Spa-Francorchamps: Erringt Audi das Langstrecken-Triple?

Nach den Langstreckenerfolgen in Le Mans und auf dem Nürburgring strebt Audi auch den Triumph bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an. „Unsere Ambition ist klar: Wir kämpfen um den Sieg“, meint Marcel Fässler, der für WRT antritt. Ebenfalls mit von der Partie: Saintéloc Racing, ISR und Team Parker Racing.

Nach den Langstreckenerfolgen in Le Mans und auf dem Nürburgring strebt Audi auch den Triumph bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an. „Unsere Ambition ist klar: Wir kämpfen um den Sieg“, meint Marcel Fässler, der für WRT antritt. Ebenfalls mit von der Partie: Saintéloc Racing, ISR und Team Parker Racing.

Gelingt Audi im Hohen Venn der Endurance-Hattrick? Nach den Triumphen in Le Mans und auf dem Nürburgring formuliert die Ingolstädter Chefetage die Zielsetzung, auch beim dritten Prestigerennen Europas über die Distanz von einem Tag die Siegertrophäe zu erringen: den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Mit ebendieser Mission sind das W Racing Team sowie die Kollegen von Saintéloc Racing betraut.

Nach zwei Podiumsplatzierungen bei den bisherigen drei Rennen der SRO-Langstreckenserie erhofft sich Audi zudem angesichts der jüngsten Änderungen der Fahrzeugeinstufungen nochmals einen Verbesserung in den Ardennen. „Elf Marken, sechzig Autos und eine Einstufung, die nach dem vergangenen Blancpain-Endurance-Rennen in Le Castellet noch einmal angepasst wurde, sind gute Voraussetzungen“, meint Kundensportleiter Romolo Liebchen im Hinblick auf das Langstrecken-Triple.

Obendrein genießen die Favoriten des belgischen WRT-Rennstalls bekanntermaßen einen Heimvorteil bei der Veranstaltung in Spa-Francorchamps. Um den Erfolg aus dem Jahr 2011 zu wiederholen, tritt die Truppe um Vincente Vosse am kommenden Wochenende mit drei Besatzungen in der Pro-Spitzenklasse an. Ein weiteres Gespann formiert sich wiederum ausschließlich aus Herrenfahrern.

Im vergangenen Jahr mussten André Lotterer, Christopher Mies und Frank Stippler dagegen mit der Bronzemedaille vorliebnehmen. Bei der diesjährigen Kraftprobe auf dem Traditionskurs im Ardenner Wald startet das W Racing Team allerdings aufgrund einer Rotation im Fahrerkader in einer anderen Konstellation. Audi trennt das erfolgreiche Pilotentrio und verteilt die Athleten auf drei verschiedene Sportwagen.

Markus Winkelhock: „WRT hat seine Qualitäten schon oft bewiesen“

Lotterer erlangt Unterstützung seitens Marcel Fässler und Benoît Tréluyer. Mit jener Besatzung bestreitet Audi normalerweise die Langstrecken-WM. Das dreiköpfige Ensemble hegt daher entsprechende Ambitionen. „Unsere Ambition ist klar: Wir kämpfen um den Sieg“, kehrt der Schweizer hervor. „Es gibt aus meiner Sicht gut zwanzig Autos, die in Spa Anwärter auf den ersten Platz sind, deshalb wird es bestimmt ein spannendes und schönes Rennen.“ 

Derweil bildet Rast mit Markus Winkelhock und Laurens Vanhtoor eine weitere Mannschaft. „Das Belgian Audi Club Team WRT hat seine Qualitäten schon oft bewiesen“, bescheinigt Winkelhock, der mit Rast am Fuße der Nürburg siegreich war. „Ich hoffe, Audi wird durch die Balance of Performance nicht benachteiligt. Dann sollten wir eine Chance haben, nach 24 Stunden aufs Treppchen zu steigen – hoffentlich ganz nach oben.“

Die dritte Besatzung rekrutiert sich aus Stippler, Christopher Mies und James Nash. „In den vergangenen beiden Jahren habe ich jeweils auf dem Podium gestanden – 2012 als Sieger, im Vorjahr als Dritter“, erinnert sich Stippler, räumt aber ein. „Das ist natürlich schön, aber es hilft uns wenig, denn jedes Rennen hat Jahr für Jahr seine eigenen Gesetze. Das beginnt mit der Einstufung der Rennwagen und reicht bis zum Glück, das man benötigt.“

Eine weitere Equipe aus dem Audi-Lager, die ihre Anwartschaft anmeldet, in den Favoritenkreis emporzusteigen: Saintéloc Racing. Sowohl Edward Sandström und Stéphane Ortelli als auch Grégory Guilvert können allesamt Erfolge im Langstrecken-Sektor vorweisen. „Das Team Saintéloc hat das Auto stets sehr gut vorbereitet und ist hoch motiviert“, betont Ortelli, merkt aber an: „Die Mannschaft hat allerdings noch keine große Erfahrung mit 24-Stunden-Rennen. Deshalb sehe ich uns als Außenseiter.“

Marc Basseng fährt für ISR

Auch ISR hat eine Nennung in der Spitzenklasse eingereicht. Allerdings mangelt es den Audi-Novizen gegenwärtig noch an Rennpraxis, um ein Ergebnis auf den vorderen Rängen zu erzielen, wenngleich Marc Basseng, Fabian Hamprecht und Filip Salaquarda am Steuer hantieren. „Wir haben uns erst vor kurzem den Audi R8 LMS ultra zugelegt. Er passt perfekt zu unserem ISR-Team: ISR Auto ist ein Volkswagen- und Audi-Händler in der Nähe von Prag“, erklärt Salaquarda. 

Überdies engagiert sich Audi in der Kategorie für Gentlemen-Driver. Neben dem W Racing Team und Saintéloc Racing ist auch das Team Parker Racing mit von der Partie. Die Fahrer des Team sind hingegen lediglich Kennern der Szene bekannt: Ian Loggie, Chris Jones und Julian Westwood. „Dass erneut acht Audi am Start dieses schwierigen Wettbewerbs sind, zeigt, wie populär der R8 LMS ultra im Kreis der GT3-Kunden ist“, fügt Liebchen hinzu.

Das Ziel der Audi-Abordnung fixiert er unmissverständlich. „Wir wünschen unseren Teams und den Fahrern, dass sie in der Gesamtwertung ebenso wie im Pro-Am-Cup und in der Gentlemen-Trophy erfolgreich um Siege, weitere gute Platzierungen und Punkte in der Meisterschaft kämpfen. Wir wollen unsere Kunden bestmöglich unterstützen, damit sie nach dem Erfolg auf dem Nürburgring erneut eine Trophäe mit nach Hause bringen können.“


Kommentare

Schreibe einen Kommentar