VLN: „Rosi“ führt LMS Engineering zum Doppelsieg

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Für Ulli Andree, Christian Krognes, Georg Niederberger und Stefan Wieninger endete beim siebenten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft die Durststrecke. Bei stark wechselnden Wetterbedingungen setzte sich das Fahrerquartett mit seinem Audi TT RS2 „Rosi“ eindrucksvoll gegen die Teamkollegen durch.

LMS Engineering hat zusammen mit Ulli Andree, Christian Krognes, Georg Niederberger und Stefan Wieninger die SP3T-Wertung des Ruhrpokal-Rennens über eine Distanz von sechs Stunden gewonnen. Auf den zweiten Platz fuhr das Schwesterfahrzeug mit Daniela Schmid, Roland Botor und „Christopher Tiger“. Das Podium der Specials bis zwei Liter Hubraum mit Turboaufladung komplettierte das Fahrerduo Mathias und Thomas Wasel der Scuderia Colonia.

Bereits in der Qualifikation ließ die Mannschaft rund um Andreas Lautner den Gegnern keine Chance. Das Trio Schmid, Tiger und Botor sicherte sich mit 8:45,429 Minuten die Poleposition und war somit gut 3,3 Sekunden schneller als das Schwesterfahrzeug. Der erste Verfolger der LMS-Engineering-Mannschaft lag sogar neun Sekunden hinter dem Zweitplatzierten.

Schon nach dem Start legte Krognes den Grundbaustein für den Erfolg. Nachdem er sich in der ersten Kurve Teamkollege „Tiger“ geschlagen geben musste, konnte er diesen wenige Kurven später überholen. „Nach dem ersten Stint lagen die beiden LMS-Engineering-Fahrzeuge und der Verfolger Audi des norwegischen Trio Schjaerin, Gulbrandsen und Ostvold innerhalb weniger Sekunden“, berichtet Teamchef Lautner.

Reifenpoker geht auf

Im zweiten Stinte musste das Fahrerquartett der Startnummer 303 die Markenkollegen von Møller Bil Motorsport ziehen lassen. Der Audi der Norweger wechselte mit beginnendem Regen auf Intermediates und konnte auf diese Weise einen Vorsprung von neunzig Sekunden auf den LMS-Audi heraus fahren. Trotz abtrocknender Strecke gelang es Andree, der vor dem Rennen auf Wechselbedingungen gehoffte hatte, die Lücke zuzufahren.

Mit erneut einsetzendem Regen hatte nur die LMS-Mannschaft gerechnet und den Kölner Andree erneut mit Dunlop-Intermediates raus geschickt. „Im Regen bin ich nach alter Schule gefahren – Short Shifting und hohe Gänge um Wheelspin zu vermeiden. Das hat sehr gut funktioniert“, erklärte Andree gegenüber SportsCar-Info.

Doppelausfall für Raeder Motorsport

Für Raeder Motorsport war das Sechs-Stunden-Rennen dagegen zum Vergessen. Dieter Schmidtmann, Elmar Deegener und und Christoph Breuer mussten ihr Fahrzeug bereits nach einer und einer dreiviertel Stunde im Bereich Brünnchen nach einem Unfall abstellen. Auch für den von Raeder Motorsport vorbereiteten Audi der Norweger war das Rennen zwei Runden vor Rennende gelaufen.

Nach sechs Stunden unter Wechselbedingungen siegte das Quartett Andree, Krognes, Niederberger und Wieninger mit ihrem Renner, der den Spitznamen „Rosi“ trägt, mit einem eindrucksvollen Vorsprung. Das Schwesterfahrzeug verwies das vierköpfige Gespann mit einer Runde Rückstand auf Platz zwei. Familie Wasel komplettierten mit weiteren sieben Minuten Rückstand das Podium.

Nachdem die Audi-Equipe rund um Lautner im letzten Jahr auf den sechsten Gesamtrang gefahren war, sprangen in diesem Jahr die Ränge sieben und acht hinaus. „ Was zählt ist ein toller Doppelsieg, der Dank der richtigen Taktik, hervorragender Teamarbeit und fahrerischen Leistungen gelungen ist“, erklärte Lautner nach dem Rennen.

Daniela Schmid gab sich nach dem zweiten Platz zufrieden. „Wir haben in der ersten Rennstunde einen strategischen Fehler gemacht und sind dadurch zurückgefallen. Somit haben wir mit Platz mit Platz zwei Schadensbegrenzung betrieben. Beim nächsten Rennen wollen wir wieder gewinnen, und wir werden alles dafür geben“, kündigte Schmid nach dem Ruhrpokal an.