappt, wäre das toll. Aber alleine das Gefühl, die ganze Zeit vorne zu liegen, ist für uns als Privatteam schön. Entschieden wird aber am Ende. Da hab ich keinen Einfluss drauf. Also mache ich mir auch keinen Kopf darüber.“

SportsCar-Info: „Ab wann war für Euch so richtig klar, dass Ihr um den Titel fahrt?“

Michael Flehmer: „Alle um uns herum rechnen. Aber ich habe kaum einen Plan, wer uns als Verfolger im Nacken liegt. Du brauchst auch das Quäntchen Glück.“

SportsCar-Info: „Wird Euer BMW-Fahrzeug vor den beiden letzten Läufen noch einmal besonders vorbereitet, oder bleibt Ihr bei der gewohnten Routine?“

Michael Flehmer: „Unser Auto wird wie immer vorbereitet. Wir sind da schon im Optimum. Die Konkurrenz in der Klasse ist aber besser geworden. Das ist eine Herausforderung.“

Die Klasse V4 der Führungsmannschaft ist am kommenden Samstag mit zwölf Startern solide besetzt. Auf Seiten der Verfolger rechnen sich Hannu Luostarinen und Tim Schrick die besten Chancen aus, das Ruder noch herumzureißen. Die beiden Starten für Kissling Motorsport in der Opel-Astra-Cup-Klasse, die mit siebzehn Teilnehmern ebenfalls gut gefüllt ist. Dahinter versammelt sich eine Riege weiterer Verfolger, die aber allesamt nur noch geringe Chancen haben, wenn sowohl das Team Derscheid als auch das Kissling-Duo patzen.