Bentley schickt zwei Werksfahrzeuge beim Zwölf-Stunden-Rennen von Bathurst 2015 an den Start. Eine Fahrerbesetzung bilden die bekannten Werksfahrer, die Besetzung des zweiten Fahrzeugs ist dagegen noch nicht formiert. Der Einsatz soll kein einmaliges Ereignis werden, vielmehr planen die Briten über mehrere Jahre den Start am Mount Panorama.
Der britische Luxusautomobilhersteller Bentley hat angekündigt, beim Zwölf-Stunden-Rennen im australischen Bathurst im kommenden Jahr einen Werkseinsatz mit zwei Fahrzeugen absolvieren zu wollen. Das hat der Geschäftsführer der VW-Tochter, Wolfgang Dürheimer, gegenüber „Carsguide“ auf dem Pariser Autosalon bekannt gegeben. Die Briten planen offenbar, ihr Engagement im Tourenwagensport nochmals zu erweitern. Als Einsatzfahrzeug soll, wie auch schon bei den erfolgreichen Auftritten im Rahmen der BES-Serie, der neuentwickelte Continental GT3 sein.
„Wir wissen, dass wir als Underdogs nach Australien kommen. Wir haben ein neuentwickeltes Auto und bislang keinerlei Daten der Strecke in Bathurst. Aber wir werden unser Bestes geben, um einen guten Eindruck zu hinterlassen“, so Dürheimer, der nicht mit sofortigem Erfolg rechnet. Er gehe nicht davon aus, im ersten Versuch gleich zu gewinnen.
„Wir freuen uns sehr darauf, die Marke Bentley an diese außergewöhnliche Rennstrecke und zu einem sehr sachkundigen Publikum zu bringen. Bislang habe ich nur über Bathust gehört und gelesen, aber es scheint, als sei es der australische Nürburgring“, so Dürheimer weiter. Er sei sehr gespannt darauf, selbst eine Runde auf der Rennstrecke am Mount Panorama zu fahren und will versuchen, selbst am Rennen teilnehmen zu können.
Fahrerfrage noch nicht abschließend geklärt
Mit dem Start beim Zwölf-Stunden-Rennen springt Bentley auf einen Zug auf, den auch Mercedes-Benz, Audi, Ferrari und viele andere Premiummarken bereits für sich nutzten. Das Rennen auf der Berg- und Talbahn von Bathurst hat in den vergangenen Jahren enorm an Popularität zugelegt. Aufgrund einer Terminkollision mit dem Vorsaisontest der V8 Supercar wird es allerdings schwierig, Fahrer zu verpflichten, die die Rennstrecke bereits sehr gut kennen.
Ein Fahrzeug, das ist laut Dürheimer bereits sicher, wird von den Werkspiloten Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick pilotiert. Die Besatzung auf dem zweiten Fahrzeug ist dagegen noch nicht beschlossene Sache. In den kommenden Wochen will das Team aber erstmals nach Australien reisen, um zunächst Daten der Rennstrecke in Vorbereitung für den Renneinsatz sammeln. Bentley plant aber offensichtlich noch mehr als nur einen Renneinsatz.
„GT-Rennsport verstehen wir als Möglichkeit für die Fans, in die Boxen, zum Team zu kommen, um ganz nahe am Geschehen zu sein. Wir werden absolut offen sein. Wir bauen sehr exklusive Fahrzeuge, aber im Rennsport stehen wir mit beiden Füßen auf dem Boden.“ Vielmehr wollen die Briten es schaffen, dass jeder Fan nah am Renngeschehen ist. Ob das funktioniert, wird im Februar zu beobachten sein, wenn die 2015er Ausgabe des Zwölf-Stunden-Rennens von Bathurst stattfindet.

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