Mit einer Fabelzeit hat Kévin Estre von Dörr Motorsport die erste Poleposition für McLaren bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring geholt. Der Franzose wies bereits mit der ersten Runde die Konkurrenz in die Schranken. BMW und Audi mussten sich hinten anstellen.
Die Teilnehmer der Top-30-Qualifikation, dem Shootout um die Poleposition beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hatten zwei Runden, um das Maximum aus ihren Autos heraus zu holen. Kévin Estre brauchte nur eine. Der McLaren-Werksfahrer fuhr im Auto von Dörr Motorsport schon im ersten Versuch eine Zeit von 8:10,921 Minuten – dazu half ihm der Windschatten eines Audi auf der Döttinger Höhe.
„Auf der Grand-Prix-Strecke hat sich unser Auto schwer angefühlt, aber auf der Nordschleife war es viel besser. Ich hatte zwar etwas Untersteuern, was aber nicht so viel ausgemacht hat. Das Team hat super gearbeitet. Ich denke, wir haben morgen Dank unseres zuverlässigen Wagens gute Chancen auf den Sieg. Aber das Rennen wird sehr, sehr lange – wir werden sehen“, so Polesitter Estre.
An dieser Ansage biss sich die versammelte Konkurrenz die Zähne aus. Am nähesten kam Maxime Martin im zweiten Umlauf der Richtzeit. Mit 2,576 Sekunden Rückstand qualifizierte er den Marc-VDS-BMW an zweiter Stelle. Mitfavorit Audi komplettiert die besten Drei. Christian Mamerow kam mit seinem Phoenix-R8 auf 3,196 Sekunden heran.
Für die Titelverteidiger lief es hingegen nicht ganz optimal. Andreas Simonsen erreichte eine Zeit von 8:15,098 Minuten, dies genügt lediglich für die siebente Startposition. Teamkollege Adam Christodoulou schaffte den Sprung auf Rang vier. Die beiden Black-Falcon-Mercedes-Flügeltürer wurden durch einen Schubert-BMW und einen Phoenix-Audi getrennt.
Nordschleifen-Neuling Alex Buncombe brachte seinen RJN-Nissan auf einen guten neunten Rang, hinter den Audi rund um Felix Baumgartner und vor den zweiten Schubert-Z4, der damit die besten Zehn abrundete. Ernüchterung herrscht dagegen bei Aston Martin. Stefan Mücke konnte die Performance nicht in eine vordere Startposition umsetzen. Lange Gesichter gab es auch bei Schulze Motorsport. Der reparierte Nissan rollte schon in der ersten gezeiteten Runde aus.

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