Das Callaway-Corvette-Duo Daniel Keilwitz und Andreas Wirth hat das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gewonnen – dank richtiger Reifenwahl. René Rast und Kelvin van der Linde schafften im Audi R8 den Silberrang, während Maximilian Götz und Renger van der Zande im Mercedes-Benz-Flügeltürer Dritte wurden.
Callaway Competition hat den Sieg im ADAC-GT-Masters-Sonntagslauf auf dem Nürburgring erstritten. Die richtige Reifenwahl brachte Daniel Keilwitz und Andreas Wirth nach den Boxenstopps in die Führungsposition. Anders als René Rast und und Kelvin van der Linde waren sie bei Regen auf Slicks gestartet und profitierten daher von einer abtrocknenden Strecke kurz vor den Boxenstopps.
Im Gegensatz zu den anderen Teams der Spitzengruppe, die wie die Audi-Mannschaft auf Regenreifen gestartet waren, brachte Rast seinen Audi R8 genau auf den Punkt in die Box zum Wechsel auf seinen Partner und legte so den Grundstein für den späteren Silberrang. Renger von der Zande – Stallgefährte von Maximilian Götz – erkämpfte wiederum nach einer Saftey-Car-Phase den Bronzerang für HTP Motorsport, konnte aber gegen die beiden Führenden nichts mehr ausrichten. Platz vier belegten die Porsche-Piloten Jaap van Lagen und Christian Engelhart von Schütz Motorsport.
Start bei nassen Bedingungen
Nach dem Start kämpfte sich Rast bereits in der Mercedes-Arena an die Spitze. Bei seinem Weg vom vierten auf den ersten Platz, profitierte er aber vom Pech seines Teamkollegen Nicki Thiim. Der Audi des jungen Dänen rollte in der vierten Kurve ohne Vortrieb aus. Dabei hielt er Götz geringfügig auf und der Mercedes-Benz-Pilot konnte gegen Rasts Attacke nichts ausrichten.
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Im Fernduell um die Führung in der Meisterschaft entschieden sich der Tabellenführer van Laagen und sein Partner Engelhart für profillose Slicks, während die Spitzengruppe auf Regenreifen in das Rennen gestartet war. Der Niederländer setzte auf eine abtrocknende Strecke und hoffte, vom fünfzehnten Startplatz möglichst weit nach vorne fahren zu können. Die Taktik ging auch auf. Allerdings trocknete die Strecke erst spät ab. Nach gut zwanzig Minuten war der Niederländer gut eine Sekunde schneller als sein Kontrahent Rast an der Spitze auf Regenreifen, hatte aber bereits mehr als dreißig Sekunden Rückstand.
Spannung durch das Safety-Car
Keilwitz und Wirth entschieden sich für dieselbe Taktik, wie das Porsche-Duo und nach einer turbulenten Boxenstopp-Phase erwies sich die Wahl der profillosen Reifen als richtig. Rast übergab das Steuer als Erster an seinen Co-Piloten van der Linde und die Audi-Mannschaft von C. Abt Racing wechselte auf Slicks. Der Audi kam aber als Zweiter hinter der Corvette aus den Boxenstopps und Wirth fuhr das Rennen am Ende sicher nach Hause, obwohl eine kurze Safety-Car-Phase das Feld kurz vor dem Rennende zusammen brachte und an der Spitze noch spannende Zweikämpfe entbrannten.
Während alle Augen auf dem Führungsduo lagen, das nach einem kleinen Fehler von Wirth Tür an Tür um den Eifelkurs rannte, schnappte sich van der Zande im HTP-Flügeltürer den Porsche von Engelhart und übernahm den dritten Rang. Das Ergebnis führt zu einem Führungswechsel in der Meisterschaft, wo Rast und van der Linde nun knapp vor van Laagen die Wertung anführen.
Die Sieger des gestrigen Rennens waren erst gar nicht in das Rennen gestartet. Als das Feld in die Einführungsrunde ging, stand die Corvette aus dem RWT-Renstall aufgebockt in der Box. Ein Benzinleck ließ sich auf die Schnelle nicht beheben und ein Start war so nicht möglich.

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