ELMS: Signatech-Alpine gewinnt beim Alpenrennen

51

Oliver Webb, Nelson Panciatici und Paul-Loup Chatin haben in Spielberg ihren ersten Saisonsieg in der ELMS geholt. Webb konnte in der letzten Rennstunde die Führung von Jota Sport übernehmen. Die Podien in den GT-Klassen gingen geschlossen an Ferrari.

Beim ELMS-Rennen in Spielberg fiel die Entscheidung während der letzten Minuten zugunsten von Signatech-Alpine. Wie schon einen Lauf zuvor in Imola versuchte Jota-Sport-Teameigner Simon Dolan, in der letzten Rennstunde seine Führung zu verteidigen. Diese hatte zuvor Teamkollege Harry Tincknell vom lange Zeit auf Rang eins geführten Signtatech-Alpine erobert. Der junge Brite hatte sich an Paul-Loup Chatin vorbei gekämpft. Anschließend übergaben beide ihre Autos beim letzten Service.

So ging Dolan auf Rang eins zurück auf den Red Bull Ring, dahinter Oliver Webb in Schlagdistanz. In Italien profitierte der Internet-Unternehmer noch vom Pech der Konkurrenz, doch der Alpine hielt und Webb ging vorbei. Anschließend baute er seinen Vorsprung auf über zwölf Sekunden aus und sicherte somit den ersten Saisonsieg für Signatech und seine Teamkollegen Chatin und Nelson Panciatici. Platz zwei holten somit Dolan, Tincknell und Filipe Albuquerque.

Das Podium vervollständigten Michel Frey und Franck Mailleux aus der Race-Performance-Mannschaft. Vom Pech verfolgt war dagegen Morand Racing. Die Morgan-Truppe musste gleich zwei Strafen absolvieren und erreichte somit nur auf Rang fünf das Ziel. Soweit kam TDS-Racing beim ELMS-Debüt des Ligier nicht einmal – der neue Prototyp strandete mit einem Aufhängungsschaden.

Maranello-Rot dominiert die GT-Klassen

In den beiden GT-Klassen räumte Ferrari alle Pokale ab. Den Sieg bei den GTE holten sich die AF-Corse-Piloten Duncan Cameron, Matt Griffin und Michele Rugolo. Das Trio übernahm in den abschließenden 60 Minuten den ersten Rang von Kessel Racing. Matteo Cressoni und Thomas Kemenater wurden damit zweite vor den Markenkollegen von JMW Motorsport.

Zwischenzeitlich bestimmte auch Gulf Racing UK mit dem Aston Martin das Geschehen, doch konnte die Position nicht halten. Auch der Gaststart von Proton Competition war nicht von Erfolg gekrönt. Trotz Unterstützung von Werksfahrer Richard Lietz wurden Vater und Sohn Horst Felbermayr nur Elfte ihrer Klasse.

Einen Doppelsieg gab es für das AF-Corse-Satellitenteam SMP Racing bei den GTC. Kirill Ladygin, Aleksey Basov und Luca Persiani überquerten das Ziel vor ihren Teamkollegen Devi Markozov, Anton Ladygin und Olivier Beretta. Das italienische Schwesterteam komplettierte das Podest. Damit schrammten beide ART-McLaren an den ersten drei Rängen vorbei. Für die Polesitter von Formula Racing blieb nur Position elf.