Langstrecken-WM: Nissan sucht Fahrer aus den USA

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Zur Rekrutierung seines LMP1-Kaders begibt sich Nissan auf Fahrersuche in den Vereinigten Staaten. Vordergründig ermöglicht der fernöstliche Hersteller den Absolventen der GT-Akademie, sich für ein Cockpit zu qualifizieren. Überdies lässt sich die Werksmannschaft in Indianapolis nieder.

Nissan begibt sich in Nordamerika auf Fahrersuche, um einen Piloten aus den Vereinigten Staaten für den Werkskaders des geplanten Engagement der Langstrecken-WM zu rekrutieren. Daher bietet der japanische Konstrukteur Absolventen der hauseigenen GT-Akademie die Möglickeit, sich für ein LMP1-Cockpit zu empfehlen – sowohl den Siegern der US-Ausscheidungen als auch den zahlreichen Finalisten der letzten Jahre.

Bereits seit sechs Jahren eröffnet Nissan Konsolenspielern in verschiedenen Ländern die Gelegenheit, sich über das virtuelle Lenkrad für ein reales Cockpit zu qualifizieren. „All die US-Gewinner der GT-Akademie sind in den Genuss gekommen, Siege in wichtigen internationalen professionellen Veranstaltungen auf der ganzen Welt einzufahren“, kehrt Nismo-Chef Darren Cox daher hervor.

Dennoch beschränkt sich Nissan bei seiner Talentsichtung nicht ausschließlich auf die Sieger der GT-Akademie. „Aber wir sind in jedem Jahr, in dem wir den Wettbewerb ausgetragen haben, mit weiteren Talenten gesegnet gewesen – schon fast zu viel des Gutem“, fügt Cox hinzu. „Einige der Jungs, die nicht gewannen, haben eine Motorsportkarriere begonnen, nachdem die GT-Akademie quasi als Sprungbrett fungierte.“

Beim WM-Gastspiel in Austin teilte Nissan ebenso mit, sich mit seiner Le-Mans-Abteilung in Indianapolis niederzulassen. Der Hersteller aus Fernost bezieht daher gegenwärtig das ehemalige Hauptquartier des ChampCar-Rennstalls Forsythe Racing. Darüber hinaus gedenkt die Werksmannschaft, einen Standort in Europa einzurichten und greift auf die Kapazitäten des Nismo-Sitzes in Japan zurück.

Eine weitere Nachricht am vergangenen Wochenende: Nissan fungiert als Motorenlieferant der neuen LMP3-Kategorie, die der ACO in der nächstjährigen Saison einführt. Dies bietet der GT-Akademie die Option, den geförderten Fahrern ein Cockpitplatz in einem Prototyp zu vermitteln. „Die LMP2 wäre anschließend der nächste Schritt“, erklärt Cox das Konzept, eine Laufbahn im Langstreckensport zu unterstützen.