Porsche: Achtungserfolg für Falken Motorsports

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Wolf Henzler, Martin Ragginger, Peter Dumbreck und Alexandre Imperatori verfehlten als Vierte des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Porsche von Falken Motorsports nur knapp das Podium. Ihre Markenkollegen von Frikadelli Racing und Haribo Racing verabschiedeten sich hingegen vorzeitig  aus dem Wettkampf.

Porsche zählte bei der diesjährigen Ausgabe des Eifel-Marathons nicht zu den großen Favoriten. Die Abwesenheit des grüngelben dicken Manthey-Porsches und der meisten Werksfahrer machte die Neunelfer von Falken Motorsport und Frikadelli Racing im Vorfeld bestenfalls zu Außenseitertipps. Mit den typischen Porsche-Tugenden Zuverlässigkeit und Fehlerlosigkeit kämpfte dann aber die Falken-Truppe lange in der Spitzengruppe und landete schließlich auf dem vierten Platz.

Am Morgen des Rennsontags lieferte sich das Falken-Quartett einen engen Kampf mit dem Mercedes-Benz-Abordnung von Rowe Racing. Als Claudia Hürtgen im BMW-Sportwgen von Schubert Motorsport auf dem dritten Rang fahrend Probleme bekam, erbten die Kampfhähne die Ränge drei und vier.

„Der Wagen hat das ganze Rennen über hervorragend funktioniert, das ganze Team hat top zusammengearbeitet. Selbst der Austausch des Bremskörpers hinten links rund vier Stunden vor Rennende kostete uns nur wenige Minuten. Besser geht es nicht“, so Wolf Henzler und sein Teamchef Sven Schnabl ergänzt: „Wir haben 24 Stunden lang Bestleistungen gegeben und sind jetzt ausgepowert, aber natürlich sehr glücklich. Dass wir uns rund eineinhalb Stunden vor Ende noch um eine Position nach vorn auf Platz vier kämpfen konnten, war natürlich das Sahnehäubchen. Was für ein Rennen.“

Vor dem Rennen wurde die Balance of Performance für die Porsche-Teams noch kurzfristig angepasst. Bei der Top-Dreißig-Qualifikation schafften die Zuffenhausener Boliden zuvor lediglich Plätze im hinteren Bereich des Einzel-Zeitfahrens. Frikadelli-Pilot Patrick Huismann rapportierte nach seiner schnellen Runde: „Ich bin voll gefahren und hatte meine freie Runde. Der Reifendruck war nicht ganz perfekt, aber mehr als zwei Sekunden hätte ich nicht mehr rausholen können. Die Einstufung des Porsche ist einfach zu schlecht gegenüber der Konkurrenz.“

Frikadelli und Haribo Racing geraten frühzeitig in Probleme

Seine Frikadelli-Truppe startete dann denkbar ungünstig in die Langstreckenhatz. Ein geplatzter Kühlerschlauch kostete die Mannschaft aus Barweiler schon beim Start gut drei Runden Rückstand. Als es gerade wieder gut lief, warf ein Reifenschaden das Team um Klaus Abbelen und Sabine Schmitz abermals eine Runde zurück. In der Nacht häuften sich dann technische Defekte und Abbelen zog seinen Elfer schließlich aus dem Rennen zurück.

Zu groß waren die Bedenken über die Sicherheit des Rennwagens inzwischen geworden. „Wir hatten so viel Pech, es war einfach nicht unser Wochenende. Aber Kopf hoch an das Team, wir werden es noch schaffen“, so der Teamchef, der genauso wie Sabine Schmitz im Rennen nicht zum Einsatz kam.  

Auch das Haribo Racing Team konnte das Rennen nicht beenden. Auf Top-Zehn-Kurs liegend, hatte der Goldbären-Hecktriebler eine Kollision mit einem langsameren Mitstreiter und schlug in die Begrenzung ein. Das Aus für Hans Guido Riedel, Mike Stursberg, Norbert Siedler und Jörg Bergmeister am Sonntagmorgen.