Le Mans: McLaren zieht GTE-Programm in Erwägung

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Kehrt McLaren zurück nach Le Mans? Geschäftsführer Andrew Kirkaldy schließt ein GTE-Engagement nicht aus. Das Debüt könnte bereits 2016 erfolgen. Gegenwärtig herrscht jedoch Unstimmigkeit über die Zukunft des Reglements, da ACO, FIA und SRO unterschiedliche Interessen verfolgen.

Augenscheinlich kokettiert McLaren Automotive mit einem Engagement beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zumindest Geschäftsführer Andrew Kirkaldy schließt eine Rückkehr zwanzig Jahre nach dem letzten Gesamtsieg nicht aus. Demzufolge erwägt der Konstrukteur aus dem Vereinigten Königreich, eine GTE-Variante des Modells 650S zu entwickeln, nachdem am vergangenen Wochenende die GT3-Rennversion der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die McLaren-Abteilung konkretisiert gar den Zeitpunkt der Teilnahme. „Ich wäre schon arg verblüfft, falls wir den 650S nicht irgendwann in Le Mans im Einsatz sehen“, meint Kirkaldy gegenüber „Autosport.com“ und fügt hinzu: „Und wir hoffen, dort ab 2016 antreten zu können. Das ist der Plan, aber wir benötigen nach wie vor einen Satz von Regularien, um das Fahrzeug entsprechend zu konstruieren.“

Derzeit herrscht allerdings Unklarheit über die Zukunft des GT-Reglements. ACO und FIA forcieren zwar eine Annäherung der Kategorien GTE und GT3, um diese wiederum in eine Werksklasse sowie eine private Division zu unterteilen. Stéphane Ratel widerstrebt dagegen eine Angleichung der Wertungen. Stattdessen plädiert die SRO-Gruppe für den Erhalt der GT3-Sparte, welche das Fundament ihrer Blancpain-Wettbewerbe bildet.

Tatsächlich ähneln sich die Sportwagen beider Regelwerke mittlerweile enorm. „In einigen Aspekten unterscheidet sich das neue Auto kaum von einem GTE-Fahrzeug – wie Hubraum, Aufhängung sowie größerer Reifen und Räder. Es ein guter Schritt vorwärts“, erklärt Kirkaldy. Ob sich McLaren Automotive letzten Endes ein werksseitiges Programm aufbürdet oder lediglich Kundenrennställe betreut, steht noch nicht fest.