Die Poleposition für den USCC-Wertungslauf auf der Road America ging überraschend an Extreme Speed Motorsports. Damit musste sich Corvette mit der Verfolgerrolle knapp vor OAK Racing zufrieden geben. In der GTLM-Klasse schnappte sich BMW den Platz an der Sonne.
Der Ausgang des Qualifyings auf der Road America war dann doch sehr unerwartet, sprachen die Trainings noch eine andere Sprache. Die DP-Starter hängten in allen drei Übungseinheiten die LMP, auf der für sie optimalen Strecke, über eine Sekunde ab. In der Qualifikationssitzung zeigte sich jedoch, dass diese nur geblufft hatten. Erst in der letzten Runde schlug ESM-Pilot Ryan Dalziel zu und holte in 1:55,166 Minuten den ersten Startplatz.
„Ich wusste ab der ersten Runde, dass das Auto schnell sein wird. Aber wie in Indy bin ich sehr überrascht auf der Pole zu stehen. Um ehrlich zu sein, ich wäre auch mit Platz zwei zufrieden gewesen, aber als ich die Hochrechnung auf der letzten Runde sah, wusste ich, dass es die Pole sein wird. Ich habe in dieser Runde Dinge getan, die ich nie wieder tun möchte“, sagte Dalziel zu seiner Ausnahmerunde.
Rang zwei ging somit an die Indianapolis-Sieger von Action Express Racing. Zwar reichte Christian Fittipaldis Runde von 1:55,961 Minuten ursprünglich nur für den dritten Startplatz. Allerdings fiel das Auto der Markenkollegen Richard Westbrook und Michael Valiante in der technischen Abnahme durch. Somit rückte OAK Racing – die Franzosen waren fast eine Sekunde langsamer als der führende HPD – auf die dritte Position auf.
Die Entscheidung um die Poleposition bei de GTLM war eine Entscheidung um einen Wimpernschlag. John Edwards am Steuer des RLL-BMW fuhr die schnellste Zeit der Session mit 2:03,747 Minuten. Damit war er aber lediglich 0,066 Sekunden schneller als Jonathan Bomarito in einer Dodge Viper. Die Vorjahressieger, ebenfalls mit einer Viper unterwegs, sortierten sich als Dritte vor den Meisterschaftsführenden aus dem Hause Corvette ein.
Eine weitere Überraschung ist der Ergebnis der PC-Klasse. Nicht Jack Hawksworth, der den Trainings seinen Stempel aufdrückte, sondern sein Teamkollege Bruno Junqueira sicherte sich den ersten Startplatz. Hawksworth musste sich um 0,082 Sekunden geschlagen geben. Eine britische Ikone wird das Feld der GTD zum Rennstart anführen. James Davison fuhr mit dem TRG-Aston-Martin zur Poleposition.

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