Nach dem Triumph in Suzuka hat Lexus auch den Laufsieg bei der Super-GT-Premiere in Thailand errungen. Kazuki Nakajima und James Rossiter besiegten die Nissan-Konkurrenz dank eines strategischen Wagnisses. In der GT300-Wertung unterlag das BMW-Lager der Nismo-Mannschaft von NDDP Racing.
Lexus hat beim Super-GT-Halbfinale in Thailand den zweiten Saisonsieg in Folge für sich reklamiert. Nach ihrem Erfolg beim Tausend-Kilometer-Rennen von Suzuka triumphierten Kazuki Nakajima und James Rossiter auch bei der Premiere auf dem Chang International Circuit in Buriram. Das japanisch-britische Fahrergespann ertrotzte die Trophäe beim siebenten von acht Wertungsläufen ob eines strategischen Wagnisses.
Das Lexus-Ensemble verzichtete beim Boxenstopp auf einen Reifenwechsel, wodurch Nakajima nach einer katastrophalen Qualifikation in die Spitzengruppe befördert wurde. Im direkten Duell mit Masataka Yanagida profitierte Nakajima allerdings von technischen Ungereimtheiten seines Nissan-Widersachers, der daraufhin aufgrund von Motorproblemen die Box aufsuchte. Letztlich mussten Yanagida und Stallgefährte Satoshi Motoyama den Wettbewerb vorzeitig beenden.
Fortan verwaltete Nakajima seinen Führungsrang, musste sich lediglich einer Schlussoffensive des Nissan-Lagers erwehren. Bei den Lexus-Markenkollegen Daisuke Ito und Andrea Caldarelli scheiterte die Taktik jedoch. Zwar gelangte die japanisch-italienische Fahrerpaarung dank des Zeitersparnis beim Tankstopp an die erste Stelle im Klassement. Allerdings war Ito nicht imstande, diese Position zu verteidigen.
Der Lexus-Athlet ließ daher sowohl seinen internen Rivalen als auch die Nissan-Konkurrenz passieren. Somit erfochten Michael Krumm und Daiki Sasaki die Silbermedaille, während Hironobu Yasuda uns João Paulo Lima de Oliveira das Stockerl komplettierten. Den fünften Platz belegten wiederum Naoki Yamamoto und Frédéric Makowiecki, welche somit das beste Honda-Resultat am vergangenen Wochenende erstritten.
Marginale Abstände in der GT500-Tabelle
Lexus-Pilot Rossiter behauptet nun dank seines Erfolges in Buriram die alleinige Tabellenführung. Allerdings beträgt sein Vorsprung lediglich drei Punkte auf seine Verfolger aus den eigenen Reihen: Ito und Caldarelli. Auf Position drei hat sich wiederum das Nissan-Doppel Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli mit sechs Zählern Rückstand postiert, da sie die Ziellinie auf dem thailändischen Chang International Circuit bloß als Zehnte kreuzten.
In der GT300-Wertung hat derweil der Nismo-Rennstall NDDP Racing den Klassensieg davongetragen. Kazuki Hoshino und Lucas Ordóñez bezwangen schlussendlich die BMW-Übermacht, die sich auf den Plätzen zwei bis einschließlich vier einreihte. Vorneweg: Die Semiwerksmannschaft Jörg Müller und Seji Ara. Im nachfolgenden Duell setzen sich Nobuteru Taniguchi und Tatsuya Kataoka gegenüber Akira Iida und Hiroki Yoshimoto von LM Corsa durch.
Klare Verhältnisse herrschen dagegen in der GT300-Punktewertung. Nach dem Bronzerang führen Taniguchi und Kataoka vom Team UKYO das Meisterschaftsklassement mit 67 Punkten an. Der Vorsprung auf Katsuyuki Hiranaka und Björn Wirdheim, die ihren Mercedes-Benz-Flügeltürer nur als Achte über den weißen Strich hievten: neun Zähler. Müller und Ara sind indes gleichauf mit den Gainer-Rivalen.
Die Endrunde der diesjährigen Super-GT-Saison findet auf dem Twin Ring Motegi statt. Da die GTA-Organisation das finale Rennen auf dem Rundkurs in der Präfektur Tochigi für das zweite Novemberwochenende anberaumt hat, steht den Protagonisten allerdings zunächst einmal eine einmonatige Pause bevor.

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