Australische GT: Tony Quinn vertagt Titelentscheidung

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Tony Quinn hat beim Gastspiel der australischen GT-Meisterschaft auf dem Sandown International Raceway eine beeindruckende Darbietung gezeigt. Der Aston-Martin-Pilot wahrte durch zwei Siege und einem zweiten Platz seine Meisterschaftschancen. Tabellenführer bleibt weiterhin Mercedes-Benz-Rivale Richard Muscat.

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Sandown, zirka 25 Kilometer entfernt von Melbourne, verkürzte Aston-Martin-Fahrer Tony Quinn (VIP Petfoods) den Rückstand auf Tabellenführer Richard Muscat (Erebus Motorsport) auf 32 Punkte verkürzen. Quinn und Mercedes-Benz-Kontrahent Muscat zeigten beim Halbfinale der australischen GT-Serie kurzweiligen Motorsport und machten dabei die Siege untereinander aus. Quinn siegte zweimal, Muscat einmal.

Aber alles der Reihe nach: Beim ersten vierzigminütigen Lauf am Samstag münzte Muscat seine Poleposition in eine komfortable Dreizehn-Sekunden-Führung um. Infolgedessen sah er lange nach dem sicheren Sieger aus. Doch durch einen zwanzig Sekunden längeren Pflichtstopp als Quinn, bedingt durch seine höhere Fahrereinstufung und seiner Startposition, verlor Muscat schließlich die Führung.

Es entwickelte sich anschließend ein spannendes Duell der Meisterschaftswidersacher, welches Quinn letzten Endes mithilfe der roten Flaggen für sich entschied. Denn Andrew Macpherson feuerte seinen Porsche in einer blinden Linkskurve in den Fangzaun und löste somit vorzeitig den Rennabbruch aus. Dritter wurden Justin McMillan und David Rusell mit ihrem Lamborghini Gallardo.

Muscat schlägt im zweiten Durchgang zurück

Auch der zweite vierzigminütige Lauf am Samstag verlief ereignisreich. Quinn vertedigte sich zunächst gegen Muscat und Rusell, wurde dann aber von beiden Verfolgern aufgeschnappt. Durch ihre freie Fahrt unterboten sowohl der Mercedes-Benz- als auch der Lamborghini-Fahrer nacheinander den Streckenrekord. Die neue endgültige Bestmarke fuhr Rusell in Runde sechzehn: 1:08,945 Minuten. 

Nach dem Absolvieren der Pflichtstopps lag Rusell solide in Führung, räuberte jedoch zu rabiat über die Randsteine des Sandown International Raceway, wodurch er sich schlitzte einen Reifen aufschlitzte. Nutznießer davon war Tabellenführer Muscat am Steuer seines AMG-Flügeltürers und siegte am Ende komfortabel vor Quinn sowie der Ferrari-Fahrerpaarung John Bowe und Peter Edwards von Maranello Motorsport.

Und im dritten Durchgang? Nachdem Muscat seine Poleposition in eine Acht-Sekunden-Führung umwandelte, wechselte nach dem Pflichtstopp erneut die Führung zu Gunsten von Quinn. Die letzten zwölf Minuten wurden somit zum Krimi. Der Aston-Martin-Pilot hielt den zahlreichen Angriffen von Muscat stand und sicherte sich einen knappen Sieg. Dritte wurden abermals McMillan Rusell. Damit fällt die Titelentscheidung auf dem Highlands Motorsport Park Anfang November.