Im Samstagslauf auf dem Slovakiaring hat sich Schubert Motorsport zum Doppelsieg taktiert. Ein Kunstgriff beim Pflichtstopp verhalf Claudia Hürtgen und Dominik Baumann zum Erfolg. Platz zwei belegten die Stallgefährten Jens Klingmann und Max Sandritter. RWT Racing verlor dagegen die Führung nach dem obligatorischen Boxenbesuch.
Schubert Motorsport hat im Samstagsrennen auf dem Slovakiaring einen Doppelsieg errungen. Im internen Zweikampf gewannen schlussendlich Claudia Hürtgen und Dominik Baumann die Oberhand, wohingegen die Stallgefährten Jens Klingmann und Max Sandritter mit dem Silberrang vorliebnehmen mussten. Dank einer taktischen Finesse während der Pflichtstopps bezwang der BMW-Rennstall aus Oschersleben letztlich die Corvette-Konkurrenz.
Denn beim Start zum neunten ADAC-GT-Masters-Lauf gelang es zunächst David Jahn (RWT Racing), den Traktionsvorteil seines GM-Sportwagens auszuspielen und manövrierte sich in Führung. Daher reihten sich Hürtgen und Sandritter vorläufig an zweiter respektive dritter Stelle ein. Doch Schubert Motorsport orderte seine Athleten frühzeitig zum obligatorischen Boxenbesuch, wodurch das BMW-Gespann anschließend eine Doppelspitze formierte.
Lediglich eine Safety-Car-Phase brachte Schubert Motorsport noch einmal in Bredouille. Der Grund für die Gelbphase: Nach einem Verbremser verursachte Maximilian Götz (HTP Motorsport) eine Kollision mit Mercedes-Benz-Markenkollege Jaime Alguersuari (Rowe Racing), der daraufhin im Kiesbett strandete. Den Rempler bestrafte die Sportkommissare mit einer Durchfahrtsstrafe. Angesichts der Fahrzeugbergung fasste die Rennleitung den Entschluss, das Teilnehmerfeld zu neutralisieren.
Neustart: Schütz Motorsport verliert, Abt Racing profitiert
Bei der Wiederaufnahme des Wettbewerbs behauptete Schubert Motorsport seine Führungsrolle jedoch souverän. RWT Racing geriet dagegen noch einmal unter Druck, da Daniel Keilwitz (Callaway Competition) im Begriff war, seinem markeninternen Rivalen Sven Barth den Podiumsrang abspenstig zu machen. Doch schlussendlich scheiterten sämtliche Attacken des Titelverteidigers, der den Wettstreit gemeinsam mit Andreas Wirth schließlich als Vierter beendete.
Derweil ging Schütz Motorsport als Verlierer der Schlussphase hervor. Nachdem Christian Engelhart zu Anfang den vierten Rang festigte, büßte Jaap van Lagen beim Neustart zwei Positionen ein. Letztlich rettete das Porsche-Ensemble den fünften Platz. Die Titelkontrahenten von C. Abt Racing schlugen dagegen Kapital aus dem ereignisreichen Finale. René Rast und Kelvin van der Linde fuhren im Endspurt auf den sechsten Rang nach vorne.
Somit ergeben sich nach dem ersten Durchgang in Orechová Potô? marginale Abstände im Meisterschaftsklassement. Die Audi-Fahrer Rast und van der Linde verteidigen vorerst ihre Tabellenführung mit 128 Punkten. Der Vorsprung auf den Niederländer van Lagen beträgt derzeit acht Zähler. Mit dem Laufsieg im neunten Saisonrennen schließen Baumann und Hürtgen wiederum auf. Der Rückstand zu den Klassenprimi: neun Punkte.
Mathias Lauda fällt beim Debüt Reifenschaden zum Opfer
Als Siebente erreichten Jan Seyffarth und Maro Engel das Ziel, womit Rowe Racing das beste Resultat im AMG-Lager erzielte. Reiter Engineering erfocht mit dem Chevrolet Camaro GT indes Platz acht. Beim Zieleinlauf trennten Tomáš Enge und Albert von Thurn und Taxis lediglich anderthalb Sekunden von ihren Vordermännern. Alon Day und Luca Ludwig sicherte Position neun für Zakspeed. Die besten Zehn komplettierten Diego Alessi und Patrick Assenheimer für Callaway Competition.
Ein Debakel widerfuhr wiederum Debütant Mathias Lauda, der an diesem Wochenende Heinz-Harald Frentzen bei HTP Motorsport vertritt. Zwar rangierte Kollege Luca Stolz zu Beginn auf Platz vier, aber dessen Mercedes-Benz-Flügeltürer fiel einem Reifenschaden anheim. Daher nutzte Lauda seine Schicht zu Testzwecken. Den Wettbewerb der Herrenfahrer gewann wiederum Remo Lips (Callaway Competition), der mit Lennart Marioneck Gesamtrang sechzehn belegte.
Das Sonntagsrennen auf dem Slovakiaring findet turnusgemäß um zwölf Uhr statt. Zudem stehen die Auspizien günstig für einen erneuten BMW-Erfolg. Denn Schubert Motorsport hat in der Qualifikation die erste Startreihe für das zweite Gefecht reserviert. Allerdings beziehen Callaway Competition mit der Corvette und Reiter Engineering mit dem Camaro GT die Verfolgerpositionen, die bekanntlich von ihrem Geschwindigkeitsbonus profitieren können.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.