Oliver Gavin und Daniel Keilwitz haben nach dem Samstagslauf auch das zweite Rennen in Zeltweg für Callaway Competition gewonnen. Den Silberrang erkämpften René Rast und Kelvin van der Linde und sichern sich damit wichtige Punkte in der Meisterschaft. Platz drei ging an HTP Motorsport. Der Reiter-Camaro verpasste derweil einen Sensationssieg.
Der Rennkurs im österreichischen Zeltweg bleibt Corvette-Land. Nachdem bereits im vergangenen Jahr beide Rennsiege an Callaway Competition gingen, hat das Team auch in diesem Jahr beide Wertungsläufe auf dem ehemaligen Österreichring gewonnen. Oliver Gavin und Daniel Keilwitz profitierten dabei von dem Pech von Reiter Engineering. Für den schwarze Camaro GT von Tomáš Enge und Albert von Thurn und Taxis sah es lange nach einem Sensationssieg aus, bevor das Team beim Boxenstopp einen technischen Defekt ereilte.
Enge gelang es zuvor, den Leistungsvorteil des Camaros zu nutzen, um in der Startrunde von Startplatz zwei in die führende Position zu gelangen. Fortann führte der Camaro und konnte sich sogar von der favorisierten Corvette ein wenig absetzen. Nach einer Viertelstunde Rennzeit erreichte das Team allerdings die erste Hiobsbotschaft. Enge war beim Start nicht vorschriftsmäßig im Startkorridor gefahren und bekam, wie der hinter ihm fahrende Jeroen Bleekemolen (Callaway Competition) auch, eine fünfsekündige Strafe beim Boxenstopp aufgebrummt.
Als Enge diese Bestrafung während einer zehnminütigen Safety-Car-Phase antrat, die durch einen Abflug von Sven Barth in der RWT-Corvette eingangs der ersten Kurve ausgelöst wurde, folgte daraufhin die zweite Negativmeldung für Reiter Engineering. Enge absolvierte zwar seine Strafe, erlitt allerdings beim Wiederanfahren einen technischen Defekt.
Der Camaro zuckte kurz an, blieb aber dann sofort ohne jeglichen Vortrieb stehen. „Offenbar ein Defekt im Antriebsstrang“, gab Enge bereits kurz nach dem Ausscheiden zu Protokoll. Scheinbar war der Tscheche etwas zu rabiat beim Anfahren vorgegangen, wodurch die Antriebswelle dem gewaltigen Drehmoment des großvolumigen Achtzylinders nicht mehr standhielt. Von diesem Moment an war der Camaro ausgeschieden und der Weg für das spätere Siegerteam frei.
Mit dem zweiten Platz gelang René Rast zusammen mit Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS ultra von Abt Racing eine kleine Sensation. Der Mittelmotor-Sportwagen scheint nach Aussagen aller Audi-Teams aufgrund eines Topspeed-Nachteils so gar nicht zu dem Hochgeschwindigkeitskurs in Österreich zu passen. Dennoch gelang es dem Abt-Duo wichtige Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Der Bronzerang ging derweil an Maximilian Götz und Maximilian Buhk im Mercedes-Benz-Flügeltürer von HTP Motorsport, die heute durch einige starke Überholmanöver beim nicht ganz optimal verlaufenen Boxenstopp verlorenen Positionen zurückeroberten.
Zweites Callaway-Auto zum Schluss in Problemen
Auf Platz vier und fünf liefen Besatzungen von Schubert Motorsport ins Ziel. Claudia Hürtgen und Dominik Baumann behielten im teaminternen Duell die Oberhand vor Max Sandritter und Jens Klingmann. An sechster Stelle kamen Luca Ludwig und Alon Day im Zakspeed-Flügeltürer – den Robert Renauer und Norbert Siedler (Herberth Motorsport).
Die alten Fotostrecken sind leider nicht mehr verfügbar.
An achter Stelle fand sich der geschlagene Patrick Assenheimer (Callaway Competition) mit Teamkollege Diego Alessi wieder. Assenheimer war bis wenige Runden vor Schluss noch an dritter Stelle gelegen, bevor Maximilian Götz ihn nach mehreren misslungenen Versuchen überholen konnte und damit die Tür für gleich eine ganze Reihe von Kontrahenten öffnete. In einer Kurve verlor Assenheimer vier Positionen. Schlussendlich glückte es ihm aber immerhin noch, Mario Farnbacher im Farnbacher-Porsche in Schach zu halten, der an Position neun ins Ziel kam.
Um den letzten Punkt und damit Position zehn kämpften in den letzten zehn Minuten Nico Bastian im Rowe-SLS und Christian Engelhart im Porsche von Schütz Motorsport sehr hart. Über viele Runden versuchte sich Bastian, der zusammen mit Ex-Formel-1-Pilot Jaime Alguersuari antritt, am Porsche von Engelhart. Schlussendlich gelang es Bastian in der vorletzten Runde, den zehnten Platz in der Lauda-Kurve zu erkämpfen.
In der Meisterschaft profitieren Rast und van der Linde von ihrem zweiten Platz und liegen nun mit 120 Punkten in Führung vor dem Niederländer Jaap van Lagen (Schütz Motorsport) mit 110 Punkten. Dahinter liegt das BMW-Duo Baumann und Hürtgen vor den HTP-Piloten Götz und Buhk mit 94 zu 90 Punkten.
Nach dem heutigen Rennen in Zeltweg geht das ADAC GT Masters nun in eine mehrwöchige Sommerpause. Der nächste Lauf findet am Wochenende vom 8. bis 10. August auf dem Slovakiaring statt.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.