Riley: Ein LMP3-Prototyp ist in Planung

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Riley Technologies reiht sich in die Riege der künftigen Hersteller von Fahrzeugen für die neue LMP3-Kategorie ein. Das Auto befindet sich aktuell in der Design-Phase. Der Mk XXX genannte Bolide soll eine komplette Neukonstruktion sein, der eine Ergänzung zum aktuellen Programm mit den amerikanischen DP und den LMP2 sein soll.

Das voraussichtliche Angebot an LMP3-Fahrzeugen wächst. Nachdem bereits mehrere Hersteller verlauten ließen, Prototypen für die neue ACO-Klasse zu bauen, kündigt nun auch Riley Technologies die Konstruktion eines Fahrzeuges für die neu geschaffene Prototypen-Klasse an. Der Mk XXX getaufte Bolide soll neben dem bereits existierenden Mk XXII produziert werden. Aktuell sei das Projekt noch in der Anfangsphase. Bob Riley befinde sich mit seinem Team in der Designphase des neuen Autos.

„Wir müssen sicherstellen, dass sich Kunden für unser Fahrzeug interessieren. Zunächst muss das Design dafür aber erst einmal etwas weiter fortschritten sein“, kündigt Vizepräsident Bill Riley gegenüber „Sportscar365“ an. Riley erklärt, dass man beim Design des Mk XXX tatsächlich mit einem weißen Blatt Papier begonnen habe und außerdem plant, das Auto auch für Track-Days einsetzbar zu machen, ähnlich dem Konzept des Mk XXII.

Ein Prototyp für weniger als 200.000 Euro 

„Natürlich haben wir schon mehrmals solche Fahrzeuge gebaut, aber die Regeln in dieser Klasse sind komplett anders als bei den DP oder in der LMP2. Unsere bisherigen Fahrzeuge passen also nicht so wirklich in diese Reglements. Wir fangen also quasi bei null an“, führt Riley fort. „Es wird ein Wahnsinnsauto. Es wird großartig für die Nutzung für die Rennstrecken in den USA. Es wird sehr schnell und trotzdem sehr sicher sein.“ Obwohl die Hersteller einen Entwurf des Regelwerks bereits bekommen haben, muss der ACO immer noch die Regeln für die LMP3 final festlegen.

Der Bolide, der fertig „nicht mehr als 200.000 Euro“ kosten soll, kann auch für finanziell nicht ganz so stark aufgestellte Teams interessant werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die LMP3 auch sofort in den USA präsent wird. Riley rechnet allerdings damit, dass wenn sich genügend Kunden für den Mk XXX finden, der Prototyp innerhalb von neun bis zwölf Monaten auf der Strecke zu finden sein könnte. Mit seinem Plan, ein LMP3-Fahrzeug zu bauen, reiht sich Riley Technologies gleich in eine ganze Reihe von Interessenten für diese Kategorie ein. Vorher hatten bereits Oreca, Onroak Automotive, Wolf Racing Cars und Sora Composites ihr Interesse an der neu geschaffenen Prototypen-Kategorie bekundet.