Slovakiaring: Verwunderung über den Camaro-Erfolg

Über den Erfolg in Orechová Potô? waren selbst Teamchef und Fahrer verwundert. Denn Reiter Engineering errang mit dem Chevrolet Camaro GT auf dem winkligen Slovakiaring den Silberrang. „Wir hätten nicht damit gerechnet, um den Sieg zu fahren“, gesteht Tomáš Enge, dem die entscheidenden Überholmanöver gelangen.

Über den Erfolg in Orechová Potô? waren selbst Teamchef und Fahrer verwundert. Denn Reiter Engineering errang mit dem Chevrolet Camaro GT auf dem winkligen Slovakiaring den Silberrang. „Wir hätten nicht damit gerechnet, um den Sieg zu fahren“, gesteht Tomáš Enge, dem die entscheidenden Überholmanöver gelangen.

Selbst Hans Reiter war nach dem Gastspiel auf dem Slovakiaring frappiert von der Leistung seines Rennstalls. „Ich kann noch gar nicht verstehen, warum wir heute Zweite geworden sind“, staunte der Teamchef von Reiter Engineering ob des Resultates beim zehnten ADAC-GT-Masters-Saisonlauf. Nach dem achten Platz im Samstagsrennen erstritten Tomáš Enge und Albert von Thurn und Taxis im nachfolgenden Gefecht schließlich den Silberrang.

Bereits bei der Begegnung auf dem ehemaligen Österreichring erreichte Reiter Engineering mit dem Camaro-Schwergewicht einen Meilenstein: Position zwei im ersten Durchgang. Doch die Charakteristik des Traditionskurses bei Zeltweg und Spielberg begünstigt den US-amerikanischen Hubraumgiganten. Die langen Geraden und Neunzig-Grad-Kurven sind gleichsam ein Eldorado für den Chevrolet Camaro GT.

Daher versetzte das Resultat in den Alpen nur bedingt in Staunen. Der winklige Slovakiaring entspricht dagegen keineswegs dem Gusto des Camaro-Kolosses. Zumal vorherige Einstellfahrten der Mannschaft von Reiter Engineering bereits Schwierigkeiten bereiteten. „Wir waren hier schon einige Tage testen, dabei lag uns die Strecke überhaupt nicht“, erklärt Reiter im Nachhinein. „Außerdem waren unsere Zeiten nie so langsam wie heute.“

Dennoch hegt Reiter eine Vermutung, warum sich Enge und von Thurn und Taxis beim Wettstreit in Orechová Potô? gegenüber der Konkurrenz letzten Endes behaupten konnten. „Allerdings hatte die Konkurrenz mit den hohen Luft- und Asphalttemperaturen scheinbar noch mehr Probleme“, analysiert Reiter den Coup seiner Equipe. „Sie haben im Vergleich zu den Tests mehr Zeit pro Runde verloren als wir.“

Enge: „Wir verbessern uns mit dem Camaro ständig“

Als entscheidende Szene erachtet Reiter hingegen den Start. „Der Schlüssel zum Erfolg heute war sicher der gute Start von Tomas, der uns in eine gute Ausgangsposition für das Rennen gebracht hat“, urteilt Reiter über Enges Überholmanöver zu Beginn. Anschließend rang der Tscheche noch Corvette-Rivale Diego Alessi nieder und festigte fortan seine Stellung im Klassement. Der Erfolg bestätige außerdem, dass die Darbietung in Zeltweg „keine Ausnahme“ sei, meint Reiter. 

Auch Enge bewertet die Entwicklung mit dem Chevrolet Camaro GT positiv. „Wir verbessern uns mit dem Camaro ständig, bei jedem Rennen lernen wir dazu“, bekräftigt Enge. Jedermann habe erwartet, Reiter Engineering werde in Zeltweg wegen hohen Leistung des Camaros erfolgreich sein. „Aber dort haben wir gesehen, dass wir nun auch in den Kurven sehr schnell sind“, betont Enge. „Da haben wir etwas Mut geschöpft, hier auch in die Topzehn fahren zu können.“

Dennoch war enge über den Ausgang des zweiten Wertungslaufes gleichermaßen verblüfft. „Wir hätten aber nicht damit gerechnet, hier um den Sieg zu fahren“, drückte Enge seine Verwunderung aus. „Das Auto geht jetzt auf Highspeed-Kurven und auf technischen Strecken sehr gut. Außer der Corvette haben wir alle anderen geschlagen, und das ADAC GT Masters ist eine sehr wettbewerbsstarke Serie.“

Auch von Thurn und Taxis freute sich über den Erfolg. Das Ergebnis sei „unglaublich“, meint der Fürst. „Vor dem Wochenende hätten wir gedacht, ein Platz zwischen fünf und zehn ist für uns hier der Jackpot“, gesteht von Thurn und Taxis. „Es hatte sich schon beim Testen gezeigt, dass auf dieser Strecke eigentlich nicht viel möglich ist. Aber es hat sich auch gezeigt, wie viel Testen hier bringt. Man kann halt nicht alles zu Hause am Computer berechnen.“


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