Das Teilnehmerfeld der Langstrecken-WM schrumpft. Ram Racing hat mitgeteilt, sein Engagement aus finanziellen Gründen zu beenden. Eine Budgetkürzung zur zweiten Saisonhälfte zwangen den Ferrari-Rennstall zu dieser Entscheidung. Derzeit bemühe sich die Mannschaft, für ihre bisherigen Angestellten eine neue Stelle zu finden.
Ram Racing beendet sein diesjähriges Engagement in der Langstrecken-WM vorzeitig. In einem Kommuniqué hat der britische Rennstall mitgeteilt, seine zwei Ferrari-Sportwagen aus der GTE-Pro- sowie der GTE-Am-Kategorie zurückzuziehen. Finanzielle Schwierigkeiten drängten die Mannschaft um Dan Shufflebottom zu dem Entschluss, das Programm nach der ersten Saisonhälfte nicht fortzuführen.
Bereits nach dem Auftaktrennen in Silverstone verzichtete Ram Racing auf eine Teilnahme an der zweiten Begegnung in Spa-Francorchamps. In Le Mans startete das Gespann aus dem Vereinigten Königreich wiederum. Allerdings zieht Ram Racing angesichts „drastischer Budgetkürzung“ Konsequenzen. „Das bedeutet für den Rennstall, sich gezwungenermaßen mit sofortiger Wirkung aus der Langstrecken-WM und allen anderen Wettbewerben zurückzuziehen“, heißt es in dem Presseschreiben.
Derzeit bemühe sich das Team daher, eine neue Anstellung für seine bisherigen Mitarbeiter zu finden, welche zwei Wochen zuvor entlassen wurden. Die Fahrer haben indes bereits alternative Beschäftigung. Matthew Griffin startet für die AF-Corse-Werksmannschaft in der International GT Open sowie der Europäischen Le-Mans-Serie, wohingegen sein Stallgefährte Álvaro Parente bei McLaren als Werksfahrer unter Vertrag steht.
Darüber hinaus arbeitet Johnny Mowlem als Infrastruktur in der Rennfahrschulen, während Ben Collins ohnehin vielseitigen Betätigungen nachgeht. Bezahlfahrer Mark Patterson sucht dagegen nach einem Cockpit. „Ram Racing spricht seine von Herzen kommende Entschuldigung und seinen erkenntlichen Dank an all seine Fahrer, technische Partner, loyale Mitarbeiter, die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie die zahlreichen Unterstützer der Mannschaft aus“, betont Ram Racing abschließend.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.