USCC: IMSA präsentiert ein überarbeitetes Reglement

Die IMSA hat auf die Kritik der vergangenen Wochen reagiert und ihre Regeln, unter anderem für das Safety-Car noch einmal überarbeitet. Außerdem soll in weitere Technik für die Rennleitung investiert werden, um Fehlentscheidungen zu verhindern. Start dafür soll Long Beach sein.

Die IMSA hat auf die Kritik der vergangenen Wochen reagiert und ihre Regeln, unter anderem für das Safety-Car noch einmal überarbeitet. Außerdem soll in weitere Technik für die Rennleitung investiert werden, um Fehlentscheidungen zu verhindern. Start dafür soll Long Beach sein.

In den vergangenen Wochen musste die IMSA für ihre neue United SportsCar Championship herbe Kritik einstecken. Sie fällte zweimal falsche Strafen – einmal konnte korrigiert werden, einmal nicht – und beeinflusste damit den Ausgang der Rennen. Dann tat sie sich mit der Einstufung der Prototypen sichtlich schwer. In Sebring dann machten den Teilnehmern und Fans vor allem die unendlichen Safety-Car-Phasen zu schaffen.

Eines kann man ihr aber nicht vorwerfen: Die Fähigkeit zur Selbstkritik und der Wille etwas zu verändern. „Da waren auch einige Situationen, bedingt durch unsere sportlichen Regeln, die unglücklicherweise die positiven Aspekte unseres Debüts teilweise überschattet haben“, formuliert es CEO Scott Atherton diplomatisch.

Daher stellte die Dachorganisation der USCC einige Änderungen vor, die die Probleme lösen sollen:

  •           Bei Onboard-Aufnahmen sollen ab sofort immer die Startnummern der Autos eingeblendet werden, damit es nicht zu einer Verwechslung wie in Sebring kommen kann. Dort bestraften die Stewarts den Alex-Job-Porsche anstatt der beiden GTLM-Werks-Porsche.
  •           Alle Video-Aufnahmen sollen in High-Definition (HD) bei der Rennleitung vorliegen.
  •           Ein neues System, das Fahrer und Auto, die in einen „Vorfall auf der Strecke“ involviert waren, gegenprüft.
  •          Ab Long Beach soll ein dritter Fahrer als Berater der Rennleitung beiseite stehen. Bisher entscheiden der Rennleiter und zwei Piloten über die Strafen.

Neben diesen Ideen, um weitere falsche Bestrafungen auszuschließen, wurden die Regeln für den Ablauf der Safety-Car-Phasen im Besonderen überarbeitet. Bisher zog sich dies, auch wenn nur ein defektes Auto vom Streckenrand abgeschleppt werden musste, bis zu einer halben Stunde hin. Es mussten Prototypen und GT getrennt in die Box und anschließend wurden überrundete Autos durchgewunken.

Neue Regeln zur Safety-Car-Choreographie

Um das Ganze zu verkürzen werden drei neue Absätze in die sportlichen Regeln eingefügt. Der erste betrifft die Öffnung der Boxengasse und soll eine Gelbphase um eine Runde verkürzen:

  •           „In Rennen, in denen lediglich eine Prototypen-Klasse am Start ist, werden die Boxen für diese Klasse geöffnet, während die GT-Autos die Wave-by-Prozedur durchführen.“

Außerdem wird das komplette „Wave-by“ eingeschränkt:

  •           „Die ‚Lap-Down-Wave-by‘-Prozedur – die eine strategische Möglichkeit für überrundete Autos ist eine Runde zurück zu gewinnen indem man auf der Strecke bleibt und keinen Boxenstop macht – wird in ihrer Anwendung limitiert. Es gibt kein ‚Lap-Down Wave-by‘ in Rennen, die kürzer als zwei Stunden und dreißig Minuten sind. Für Rennen zwischen zweieinhalb und sechs Stunden wird das Wave-by nur einmal alle neunzig Minuten, ab einer Stunde nach dem Start, angewendet. Es gibt kein Wave-by ab dreißig Minuten vor Rennende.“

Sprich: In kurzen Rennen, wie Long Beach, kommt das komplette Thema „Wave-by“, das an sich für einige Verzögerungen gesorgt hat, überhaupt nicht zur Anwendung. Ansonsten darf es nur alle neunzig Minuten einmal durchgeführt werden. Wenn also mehrere Safety-Car-Phasen hintereinander sind, werden alle weiteren deutlich kürzer sein.

Neu eingeführt wird das sogenannte „Debris-Yellow“, wenn Trümmerteile von der Strecke entfernt werden müssen. Dann wird zwar das „Wave-by“ – vorausgesetzt die eben genannten Punkte sind erfüllt – angewendet, aber die Boxengasse bleibt geschlossen, damit mehr Zeit unter grüner Flagge bleibt.

Erstmals zur Anwendung kommen diese neuen Regeln in Long Beach. Allerdings kann dort mit weniger Verzögerungen als in Sebring gerechnet werden, da nur die reinen Profi-Klassen P und GTLM im Grid stehen werden, auch wenn es ein Stadtrennen ist. Die erste echte Bewährungsprobe sind die Sechs Stunden am Glen, wo erstmals wieder alle Klassen gemeinsam starten werden.


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