VLN: Schubert Motorsport misslingt Sprung aufs Podium

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Jens Klingmann, Dominik Baumann und Claudia Hürtgen verpassten beim vierten VLN-Lauf nur knapp den Sprungs aufs Stockerl. In der Anfangsphase des Rennens musste das Fahrertrio einen Rückschlag hinnehmen, nachdem der BMW-Sportwagen durch einen Konkurrenten getroffen wurde. Das Schwesternauto mit der Startnummer 19 reihte sich lediglich auf Platz 19 ein.

Schubert Motorsport verpasste das Podium nur knapp. Nachdem der vierte Saisonlauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft aufgrund eines Unfalls nach etwa drei Stunden Distanz abgebrochen werden musste, errungen Jens Klingmann, Dominik Baumann und Claudia Hürtgen den vierten Platz.

Von Rang zehn startend musste BMW-Pilotin Claudia Hürtgen bereits in der Anfangsphase einen Rückschlag hinnehmen. Nachdem der BMW Z4 GT3 von einem Konkurrenten touchiert wurde, drehte sich der Sportwagen um die eigene Achse. Demnach verlor Hürtgen bereits zu Beginn des Rennens wichtige Zeit gegenüber dem Rest des Feldes.

Doch durch eine fulminante Aufholjagd legte die Münchenerin den Grundstein für den späteren Erfolg bei der Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. „Dieses Rennen hat mit noch einmal sehr viel gebracht. Ich hatte sehr viele Zweikämpfe auf der Nordschleife – mehr, als in allen bisherigen Rennen zusammen“, fasst Dominik Baumann seinen Einsatz zusammen.

Folglich konnte sich der BMW-Schützling nochmals auf die 24-stündige Hatz in der Eifel präparieren. Die Zweikämpfe resultierten auch daraus, „dass wir uns nach dem frühen Dreher durchs Feld arbeiten mussten“, so Baumann weiter. Der Schubert-Pilot sieht sich und die Mannschaft aus Oschersleben für den Saisonhöhepunkt im Juni gerüstet. „Ich denke, wir sind bereit für den großen Tag in fünf Wochen“, lautet das Fazit der ersten Läufe auf dem Eifelkurs.

Reifenschaden wirft Stallgefährten zurück

Weniger Glück im Rennen hatte dagegen das Schwesternauto mit der Startnummer 19.Lucas Luhr, Dirk Müller, Alexander Sims und Dirk Werner gelang zwar eine Platzierung unter den besten Zwanzig, fuhren mit Rang 19 am Ende den Konkurrenten aussichtslos hinterher. Ein Reifenschaden gleich zu Beginn der Nordschleife verhinderte letztendlich eine bessere Platzierung für das Trio.

„Ich hatte heute in meinen beiden Stints viel Pech. Zunächst habe ich nach drei Runden schon eingangs der Nordschleife einen schleichenden Plattfuß bekommen und musste eine komplette Runde sehr langsam fahren“, so Alexander Sims. Als der Brite zum Reifenwechsel die Box ansteuerte und zur Aufholjagd starten wollte, schwenkten die Streckenposten bereits die rote Flagge.

„Ich kam also kaum zum fahren. Umso glücklicher bin ich, dass ich die Rennen davor nutzen konnte, um sehr viel Erfahrung mit dem Fahrzeug auf der Strecke zu sammeln. Ich fühle mich also gut vorbereitet für das 24-Stunden-Rennen“, lautet das Fazit von Sims.

„Dieses Thema wird uns auch in fünf Wochen noch beschäftigen“

Auch Stefan Wendl, Teammanager von Schubert Motorsport, sieht den Rennstall für den Langstreckenklassiker gut aufgestellt: „Insgesamt sind wir mit unserer Vorbereitung aber sehr zufrieden, auch wenn wir heute zu Beginn des Rennens und später mit dem Reifenschaden an der Nummer 19 Pech hatten.“

Indes hadert Wendl noch mit der richtigen Wahl der Pneus. „Die große Herausforderung während er gesamten Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen war, sich von Rennen zu Rennen neu auf die Reifen einzustellen.“ Die Auswirkungen eines Reifenschaden sind auf der langen Nordschleife verheerend, was der BMW-Rennstall beim vierten Saisonlauf deutlich zu spüren bekommen hat. Die Reifen „haben sich jedes Mal anders verhalten und erforderten permanente Set-Up-Arbeit. Dieses Thema wird uns auch in fünf Wochen vor dem großen Rennen noch beschäftigen“, zeigt sich der Teammanager zumindest bei der Wahl der richtigen Pneus noch nachdenklich.